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Wirtschaftsdienst exklusiv – Wohin entwickelt sich die Europäische Union?

14. Juni 2011

Im aktuellen Zeitgespräch diskutieren Experten die langfristige Perspektive der Europäischen Währungsunion. Dabei schätzen fast alle deren Zukunft eher düster ein – allerdings aus unterschiedlichen Gründen.

Im Angesicht der anhaltenden Wirtschafts- und Schuldenkrise der Eurozone diskurieren die Wirtschaftsdienst-Experten vor allem die Möglichkeit einer dauerhaften Transferunion oder eine zentral gesteuerte Angleichung nationaler Geld- und Lohnpolitiken. Dass dabei die beträchtliche Größe des “Clubs Europäische Union” eine erhebliche Rolle spielt, legt Renate Ohr von der Universität Göttingen dar.

Bereits heute gibt es mit der temporären Europäischen Finanzstabibilitsierungs-Fazilität (EFSF) eine quasi-Insitution zum Finanzausgleich zwischen den Euroländern, argumentiert Konrad Lammers vom Europa-Kolleg Hamburg. Mit der Schaffung des Europäische Finanzstabilisierungsmechanismus (ESM) würde diese Institution dann dauerhaft verankert – allen Problemen der demokratischen Legitimierung und rechtlichen Vorbehalten des Lissabonvetrags, wie sie Christoph Degenhart von der Universität Leipzig ausführt, zum Trotz.

Als Alternative zu einer Transferunion müßte es neben einer zentralen Geldpolitik durch die Europäische Zentralbank (EZB) auch eine zentrale Lohnpolitk geben, die die Wettbewerbsfähigkeit innerhalb der EWU vereinheitlicht, meinen der UNCTAD-Ökonom Heiner Flassbeck und die Wirtschaftspublizistin Friederike Spiecker.
 
Die unklare Finalität der gesamten Europäischen Union heizt die Diskussion zu möglichen Lösungen der Krise noch weiter an: Daher fallen auch die Antworten der Autoren des aktuellen Zeitgesprächs auf die Frage “Quo vadis, Europa” recht vielfältig aus.

Den Text finden Sie hier.

Und hier geht es zur Quelle.

 

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