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Angst vor Outsourcing

25. September 2008

Herr Müller, ihren Job macht ab morgen Herr Kanbur in Indien. Outgesourct. Job ins Ausland verlagert. Zurück lassen die Unternehmen Angst. Angst, dass der eigene Job bald von einem Ausländer gemacht wird. Wie sich Outsourcing auf die Angst vor dem Jobverlust auswirkt, hat Ingo Geishecker von der Uni Göttingen untersucht. Wer sich am meisten um seinen Arbeitsplatz sorgt, erfahren sie hier.

Mit den Daten des deutschen sozio-ökonomischen Panels (GSOEP) hat Ingo Geishecker herausgefunden, dass rund ein Fünftel der Jobverlustangst durch Outsourcing entsteht. Diese Angst habe in den letzten Jahren zugenommen.

Niedriglohnländer

Wenn die Unternehmen die Jobs in Niedriglohnländer verlagern, erzeuge das mehr Angst, als wenn die Verlagerung in Hochlohnländer stattfinden würde.

Hochqualifizierte

Hochqualifizierte fürchteten sich mehr vor dem Outsourcing als Niedrigqualifizierte. Das könne daran liegen, dass sie besser informiert seien und mehr zu verlieren haben, so Geishecker.

Eheleute

Männer, die verheiratet sind, machen sich größere Sorgen als Unverheiratete. Wenn der Partner auch einen Arbeitsplatz hat, machen sich Männer wie Frauen weniger Gedanken.

Befristete Verträge

Outsourcing plus befristeter Vertrag ist keine gute Mischung, sondern bedeutet mehr Angst als bei einem unbefristeten Vertrag.

Aus der Angst vor Outsourcing kann schnell Angst vor der Globalisierung werden, warnt Ingo Geishecker. In den USA sei dies bereits erkennbar: Es gebe dort immer mehr Initiativen, die sich für protektionistische Maßnahmen gegen die Globalisierung einsetzten. 

Hier geht es zur Studie

Von Charlotte Bartels

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