Fabian Fritzsche: Griechisch-deutscher Sandkastenstreit

Seit bei den griechischen Parlamentswahlen Ende Januar die schlimmsten Befürchtungen Deutschlands wahr wurden und tatsächlich eine als linksradikal titulierte Partei gewonnen hat, vergeht nahezu kein Tag ohne Griechenland-Schlagzeile in den deutschen Medien. Auf den ersten Blick legt das schiere Volumen an Artikeln über Griechenland eine große Aufgeregtheit oder gar Angst vor einem Staatsbankrott, einem Auseinanderbrechen der Eurozone, Milliardenzahlungen für Deutschland nahe.  Weiterlesen…

Konjunktursignale der nächsten Tage

Euroland steht in dieser Woche im Zentrum des Geschehens, und dies nicht nur weil der griechische Ministerpräsident zu Besuch in Berlin weilt. So werden am Dienstag und Mittwoch mit den Einkaufsmanagerindizes für die Eurozone, Frankreich und Deutschland sowie am Mittwoch mit dem deutschen ifo Geschäftsklima wichtige Frühindikatoren publiziert. Über den Atlantik sollte man seinen Blick am Dienstag werfen, wenn die US-Inflationsdaten veröffentlicht werden.

Die wichtigsten weltwirtschaftlichen Indikatoren der kommenden Tage lesen Sie hier: 2015-03-20 WochenvorschauFTD Weiterlesen…

Andre Wilkens – Die Grenzen von Digital

metanalog-ist-das-neue-bio-3Zwischen Ende der 1940er bis Anfang der 1970er-Jahre erlebte die westliche Welt einen einzigartigen Wachstumsschub von durchschnittlichen 4,5 Prozent pro Jahr. In Deutschland (West) wuchs die Wirtschaft in dieser Zeit um jährlich 5 Prozent in Griechenland gar um durchschnittlich 6,2 Prozent. Es war die Zeit des Wirtschaftswunders. Man gewöhnte sich daran, dass es immer so weiter gehen würde, warum auch nicht?

Dieser 1972 stellte der Club of Rome unter Leitung von Dennis Meadow seine Studie „Die Grenzen des Wachstums“ vor, von der bis heute 30 Millionen Exemplare verkauft wurden. Die Studie hat eine Debatte angestoßen, die immer noch währt und gerade in den letzten Jahren wieder stärker geführt wird.

Es gibt unterschiedliche Auffassungen darüber, ob der Mensch ständiges Wachstum braucht, aber klar scheint mir, dass es immerwährendes Wachstum nicht gibt. Daran hat uns spätestens die große Finanzkrise seit 2008 erinnert. In Deutschland brach das Bruttoinlandsprodukt um 5 Prozent ein und hat sich davon erst vor kurzem erholt. Damit steht Deutschland in Europa noch sehr gut da, aber die USA und vor allem viele Schwellenländer haben die Finanzkrise viel schneller überwunden. 2014 hatte die Eurozone die Wirtschaftleistung von vor der Krise immer noch nicht erreicht.

Ähnlich wie Wissenschaftler 1972 auf einem Höhepunkt des wirtschaftlichen Wachstums fragten, ob es Wachstumsgrenzen gibt, stelle ich mir die Frage, ob es Grenzen von Digital gibt. Oder kann es gar sein, dass wir mit Digital diese ganze Wachstumsdebatte überwunden haben, dass wir sozusagen das Ende der Geschichte erreicht haben?

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Andre Wilkens ist Autor des gerade bei Metrolit Verlag erschienenen Buches “Analog ist das neue Bio”. Hier lesen Sie einen Auszug aus seinem Buch.

Konjunktursignale der nächsten Tage

Gleich zweimal blicken wir diese Woche über den Atlantik. Am Montag könnte einmal mehr ein US-Indikator negativ überraschen, dieses Mal die Industrieproduktion. Zwei Tage später entscheidet die US-Notenbank über die Zinsen. Unser Hauptaugenmerk gilt dabei aber der Pressemitteilung der Fed. Für Deutschland werden am Dienstag die ZEW-Konjunkturerwartungen publiziert.

Die wichtigsten weltwirtschaftlichen Indikatoren der kommenden Tage lesen Sie hier: 2015-03-13 Wochenvorschau Weiterlesen…

Wirtschaftsdienst exklusiv – Sachverständigenrat – Wie politiknah sollte die Beratung sein?

12. März 2015 Kommentare aus

Das Jahresgutachten des Sachverständigenrates für Wirtschaft 2014/15 wurde von der Politik teils heftig kritisiert, weil wichtige politische Entscheidungen infrage gestellt wurden. In Hinblick auf die monierten Einzelfragen gibt es auch aus der Wissenschaft Kritik. Der Sachverständigenrat selbst sieht hingegen seinen Auftrag nicht darin, die Regierung zu beraten, sondern sie kritisch und unabhängig zu begleiten. Seine Aufgaben sind nicht nur in der Politikberatung im engeren Sinne zu sehen, sondern auch in der Vermittlung von ökonomischen Problemstellungen in die Öffentlichkeit hinein. Zum Beitrag

Wirtschaftsdienst exklusiv – Auf dem Prüfstand: Die Argumentation gegen die EZB-Staatsanleihenkäufe

12. März 2015 Kommentare aus

Am 22. Januar 2015 hat die Europäische Zentralbank mehrheitlich ein Programm zum erweiterten Ankauf von Staatsanleihen beschlossen, dem der Bundesbankpräsident Jens Weidmann nicht zustimmte. Die Maßnahme wird in Wissenschaft und Öffentlichkeit heftig und mit unterschiedlichen Argumenten kritisiert (siehe z.B. die Debatte im Blog Wirtschaftliche Freiheit u.a. die Beiträge von Martin Hellwig, Ottmar Issing und Olaf Sievert).

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Konjunktursignale der nächsten Tage

8. März 2015 Kommentare aus

Am Montag wird die Sentix-Umfrage Auskunft darüber geben, wie die Finanzmarktanalysten die jüngsten EZB-Beschlüsse bewerten. Nicht nur in Euroland, auch in China ist die Inflation drastisch zurückgegangen, doch der Februarwert, der am Dienstag veröffentlicht wird, dürfte ein kleine Gegenbewegung bringen. Später in der Woche, am Donnerstag, werden die US-Einzelhandelsumsätze publiziert.

Die wichtigsten weltwirtschaftlichen Indikatoren der kommenden Tage lesen Sie hier: 2015-03-06 Wochenvorschau Weiterlesen…

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