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Japans Dilemma

31. Juli 2011

Selbst am Ende der “verlorenen Dekade” war keine Besserung für die krisengeschüttelte japanische Wirtschaft in Sicht. Als Ursache ermittelten  Wissenschaftler von der Nanyang Technological University in Singapur auf Basis von Aktienkursbetrachtungen folgende Perioden: Die Asienkrise von 1997/98, das Platzen der Dotcom-Blase 2000, die Subprimekrise 2007 und die Lehman Brother Krise 2008. Gleichzeitig untersuchten sie, an welchen Industrien ein Schrumpfen oder Wachsen der japanischen Wirtschaft abgelesen werden kann.

 Um die Ursachen der anhaltenden Krise von Japans Wirtschaft zu ergründen, führte ein Forscherteam der Nanyang Technological University in Singapur eine Segmentationsstudie durch. Der abgebildete Zeitraum umfasst die Jahre 1996 bis 2010. Dabei stützen sich die Autoren auf Aktienwerte, die sie nach Industrien clustern. Einerseits sollen so zusammenhängende Wachstums- und Krisenperioden nachvollzogen und gleichzeitig auch diejenigen Industriesegmente herausgefiltert werden, die maßgebliche Treiber der japanischen Wirtschaft sind.

Ausgangspunkt der Betrachtungen ist das Ende der verlorenen Dekade (1991-2000), als zahlreiche japanische Banken unter den Lasten vieler fauler Kredite zusammengebrochen waren. Am Ende unterteilen die Autoren die japanische Wirtschaftsgeschichte von 1997 bis 2010 in fünf verschiedenen Perioden: Die Asienkrise 1997-1999, die Spekulationsblase der New Economy 2000-2002, die Wachstumsphase (2003-2006), die Subprimekrise (2007-2008) und die Lehmann Brothers Krise (2008-2010). Nur zu einem Zeitpunkt konstatierten sie eine vollständige Wirtschaftserholung, der 2005 erreicht war. Die Auswirkung der Erdbeben-, Tsunami- und Atomkatastrophe sind in diese Betrachtungen jedoch noch gar nicht einbezogen.

Das ganze Paper finden Sie unter diesem Link: The Japanese Economy in Crises: A Time Series Segmentation Study

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