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Schattenratumfrage im Oktober

28. Oktober 2011

Die Beschlüsse des EU-Gipfels haben die Gefahr einer scharfen Rezession in der Euro-Zone reduziert. Das ist die Hauptbotschaft einer Blitzumfrage der FTD im FTD-Schattenrat. Die Gefahr einer moderaten Rezession bleibt weiterhin beträchtlich.

Hier die Ergebnisse im Einzelnen.

1. Welche Folgen hat der Ausgang des Euro-Gipfels für die Konjunktur in der Euro-Zone? Durch die Gipfel-Ergebniss ist das Risiko einer tieferen Rezession in der Euro-Zone alles in allem…
a)  eher gesunken 83,30
b) deutlich gesunken 16,70
c) unverändert geblieben (kein Einfluss auf die Konjunktur) 0
d) eher gestiegen 0
e) deutlich gestiegen 0
2. Was müsste noch geschehen, um das Risiko einer tieferen Rezession spürbar zu verringern?
a) es bräuchte einer Garantie der Staatsschulden aller gefährdeten Länder durch einen entsprechend größeren EFSF oder die EZB als lender of last resort 38,50
b) die Konsolidierungsprogramme müssten gestreckt oder gelockert werden 38,50
c) die Konsolidierungsprogramme müssten verschärft werden 23,10
d) die Politik kann das Risiko (derzeit) nicht beeinflussen 0,00
3. Wie hoch schätzen Sie die Gefahr ein, dass die Krise jetzt auf Italien und/oder Frankreich überspringt, sprich: es für diese Länder zu einer Panik oder Attacken an den Staatsanleihemärkten kommt? (0-100%)
Italien 33,00
Frankreich 27,30
4. In Griechenland scheinen sich Rezession und restriktive Finanzpolitik mittlerweile gegenseitig zu verstärken. Wenn Sie dies so einschätzen: Wie groß schätzen Sie die Gefahr ein, dass eine ähnliche Entwicklung jetzt in anderen Ländern der Euro-Zone einsetzt?  (bitte für jedes Land eine Wahrscheinlichkeit von 0-100% angeben)
Italien 44,50
Spanien 37,20
Frankreich 24,80
5. Wie hoch schätzen Sie für die kommenden Quartale die Wahrscheinlichkeit einer Rezession ein (zwei Quartale BIP-Rückgang hintereinander)? (0-100%)
in Deutschland 30,70
in den USA 25,00
in der Euro-Zone 52,90
6. Was sind Ihrer Einschätzung nach die (ein oder zwei) Hauptgründe dafür, dass die Konjunktur im Euro-Raum jetzt stärker einbricht als etwa in den USA (vergl zu USA…)? (a-f -Zweifachnennungen möglich)
a)  die Unsicherheit, die für Unternehmen durch das vermeintliche Überspringen der Krise auf Italien, Spanien und womöglich Frankreich ausgelöst wurde 57,90
b)  die Verschärfung der Austeritäts-Pläne in größeren Euro-Ländern wie Italien, Frankreich und Spanien 42,10
c)  die vorangegangene Anhebung der Leitzinsen durch die EZB 0
7. Ganz grundsätzlich: Einen möglicherweise vergleichbaren Abschwung wie 2008/09 würde die deutsche Wirtschaft diesmal…
a) … ähnlich gut/schnell wegstecken wie damals 35,70
b) … schlechter wegstecken als damals 42,90
c) … besser wegstecken als damals 21,40
8.  Sollte die EZB ihren Leitzins angesichts der Rezessionsgefahr und nachlassenden Inflationsdrucks bald wieder senken?
a) ja, auf ihrer nächsten (Zins-)Sitzung 35,70
b) ja, im weiteren Laufe des zweiten Halbjahres 2011 21,40
c) erst wenn sich die konjunkturellen Warnsignale noch einmal deutlich verschärfen 7,10
d) sie sollte ihren Leitzins auf absehbare Zeit unverändert lassen 35,70
e) sie sollte ihren Leitzins in den nächsten Monaten erhöhen 0
9. Wie ist Ihre aktuelle Prognose für das Wirtschaftswachstum in Deutschland (nicht kalenderbereinigt)?
2011 3,0
2012 0,9
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