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Karl Marx und Friedrich Engels – Das kommunistische Manifest

26. Oktober 2007

Karl Marx und Friedrich Engels 1848 wurde es von Marx und Engels in die Welt gesetzt: das Manifest der Kommunistischen Partei. Es war die Zeit der Restauration: Die alten Mächte Europas versuchten sich neu zu festigen, während sie überall durch bürgerlich-demokratische Revolutionsbestrebungen gefährdet waren – und durch einige noch radikalere Ideen.

Zugleich vollzog sich bereits eine andere Revolution: nämlich die industrielle, die den frühen Kapitalisten großen Reichtum verschaffte, während sie für viele Menschen ein elendes Dasein in den modernen Großstädten und Fabriken bedeutete. Die Empörung über diese Massenverelendung ist eines der wichtigsten Motive für die Autoren des Manifests.

Dessen Einfluss machte sich erst 70 Jahre später deutlich bemerkbar, in der Russischen Oktoberrevolution von 1917. Das ursprüngliche Ziel der Kommunisten: eine durch und durch menschliche Gesellschaft ohne Unfreiheit und Unterdrückung. Auch im Zeitalter des globalisierten Kapitalismus ist Das kommunistische Manifest keineswegs hoffnungslos veraltet – zumal im Text selbst schon angedeutet wird, dass der bürgerliche Kapitalismus letztlich auf den Weltmarkt ausgerichtet ist.

Und die geradezu biblische Sprachgewalt vieler Passagen vermag immer noch Leser in ihren Bann zu ziehen. Der Kommunismus der Realität – der ein groteskes Zerrbild des von Marx und Engels beschriebenen Ideals war – ist gescheitert. Die Epoche des Kapitalismus dagegen dauert noch an. Eine ihrer scharfsinnigsten Analysen war und bleibt Das kommunistische Manifest.

Über die Autoren

 Karl Marx wird am 5. Mai 1818 in Trier geboren. Seine Familie ist jüdisch, konvertiert jedoch zum evangelischen Glauben, damit der Vater seinen Juristenberuf weiter ausüben kann. Marx studiert Philosophie in Berlin und wird anschließend Redakteur bei der Rheinischen Zeitung, wo er Probleme mit der Zensur bekommt – 1843 wird die Zeitung verboten. Im gleichen Jahr heiratet Marx seine Jugendfreundin Jenny von Westphalen.

Bis 1845 weilt er im liberalen Frankreich, lernt Heinrich Heine kennen und ist Mitherausgeber der Deutsch-Französischen Jahrbücher. Auf Druck der preußischen Regierung wird er aus Frankreich ausgewiesen und geht nach Brüssel. 1844 lernt er Friedrich Engels kennen. 1849 siedelt er nach London über, nachdem er erneut aus Preußen und aus Paris ausgewiesen worden ist.

 Finanziell unterstützt durch Engels, beginnt er ein intensives Studium, dessen Frucht sein Hauptwerk ist: Das Kapital, eine Kritik der politischen Ökonomie, zugleich seine Begründung des historischen Materialismus. 1881 stirbt seine Frau, 1883 seine Tochter, wenig später er selbst: am 14. März 1883. Friedrich Engels wird am 28. September 1820 in Barmen, heute ein Stadtteil von Wuppertal, geboren, als Sohn eines Textilfabrikanten. Er hat Kontakte zur literarischen Bewegung "Junges Deutschland" und zu den Junghegelianern.

1862 geht er als Kaufmann nach Manchester in England, arbeitet dort im väterlichen Unternehmen und studiert zugleich die soziale Lage des Proletariats unter den Bedingungen des Kapitalismus und der Industrialisierung. In seinem Buch Die Lage der arbeitenden Klasse in England beschreibt er seine Erfahrungen, die ihn von der Hegel'schen Philosophie abbringen und zum radikalen Sozialrevolutionär bekehren. Die Bekanntschaft mit Marx entwickelt sich zu einer lebenslangen Freundschaft und Zusammenarbeit; gemeinsam verfassen sie u. a. Die deutsche Ideologie. Engels stirbt am 5. August 1895 in London.

Die ausführlichen Zusammenfassungen der Bücher können Sie hier bestellen.

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