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Was kost’ der Klimawandel

24. Juni 2011

Zunehmender Kohlendioxidausstoß zieht kaum abzuschätzende Kosten nach sich. Sie in Form von sogenanten Social Costs of Carbon (SCC) zu bewerten, ist recht verzwickt. Noch komplizierter wird es, auf Basis jener SCCs einen möglichen Risikoaufschlag zu berechnen, der zur Versicherung oder auch Verminderung zukünftiger Klimaschäden taugt. Die Ausgangsfrage in beiden Fällen: Sind die Folgekosten durch den angenommenen Klimawandel vernachlässigbar oder zwingen sie die Weltbevölkerung geradezu zum Klimaschutz?

Die Economics Autoren David Anthoff, Steven Rose, Richard Tol und Stephanie Waldhoff bestimmen die Social Costs of Carbon zum einen generell und zusätzlich unteschieden nach Regionen und Sektoren.
Zu den untersuchten und bewerteten möglichen Auswirkung durch Kohlendioxidemissionen gehören u.a. der Anstieg des Meeresspiegels, hitze- und kältestressbedingte Krankenheiten und Tode sowie tropische Stürme.
Der am Ende berechnete Wert stellt den Schaden durch zusätzlich freigesetztes Kohlendioxid zu einem festgelegten, zukünftigen Zeitpunkt in der Maßeinheit Dollar/Tonne CO2 dar. Bezugspunkt ist der jeweils normalisierte Emissionswerts von 2010.

Auch wenn mache Regionen von erhöhtem Kohlendioxidaustoss über einen kurzen Horizont profitierten, kommen die Autoren letztlich zu dem Schluss, dass ein ausgeprägter Klimawandel überall zu hohen Folgekosten durch Schäden führte.

Das ganze Paper finden Sie unter diesem Link: Regional and Sectoral Estimates of the Social Cost of Carbon: An Application of FUND.

Mit der Festlegung möglicher Risikoprämien für den Klimawandel beschäftigen sich Carolyn Kousky, Robert Kopp und Roger Cooke. Zugrunde legen sie dafür die Werte, die sich aus den Berechnungen der Social Costs of Carbon (SCC) ergeben.
Anders als beispielsweise bei einer klassischen Versicherung, könnte die Klimawandel-Risikoprämie in zweierlei Hinsicht wirken: Zum einen als Begrenzung des Schadensrisikos und (ganz klassisch) zur Versicherung gegen Folgeschäden verursacht durch Kohlendioxidemission.

Bei der Festlegung einer Risikorpämie reichen die Expertenmeinungen von überhaupt keiner bis hin zu 50 Prozent der Social Costs of Carbon. Die Autoren kommen für verschiedene Szenario zu unterschiedlichen Höhen einer möglichen Risikoprämie. Als besonders relevant halten sie jedoch ihre Ergebnisse für eine Prämie im Bereich der präventiven, risikomindernden Wirkung.

Das ganze Paper finden Sie unter diesem Link: Risk Premia and the Social Cost of Carbon: A Review.

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