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Altenteil Arbeitsplatz

13. März 2011

Der demografische Wandel zwingt die Industriestaaten ihre Rentensysteme zu reformieren.
Für die Online-Zeitschrift Economics untersuchen Hélène Blake und Marc Sangnier von der Paris School of Economics die Wechselwirkungen von Rentenanreizen, Senioren-Beschäftigungsquote und persönlichen Beziehungen am Arbeitsplatz.

Regierungen haben über finanzielle Anreize oder die Veränderung des Renteneintrittsalters nur geringen Einfluss auf die Erwerbsquote im Alterssegment 55 und darüber, so argumentieren die beiden Autoren. Denn mindestens genauso wichtig für eine hohe Senioren-Beschäftigungsquote seien die Beziehungen zwischen den Kollegen und zu den Vorgesetzten. Den Nachweis für diese These erbringen Blake und Sangnier, indem sie empirische Daten aus 19 OECD zwischen 1980 und 2005 auswerten.

In ihrer Beurteilung kommen Blake und Sangnier außerdem zu dem Schluss, dass der Einfluss von Arbeitsbeziehungen auf staatlich gelenkte Rentenanreize je nach untersuchtem Land stark variiert.
Folglich könne die Politik mit finanziellen Anreizen zur Verlängerung der Lebensarbeitszeit nur dann erfolgreich sein, wenn sie auch nicht-monetäre Arbeitsbedingungen wie das Beziehungsgeflecht am Arbeitsplatz mit berücksichtigt.

Das Paper: Senior Activity Rate, Retirement Incentives, and Labor Relations

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