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Januar-Umfrage im Konjunktur-Schattenrat

23. Januar 2012

Die EZB-Liquiditätsspritze hat an den Märkten für Euphorie gesorgt. Tatsächlich warnen Deutschlands Konjunkturexperten aber: Die Krise schwelt auch in den kommenden Monaten weiter. Das zumindest erwarten 80 Prozent der Topökonomen. Immerhin fast 20 Prozent erwarten sogar noch mal eine Zuspitzung. Das ist die Hauptbotschaft der Januar-Umfrage im FTD-Schattenrat.

1. Ist das Risiko einer tieferen Rezession in der Euro-Zone seit Mitte Dezember alles in allem…
a) etwas gesunken 56,30
b) stark gesunken 0
c) unverändert geblieben 31,30
d) etwas gestiegen 12,50
e) stark gestiegen 0
2. Ganz grundsätzlich gesprochen: Wie schätzen Sie die nächsten Monate bezüglich der Krise um die Staatsschulden in der Euro-Zone ein? Welcher Aussage würden Sie am ehesten zustimmen?
a) die Krise hat ihren Höhepunkt überschritten, die Lage an den Finanzmärkten wird sich allmählich beruhigen 18,80
b) die Krise wird in den nächsten Wochen eskalieren und eine neue Dimension erreichen (Auseinanderbrechen der Euro-Zone oder Intervention der EZB als lender of last resort in letzter Minute) 18,80
c) die Krise wird weiter vor sich hinschwelen, aber auch nicht eskalieren 62,50
3. Wie hoch schätzen Sie für die kommenden Quartale die Wahrscheinlichkeit einer Rezession ein (zwei Quartale BIP-Rückgang hintereinander)? (0-100%, Schnitt aller Antworten)
3.1 in Deutschland 30,00
3.2 in den USA 15,00
3.3 in der Euro-Zone 80,00
4. Wann wird die Arbeitslosigkeit in Deutschland saisonbereinigt in der Tendenz (jenseits eines einzelnen Monats) wieder zu steigen beginnen?
a) in diesen Wochen 0
b) im Frühjahr 2012 12,50
c) frühestens im Sommer 2012 25,00
d) ich erwarte keinen Anstieg der Arbeitslosenzahlen 62,50
5. Wie hoch schätzen Sie die Wahrscheinlichkeit ein, dass das deutsche Staatsdefizit 2012 deutlich schlechter ausfällt als bisher allgemein erwartet? (0-100%, Schnitt aller Antworten) 30,00
6. Derzeit kursiert die Sorge, dass die neuen Kapitalforderungen an die Banken zu nennenswerten negativen konjunktuellen Folgen für Deutschland führen könnten. Wie schätzen Sie das ein? (a-d)
a) die neuen Anforderungen werden stark dazu beizutragen, dass es in den nächsten Monaten wohl zu einer Kreditklemme kommt 0
b) die Kreditvergabe dürfte deutlich gebremst werden 12,50
c) die Kreditvergabe der Banken dürfte nur unmaßgeblich gebremst werden 81,30
d) die neuen Regeln werden keine konjunkturell relevanten Folgen für die Kreditvergabe haben 6,30
7. Wie hoch schätzen Sie die Gefahr ein, dass es für Italien und/oder Frankreich in den nächsten Tagen oder Wochen zu einer Panik bzw einem Käuferstreik an den Staatsanleihemärkten kommt? (0-100%, Schnitt aller Antworten) 30,00
8. Wie hoch würden Sie derzeit das Risiko eines Auseinanderbrechens der Währungsunion einschätzen? (0-100%, Schnitt aller Antworten) 10,00
9. Sollte die EZB ihren Leitzins weiter senken?
a) ja, auf ihrer nächsten (Zins-)Sitzung 31,30
b) ja, aber frühestens im März 12,50
c) erst wenn sich die konjunkturellen Warnsignale noch einmal deutlich verschärfen 31,30
d) sie sollte ihren Leitzins auf absebare Zeit unverändert lassen 25,00
e) sie sollte ihren Leitzins in den nächsten Monaten erhöhen 0,00
10. Wie ist Ihre aktuelle Prognose für das Wirtschaftswachstum in Deutschland (nicht kalenderbereinigt, Schnitt aller Antworten)?
2011 3%
2012 0,5
2013 1,5
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