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Wehrpflicht kostet Wachstum

12. Oktober 2007

Schon so manchen Zivil- oder Wehrdienstleistenden hat der Gedanke beschlichen, dass die Wehrpflicht eine ziemliche Zeitverschwendung ist. Erstmals hat nun ein Ökonom die Folgen für das Wirtschaftswachstum berechnet, wenn junge Männer in der Kaserne rumhängen oder Essen auf Rädern ausfahren anstatt zu arbeiten oder studieren.

Satte 0,4 Prozent Wachstum gehen dadurch im Schnitt jedes Jahr verloren, erklärt Andreas Wagener von der Uni Hannover. Eine Menge verschenktes Potenzial, wenn man bedenkt, dass die Wehrpficht noch in 10 von 26 NATO-Staaten existiert.

Das Problem: Die Betroffenen bilden ihre Arbeitsfähigkeiten später aus, weil sie noch vom Staat eingespannt werden. So tragen sie auch nach Zivi oder Bund weniger zur Wirtschaftsleistung bei. Den Rückstand zu den jungen Männern, die nicht eingezogen oder ausgemustert wurden, haben diese Personen Wagener zufolge erst nach 15 Jahren wieder aufgeholt.

Von Harry Pannenbecker

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