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Schattenratsumfrage September

29. September 2011

Hier ist die vollständige Auswertung der jüngsten Umfrage unter Deutschlands Top-Konjunkturexperten.

1. Wie hoch schätzen Sie die Wahrscheinlichkeit ein, dass es in diesen Wochen zu einem ähnlichen systemischen Schock und realwirtschaftlichen Folgen wie nach dem Lehman-Schock 2008 kommt (oder bereits gekommen ist)? 22,3
2. Wie hoch schätzen Sie für die kommenden Quartale die Wahrscheinlichkeit einer Rezession ein (zwei Quartale BIP-Rückgang hintereinander)?
2.1 in Deutschland 30,00
2.2 in den USA 32,70
2.3 in der Euro-Zone 47,70
3. Die deutsche Wirtschaft würde von einem globalen Abschwung in den nächsten Quartalen – im internationalen Vergleich
a) überdurchschnittlich hart betroffen (deutlicherer Rückgang des BIP als in vergleichbaren Ländern) 69,2
b) genauso wie Länder betroffen 23,1
c) weniger hart getroffen als andere 7,7
4. Die Finanzmärkte haben in den vergangenen Tagen offenbar positiv auf Gerüchte über eine weitere Erhöhung der Mittel des Euro-Rettungsfonds reaigert. Wäre ein deutlich erhöhtes Volumen der Interventionsmöglichkeiten (über Hebeleffekte oder unmittelbar oder ersatzweise durch Interventionen der EZB) geeignet, die Ansteckungsgefahren in der Euro-Zone zu reduzieren?
a) ja, die Gefahr würde bei konsequentem Einsatz schwinden 53,8
b) die Gefahr würde reduziert, aber selbst bei sehr konsequentem Einsatz nicht so deutlich schwinden 38,5
c) nein, die Ansteckungsgefahr bliebe davon unberührt 7,7
d) es gibt gar keine Ansteckungsgefahr 0
5.   Mehrere Euro-Länder haben auf die Zuspitzung der Krise im Sommer mit neuen Konsolidierungspakten reagiert. Welchen Effekt haben diese Pakete (ungeachtet ihrer nationalen Ausprägung) in der aktuellen konjunkturellen Lage? 
a) sie sind geeignet, die Staatsdefizite zu senken 8,3
b) sie führen zu niedrigeren Staatsdefiziten, werden aber durch einen nochmalige Verschlechterung der Konjunktur begleitet 66,7
c) die negativen Wirkungen auf die Konjunktur machen einen nennenswerten Teil des ex-ante-Effekts auf das Staatsdefizit wieder wett, die Salden fallen ex post kaum 25
6.  Sollte die EZB ihren Leitzins angesichts der Rezessionsgefahr und nachlassenden Inflationsdrucks bald wieder senken? (a-e)
a) ja, auf ihrer nächsten (Zins-)Sitzung 38,5
b) ja, im weiteren Laufe des zweiten Halbjahres 2011 23,1
c) erst wenn sich die konjunkturellen Warnsignale noch einmal deutlich verschärfen 15,4
d) sie sollte ihren Leitzins auf absebare Zeit  unverändert lassen 23,1
e) sie ihren Leitzins in den nächsten Monaten erhöhen 0
7. Wie ist Ihre aktuelle Prognose für das Wirtschaftswachstum in Deutschland (nicht kalenderbereinigt)?
2011 2,9
2012 1,1
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