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Die Chemie stimmt – erste Reaktionen auf Tarifabschluss

8. März 2007

Seit Wochen wird spekuliert, jetzt er da, der erste große Tarifabschluss für 2007/08. Und auf den ersten Blick klingt das, was die Chemie-Tarifparteien da vereinbart haben, ziemlich mächtig.

Bei näherer Betrachtung erweist sich die Lohnerhöhung dann allerdings als doch nicht so eindrucksvoll. Eine erste Einschätzung von Bank-of-America-Experte Holger Schmieding bringt das gut auf den Punkt:

“Germany’s chemicals workers will enjoy a 3.6% wage increase and an additional one-off payment of 0.7% for a period of 14 months. The clever deal enables the union to claim that its members will see a 4.3% pay rise. However, the 14-month duration turns this increase into an annualised 3.7% rate. In addition, the permanent cost base for employers rises only at a 3% annualised rate due to the one-off nature of the additional 0.7% payment. To make the agreement more bearable even for those chemical firms which might be struggling, the extra 0.7% can be delayed or shelved by agreement on the shop-floor level.”

Das  bedeutet zwar, dass die große Lohnzurückhaltung vorüber ist.

“However, given the strong cyclical situation of the chemicals sector, the current deal should be bearable for the industry.”

Alles in allem werde der Chemieabschluss wohl dazu beitragen, dass sich die Lohnsteigerungsraten insgesamt auf knapp drei Prozent Ende 2007 hochgehen werden.

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