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Vor der Wahl ist nach der Wahl – und nach der Krise vor der Krise

21. September 2013 2 Kommentare

Als kurz nach der Wahl vor vier Jahren die Euro-Krise ihren Lauf zu nehmen begann, gab es etliche internationale Experten, die davor warnten, mit Hilfen zu zögern (bei aller Moral), die Länder mit Strafen zu belegen und ihnen rabiate Austerität aufzudrücken. Weil die Erfahrung mit solchen Panik-Krisen gezeigt habe, wie schnell sich Abstürze an Finanzmärkten dann verselbständigen, außer Kontrolle geraten, auf andere Länder übergreifen. Weil Strafzinsen die Sanierung nur erschweren. Und weil die Geschichte lehrt, dass Austerität die Lage meistens unnötig verschlimmert.

Viele Regierende und Notenbanker haben das zu berücksichtigen versucht. Anders als Angela Merkel, die noch über Monate deklarierte, dass es keine Hilfen gebe, stattdessen Strafzinsen – und Austerität. Mit dem Ergebnis, dass genau das passiert ist, wovor die Auguren gewarnt hatten: Weiterlesen…

Kehrseiten eines Sparbrötchen-Aufschwungs

19. September 2013 4 Kommentare

Wahlzeit ist Bilanzzeit, gelegentlich allerdings eher grobschlächtiger Art. So wie jetzt, kurz vor der Bundestagswahl am Sonntag. Dabei wäre es gerade jetzt ziemlich hilfreich, genauer hinzusehen, wie stark Deutschlands ach so starke Wirtschaft wirklich ist. Das Ergebnis könnte ernüchternd ausfallen – ernüchternder jedenfalls, als es der latente Überschwang nicht nur auf manchem Wahlplakat im Land vermuten lässt. Die Deutschen bekommen derzeit zunehmend die gefährlichen Kehrseiten eines Sparbrötchen-Aufschwungs zu spüren. Stoff genug für die nächste ganz große Krise in ein paar Jahren. Weiterlesen…

Deutsch-französische Partnerschaft

19. September 2013 Kommentare aus

Véronique Riches-Flores zählt ohne Zweifel zu den unbestechlich besten und zuverlässigsten Prognostikern, wenn es um die Entwicklung der Konjunktur in Europa und darüber hinaus geht. Über viele Jahre lag die damalige Europa-Chefökonomin der Société Générale in Paris auch stets ganz oben in der Prognostiker-Auswertung der FTD für Deutschland. Jetzt führt sie ihr eigenes Research, von dem auch WirtschaftsWunder-Leser künftig profitieren sollen – als Teil einer Partnerschaft. Weiterlesen…

Neues Ranking für schizophrene Branche

6. September 2013 1 Kommentar

Es gibt auch ohne FTD noch Reste von Wettbewerb zwischen Wirtschaftszeitungen. Diese Woche hat erstmals die FAZ ein Ranking der deutschen Ökonomen veröffentlicht – und damit dem Handelsblatt Konkurrenz gemacht, das bislang jährlich (und nun fast zeitgleich) eine Ökonomenselbstschau organisierte. Und: Der Wettbewerb hat auf den ersten Blick auch durchaus Gutes hervor gebracht, auf den zweiten allerdings etwas unfreiwillig Ernüchterndes. Weiterlesen…

Blome beim Spiegel – Jetzt noch mehr Wahrheit

23. August 2013 6 Kommentare

Nikolaus Blome wird Vize beim ,Spiegel’. Schön, dass eine führende Position in den deutschen Medien so wieder mit einem engagierten Vertreter ökonomischer Orthodoxie besetzt ist. Einer, der den Ludwig-Erhard-Preis hat. Und in den 80er-Jahren ausgebildet und geprägt wurde, als (west-)deutsche Wirtschaftsbeobachter immer auch zeigen mussten, dass der Kapitalismus überlegen ist – was eben ein ordentliches Maß an argumentativer Lautstärke mit sich brachte (das braucht man ja nun heute wieder, im Kampf gegen den Griechen). Weiterlesen…

In eigener Sache

26. Juni 2013 2 Kommentare

Es hat ein bisschen gedauert, aber jetzt ist es offiziell. Das WirtschaftsWunder-Portal ist von nun an konzernfrei, Gruner + Jahr hat die Rechte an mich übertragen. Weiterlesen…

Glückliche Zeiten (Essay zum Buch)

1. April 2013 Kommentare aus

Bankenausstieg COVER neuWar früher nicht doch alles besser? Meistens ist die Vermutung eher das Produkt von Verklärung als von guten Argumenten. Bei der Frage nach dem besseren Finanzsystem könnte der Rückgriff auf Erfahrungen aus Zeiten des alten ”’borin banking” in den 50er- bis 70er.Jahre lohnen.  Weiterlesen…

