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Wirtschaftsdienst exklusiv – Die Mär vom deutschen Standortproblem

15. Juli 2011

In Deutschland herrscht durchweg Investitionsschwäche – so die gängige Meinung. Einmal disaggregiert, zeigt sich, dass insbesondere die für den Unternehmensstandort wichtige Kennzahl der Ausrüstungsinvestitionen im europäischen Vergleich nur unmerklich vom Durchschnitt abweicht. Die hiesige Investitionsschwäche muss also eine andere Ursache haben.

Um diese herauszufinden betrachten Sebastian Dullien, Professor für Volkswirtschaftslehre an der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin, und Mark Schieritz, Finanzmarktkorrespondent von DIE ZEIT, die Bestandteile der gesamtwirtschaftlichen Investitionen in Deutschland gesondert: Unternehmensinvestitionen, öffentlichen Investitionen und privaten Wohnungsbau.

Die These der mangelnden Profitabilität deutscher Unternehmen aufgrund hoher Lohnstückkosten als Hauptgrund für das niedrige Investitionsniveau können die Autoren dabei entkräften. Die Ausrüstungsinvestionen deutscher Unternehmen lagen in den vergangenen Jahren genau im Durchschnitt der Eurozone. Als Schuldige für die Investitionsschwäche bleiben dann nur die öffentliche Hand und der private Wohnungsbau.
Daraus aber zu folgern, dass in Deutschland schlichtweg kein Kapital zum Investieren zu Verfügung steht, halten die Autoren für unrealistisch. Vielmehr identifizieren sie eine Reihe von anderen Gründen für die Investitionsschwäche und argumentieren, dass hohe Lohnstückkosten nicht etwa Kapital abschreckten, sondern sogar Investoren anziehen könnten. 

Den Text finden Sie hier.

Und hier geht es zur Quelle.

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