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Schattenrat-Umfrage im März – die Ergebnisse im Detail

28. März 2012

Hier sind die Details der März-Umfrage im Konjunkturschattenrat der FTD.

1. Sinkende Aufträge und Einkaufsmanagerindizes scheinen die Hoffnungen auf eine schnelle Rückkehr zum Aufschwung zuletzt gedämpft zu haben. Wie hoch schätzen Sie die Möglichkeit ein, dass das BIP in Deutschland im ersten Quartal erneut geschrumpft ist? (durchschnittliche Erwartung, 0-100%) 36,0
2. Wie hat sich das deutsche BIP Ihrer Einschätzung nach im ersten Quartal gegenüber Vorquartal verändert? (Veränderung gegenüber Vorquartal in %) 0,1
3. Wie hoch schätzen Sie die Gefahr ein, dass es im ganzen ersten Halbjahr zu keinem (nennenswerten) Anstieg des BIP in Deutschland kommt? (durchschnittliche Erwartung, 0-100%) 30,0
4. Was sind derzeit die Hauptbremsfaktoren für eine stärkere Erholung in Deutschland? (Antworten in %)
a) die anhaltende Unsicherheit hinsichtlich der weiteren Entwicklung der Staatsschuldenkrise (weitere Staatspleiten, Bankenmarkt…) 9,5
b) die rezessive Wirkung der Konsolidierungsprogramme in wichtigen Partnerländern in Europa 38,1
c) eine schwächelnde Konjunktur in den Schwellenländern 33,3
d) der gestiegene Ölpreis 19,1
5. Ganz grundsätzlich: Wie schätzen Sie die nächsten Monate bezüglich der Krise um Staatsschulden in der Euro-Zone ein? Welcher Aussage würden Sie am ehesten zustimmen?  (Antworten in %)
a) die Euro-Krise hat ihren Höhepunkt überschritten, die Lage an den Finanzmärkten wird sich jetzt immer stärker beruhigen 22,2
b) die Krise wird in den nächsten Wochen noch einmal eskalieren 27,8
c) die Krise wird weiter vor sich hinschwelen, aber auch nicht eskalieren 50,0
6. Wird Portugal in diesem Jahr zum Umschuldungsfall? (Antworten in %)
a) ja 13,3
b) nein 46,7
c) nicht prognostizierbar 40,0
7. In Deutschland wird über die Gefahr debattiert, die von den Target-Salden im System der Europäischen Zentralbanken ausgeht. Welchem Urteil würden Sie am ehesten zustimmen?(Antworten in %)
a) die Target-Salden sind lediglich ein Symptom der Vertrauenskrise; das Gefälle wird mit Überwinderung dieser Krise automatisch verschwinden 78,6
b) die Target-Salden sind ein eigenständiges Problem: wir finanzieren das Ausbleiben einer Anpassung in den Krisenländern (anhaltende hohe Leistungsbilanzdefizite) 21,4
8. Würde es zum Abbau der Target-Salden beitragen, “den Zins für Target-Kredite künftig mit der Höhe der Target-Salden steigen zu lassen”, wie Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler diese Woche vorgeschlagen hat? (Antworten in %)
a) ja 14,3
b) möglicherweise 21,4
c) nein 64,3
9. Die EZB hat den Banken im Dezember und Februar massiv Liquidität zu günstigen Zinsen bereit gestellt. Wie hat sich die Inflationsgefahr im Euro-Raum für die nächsten zwei Jahre durch diese Aktion verändert? (Antworten in %)
a) die Gefahr einer überhöhten Inflation (über dem Ziel der EZB) ist dadurch stark gestiegen 6,7
b) … etwas gestiegen 53,3
c) … nicht gestiegen 40,0
10. Sollte die Europäische Zentralbank ihren Leitzins weiter senken? (Antworten in %)
a) ja, auf ihrer nächsten (Zins-)Sitzung 6,7
b) erst wenn sich die konjunkturellen Warnsignale noch einmal deutlich verstärken 33,3
c) sie sollte ihren Leitzins auf absebare Zeit unverändert lassen 53,3
d) sie sollte ihren Leitzins in den nächsten Monaten erhöhen 6,7
11. Wie ist Ihre aktuelle Prognose für das Wirtschaftswachstum in Deutschland (nicht kalenderbereinigt, Veränderung in % gegenüber Vorjahr)?
2012: 0,7 %
2013: 1,6 %
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