Nach Zypern – Krisenmanager an den Kosten beteiligen

27. März 2013 9 Kommentare

Kleiner Nachklapp in Sachen Zypern-Desaster. Wie Forsa im Auftrag des Stern ermittelt hat, glauben 54 Prozent der Deutschen nicht an die Zusage der Kanzlerin, dass die Spareinlagen in Deutschland sicher sind. Unfassbar, was unsere Wahnsinns-Retter da in so kurzer Zeit völlig unnötig und grob fahrlässig angerichtet haben.

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Hochzeit fürs Boring Banking

13. März 2013 4 Kommentare

Bankenausstieg COVER neuWas sagt der Präsident eines Sparkassenverbands und ehemalige CSU-Finanzminister zur Idee, die Banken zu schrumpfen? Gute Idee. Zumindest im Prinzip. Im Grunde seien die Sparkassen ja so eine Art Verkörperung des Boring Banking. Zumindest habe man das den Sparkassen früher ja noch vorgeworfen. So Georg Fahrenschon gestern bei der Präsentation des Buch “Wie viel Bank braucht der Mensch?” im Projektzentruam der Mercator-Stiftung in Berlin: Man müsse Schluss machen mit dem Prinzip des “making money out of money”, so der Politiker und gelernte Volkswirt. Da tut sich was.
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Trügerische Trennkost

8. März 2013 2 Kommentare

Kommenden Dienstag erscheint das Buch “Wie viel Bank braucht der Mensch?”. Im aktuellen Heft von Capital gibt es daraus schon einen ersten Vorabdruck – zum Thema Trennbankensystem. Botschaft: so eine Trennung von Bankengeschäften, wie sie alle Welt derzeit als großes Mittel gegen Krisen propagiert, mindert vielleicht den Schaden in der Krise – die eigentlichen Ursachen von Exzessen und Crashs behebt das nicht. Und damit verhindert es auch keine Krisen. Zu lesen hier.

Ein Preis für Böse

18. Februar 2013 13 Kommentare

Eigentlich sollte ich heute Nachmittag ja den Preis für Wirtschaftspublizistik bekommen, den eine gewisse Keynes-Gesellschaft einmal im Jahr vergibt. Nun bin ich mir seit Freitag nicht mehr ganz sicher (wobei der Name ja ohnehin in Deutschland nichts Gutes verspricht). Weiterlesen…

Wie viel Bank braucht der Mensch?

18. Februar 2013 3 Kommentare

Bankenausstieg COVER neuDie Seiten sind geschrieben, die Druckmaschinen laufen. Am 12. März ist Erscheinungstag. Titel: Wie viel Bank braucht der Mensch? Botschaft: Wir werden erst dann wieder ruhig schlagen (und keine Angst vor immer neuen Finanzkrisen haben müssen), wenn die Finanzbranche in etwa auf das Niveau zurück schrumpft, das sie vor der irren Idee der großen Liberalisierung mal hatte. Immerhin haben die Deutschen ihr Wirtschaftswunder ja auch gänzlich ohne Derivate und Hedgefonds hinbekommen. Weiterlesen…

Wer den Sinn nicht versteht

27. Januar 2013 5 Kommentare

Unter früheren FTD-Kollegen soll gerade der Wunsch kursieren, niemals in die Lage zu kommen, aus Not beim Handelsblatt arbeiten zu müssen (was mit einer Führungskraft begründet wird). Das ist natürlich völlig unverständlich und unvernünftig und kann ich gar nicht nachvollziehen, und, ach, überhaupt. Es gibt aber noch mindestens einen anderen Job, den man nicht wirklich haben will: Pressesprecher von Hans-Werner Sinn sein.

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In Kürze – Wer prognostiziert am allerbesten?

10. Dezember 2012 1 Kommentar

Etwas verkatert noch nach rauschender Abschiedsnacht, aber wir leben noch. In Kürze lesen Sie hier, wie üblich zum Jahresende, wer über viele Jahre die besten Konjunkturprognosen für Deutschland gemacht hat – und wer die schlechtesten – die Langzeitauswertung der Prognostiker-Ranglisten aus elf Jahren.

Die Kolumne – Vom Fuß an die Gurgel

7. Dezember 2012 4 Kommentare

In zwölf Jahren FTD sind Deutschlands Großdenker von neurotischer Selbstpeinigung in neunationalen Hochmut gewechselt. Dabei bräuchte das Land dringend den Mittelweg. Weiterlesen…

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