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Plöner Highlights – Wenn die Oma dran glauben muss

7. September 2008

Zu den Höhepunkten des ersten Global Economic Symposiums (GES) zählte Ende der Woche ohne Zweifel die Book session, in der zwei junge US-Ökonomen auf eindrucksvoll mitreißende Art darlegten, wann und warum den Mensch dahin tendiert, Böses zu tun.

Raymond Fisman von der Columbia University legte unter anderem dar, was herauskam, als er der Frage nachging, warum im armen Tansania in Jahren mit miesen Ernten die Zahl der Morde an älteren Frauen hochschnellen. Die Antwort im Groben: weil dahinter offenbar intuitiv das Kalkül stecke, dass es besser ist, die geringeren Mengen an Nahrungsmitteln auf weniger Beteiligte zu verteilen. Und dass es sozusagen am effektivsten ist, wenn jene verschwinden, die zwar relativ viel verbrauchen, aber relativ wenig produktiv sind.

Klingt etwas makaber, ist aber das schlichte Ergebnis von Fismans Untersuchungen. Und die kommen in gesammelter Form im November als Buch heraus. Nahe liegender Titel: “Economic Gangsters – Corruption, Violence and the Poverty of Nations”.

Zum zweiten Buch gleich mehr…

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