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Chinas 600-Mrd-Euro-Wette

13. Februar 2012

China hielt Ende 2011 Devisenreserven über 3181 Mrd. USD. Nach Umrechnung in Euro (durch Thomson Reuters Datastream) waren dies 2451 Mrd. EUR. Angenommen, die Volksrepublik hält, wie von chinesischen Medien berichtet, rund 25 Prozent davon in Euro-Wertpapieren: Dann hätte die Volksrepublik Ende vergangenen Jahres tatsächlich erstmals die 600-Mrd-Euro-Schwelle überschritten – wahrscheinlich schon viel früher.

Nach den Datastream-Zahlen wäre es dann genau 613 Mrd. Euro gewesen – macht einen Anstieg von 144 Mrd. Euro seit Ende April 2010, also kurz vor dem ersten Rettungspaket an Griechenland. Wo die Reserven aktuell liegen ist jedoch unbekannt, genauso unklar ist, was und wo die Chinesen gekauft haben – außer bei den EFSF-Emissionen (die Zahl wird noch nachgereicht). Vorsichtige Schätzungen lassen vermuten, dass wohl zwischen 12 und 15 Prozent von Chinas Euro-Summen in Bundesanleihen angelegt sind. Das wären dann so zwischen 70 und 90 Mrd. Euro Ende 2011.

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  1. André Kühnlenz
    24. Februar 2012 um 10:45

    Das ist ja eine hypothetische Schätzung unter der Annahme, dass der Anteil des Euro in den Devisenreserven bei rund 25 Prozent liegt – das sind so die Vermutungen der Analysten. Das impliziert, dass auch der Anteil des Dollar eher mal konstant bleibt. Die Devisen werden deswegen aufgehäuft, weil das Land Exportüberschüsse aufweis.

  2. 23. Februar 2012 um 21:34

    Wo kommt das Geld her, geht es zu Lasten von US Anleihen oder aus kommen die aus einer kleinen Notenpresse irgendwo im Hinterland?

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