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Hochansteckende Märkte

10. Juni 2011

Die Krise an den Finanzmärkten fegte noch schneller über den Globus als damals die Spanische Grippe. Daher untersuchen die Economics-Autoren Irfan Akbar Kazi, Khaled Guesmi und Olfa Kaabia von der Paris West University Naterre La Defence in ihrem Paper die Ansteckungseffekte, die zwischen den Aktienmärkten der USA und 16 weiteren OECD Ländern wirkten: Wie schon damals bei der Grippe, reichte auch im Fall der Finanzkrise ein lokaler Schock, um die ganze Welt in Mitleidenschaft zu ziehen.

Dem Einsetzen der Subprime Crisis in den USA folgte nach kürzester Zeit die größte wirtschafliche Krise seit der Großen Depression 1929. Obwohl es sich anfangs nur um massenhafte Kreditausfälle auf bloß einem nationalen Finanzmarkt handelte, wurde durch die Pleite zahlreicher Banken rund um den Globus schnell deutlich, dass hier starke Ansteckungseffekte auf alle Märkte wirkten.

Genau diese Effekte machen die Autoren sichtbar, indem sie die Aktienindizes von 17 OECD Ländern für den Zeitraum von 2002-2009 auf deren dynamische Korrelation untersuchen. Auf Basis ihrer Auswertung ergibt sich der break point, also der veortete Ausbruch für die Finanzkrise, für 01. Oktober 2010. Ab diesem Datum lassen sich für die Mehrzahl der untersuchten Daten ansteigende cross-market Korrelationskoeffizienten ausmachen. Das hierbei zur Anwendung kommende Modell der Dynamic Contional Correlation (DCC) Generalized Autoregressive Conditional Heteroscedasticity (GARCH) hätte sich laut Autoren bewährt, um ähnliche Reaktionsmuster verschiedener Märkte auf ein und denselben Schock herauszustellen.

Das ganze Paper finden Sie unter diesem Link: Contagion Effect of Financial Crisis on OECD Stock Markets

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