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Wirtschaftsdienst exklusiv – Wahre Gründe der Euro-Krise

17. Juni 2010

Wenn doch nur mal alle Euro-Länder den von Deutschland damals durchgesetzten Stabilitäts- und Wachstumspakt eingehalten hätten und immer nur drei Prozent Haushaltsdefizit gehabt hätten, hätte es keine Euro-Krise gegeben. Das glauben viele. Aber wieso ist dann heute Spanien ein Problemfall?

 
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In einem aktuellen Beitrag für die Zeitschrift “Wirtschaftsdienst” schreibt Hagen Krämer, Professor an der Hochschule Karlsruhe, dass nicht die Staatsschulden das Problem sind, sondern die gesamte Auslandsverschuldung. In Ländern wie Spanien oder Irland hat in den vergangenen zehn Jahren nicht die öffentliche Verschuldung, sondern die Auslandsverschuldung so stark zugenommen, dass diese jetzt in so großen Schwierigkeiten sind. 

Staatsschulden, so lange sie von den Inländern finanziert werden, sind nicht das Problem, so Krämer. Vielmehr, wenn ein Land als Ganzes gegenüber dem Ausland zunehmend Schulden macht. Dazu kommt es, wenn seine Wettbewerbsfähigkeit schwach ist. Ursache dafür sind Divergenzen in der Lohnstückkostenentwicklung. Ein für jeden sichtbares Zeichen ist die Inflationsrate. Dass Länder wie Spanien oder Griechenland über viele Jahre eine deutlich höhere Inflationsrate hatten als Deutschland, ist vielleicht die wahre Euro-Bombe gewesen.

Die Inflationrate ist zwar auch ein Euro-Kriterium, aber nur für die Beitrittsphase, und zudem öffentlich kaum wahrgenommen.

Es könnte sein, dass es der Euro-Zone in ihrer Krise nicht nur an der  Umsetzung richtiger Vorschläge durch die Politiker, sondern auch an der richtigen Problemdiagnose mangelt.

Den Text lesen Sie hier.

Und hier geht es zur Quelle.

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