Hier ist die vollständige Auswertung der jüngsten Umfrage unter Deutschlands Top-Konjunkturexperten.
| 1. Wie hoch schätzen Sie die Wahrscheinlichkeit ein, dass es in diesen Wochen zu einem ähnlichen systemischen Schock und realwirtschaftlichen Folgen wie nach dem Lehman-Schock 2008 kommt (oder bereits gekommen ist)? |
22,3 |
| 2. Wie hoch schätzen Sie für die kommenden Quartale die Wahrscheinlichkeit einer Rezession ein (zwei Quartale BIP-Rückgang hintereinander)? |
| 2.1 in Deutschland |
30,00 |
| 2.2 in den USA |
32,70 |
| 2.3 in der Euro-Zone |
47,70 |
| 3. Die deutsche Wirtschaft würde von einem globalen Abschwung in den nächsten Quartalen – im internationalen Vergleich |
| a) überdurchschnittlich hart betroffen (deutlicherer Rückgang des BIP als in vergleichbaren Ländern) |
69,2 |
| b) genauso wie Länder betroffen |
23,1 |
| c) weniger hart getroffen als andere |
7,7 |
| 4. Die Finanzmärkte haben in den vergangenen Tagen offenbar positiv auf Gerüchte über eine weitere Erhöhung der Mittel des Euro-Rettungsfonds reaigert. Wäre ein deutlich erhöhtes Volumen der Interventionsmöglichkeiten (über Hebeleffekte oder unmittelbar oder ersatzweise durch Interventionen der EZB) geeignet, die Ansteckungsgefahren in der Euro-Zone zu reduzieren? |
| a) ja, die Gefahr würde bei konsequentem Einsatz schwinden |
53,8 |
| b) die Gefahr würde reduziert, aber selbst bei sehr konsequentem Einsatz nicht so deutlich schwinden |
38,5 |
| c) nein, die Ansteckungsgefahr bliebe davon unberührt |
7,7 |
| d) es gibt gar keine Ansteckungsgefahr |
0 |
| 5. Mehrere Euro-Länder haben auf die Zuspitzung der Krise im Sommer mit neuen Konsolidierungspakten reagiert. Welchen Effekt haben diese Pakete (ungeachtet ihrer nationalen Ausprägung) in der aktuellen konjunkturellen Lage? |
| a) sie sind geeignet, die Staatsdefizite zu senken |
8,3 |
| b) sie führen zu niedrigeren Staatsdefiziten, werden aber durch einen nochmalige Verschlechterung der Konjunktur begleitet |
66,7 |
| c) die negativen Wirkungen auf die Konjunktur machen einen nennenswerten Teil des ex-ante-Effekts auf das Staatsdefizit wieder wett, die Salden fallen ex post kaum |
25 |
| 6. Sollte die EZB ihren Leitzins angesichts der Rezessionsgefahr und nachlassenden Inflationsdrucks bald wieder senken? (a-e) |
| a) ja, auf ihrer nächsten (Zins-)Sitzung |
38,5 |
| b) ja, im weiteren Laufe des zweiten Halbjahres 2011 |
23,1 |
| c) erst wenn sich die konjunkturellen Warnsignale noch einmal deutlich verschärfen |
15,4 |
| d) sie sollte ihren Leitzins auf absebare Zeit unverändert lassen |
23,1 |
|
|
| e) sie ihren Leitzins in den nächsten Monaten erhöhen |
0 |
| 7. Wie ist Ihre aktuelle Prognose für das Wirtschaftswachstum in Deutschland (nicht kalenderbereinigt)? |
| 2011 |
2,9 |
| 2012 |
1,1 |
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