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Archive for the ‘Exklusiv’ Category

Wirtschaftsdienst exklusiv – Dauerkritik an der EZB

8. Juli 2014 Kommentare aus

Nach den EZB-Beschlüssen vom 5. Juni mit weiteren unkonventionellen Maßnahmen hat die schon seit langem vorgebrachte Kritik in Medien und Wissenschaft neuen Anlauf genommen. Beklagt wird, dass die EZB nicht darauf abzielt, die Preissteigerung zu bekämpfen, sondern die Konjunktur in den EU-Schuldnerländern an der Peripherie zu stimulieren. Diese Kritik findet Adalbert Winkler, Professor an der Frankfurt School of Finance & Management, falsch – wie er in seinem Aufsatz in der aktuellen Ausgabe des Wirtschaftsdienst darlegt.
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Hans-Werner Sinn: Gefangen im Euro

21. Juni 2014 Kommentare aus

Gefangen im EurogetAbstract: Der deutsche Starökonom Hans-Werner Sinn zeigt sich konsterniert: „Absurd“ findet er die Zeitungsmeldungen, die die vermeintliche Rettung des Eurosystems bejubeln, wo dieses doch an allen Ecken und Enden kranke, der deutsche Steuerzahler für den Schaden aufkommen müsse und der Sparer enteignet werde. Um die Zusammenhänge zu erklären, hat der Publizist Jens Schadendorf die Gespräche mit Sinn aufgezeichnet, woraus dieses – leider etwas unstrukturierte – Manifest entstanden ist. Sinn appelliert darin vor allem an die Politik, die bisher wenig Neigung zu den seiner Meinung nach notwendigen schmerzhaften Einschnitten zur dauerhaften Sanierung des Eurosystems gezeigt hat. Neue Ideen finden sich in dem Büchlein daher kaum. Kritikwürdig ist auch, dass Sinn die Bewältigung der Krise auf die für die Geberländer bequemsten Lösungen aufbaut. Die Analyse der Gründe der Krise und der Vorbedingungen für die „Vereinigten Staaten von Europa“ meistert er jedoch, wie gewohnt, exzellent. getAbstract empfiehlt dieses Buch allen, die sich für die Zukunft der Währungsunion interessieren. go to Abstract

 

Über den Autor
Hans-Werner Sinn ist Präsident des Ifo Instituts in München und Professor an der volkswirtschaftlichen Fakultät der Ludwig-Maximilians-Universität München. Von ihm stammen unter anderem die Titel Die Target-Falle, Kasino-Kapitalismus und Das Grüne Paradoxon.

Wirtschaftsdienst exklusiv – Alltagsauffassungen im Wirtschaftsgeschehen

9. Juni 2014 Kommentare aus

Die aktuelle Finanzkrise hat es an den Tag gebracht. Die wirtschaftlichen Akteure handeln in der Regel nicht in der Form rational, wie es die ökonomische Theorie erwartet. Vielmehr bestimmen Faustregeln, Meinungen und Haltungen die wirtschaftlichen Entscheidungen. Wie dies geschieht, erklärt der Wirtschaftsphilosoph Birger P. Priddat in der aktuellen Ausgabe des Wirtschaftsdienst.

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Frank Riedel: Die Schuld der Ökonomen. Was Ökonomie und Mathematik zur Krise beitrugen

29. Mai 2014 Kommentare aus

Die Schuld der OekonomenMathematik war vielleicht nicht gerade das Lieblingsfach von Menschen, die sich für wirtschaftspolitische Fragen interessieren, und die meisten wirtschaftsmathematischen Bücher sind auch nicht dazu angetan, dass sich das ändert. Dass die Finanzmathematiker der Banken aber irgendwie mitschuldig am Ausbruch der Finanzkrise waren, wurde und wird immer wieder thematisiert. Das Verdienst von Frank Riedel ist es, die Schnittstellen zwischen Mathematik, Wirtschaft und Politik so zu erläutern, dass man die Zusammenhänge auch ohne mathematische Ausbildung versteht. Wenn die wirtschaftswissenschaftliche Politikberatung sich davon verabschiedet, Prognosen abzugeben, und sich stattdessen auf die Lösung konkreter Einzelprobleme fokussiert, können Wirtschaftswissenschaften und Finanzmathematik einen zentralen Beitrag dazu leisten, solche Krisen in Zukunft zu vermeiden, so die Hoffnung des Autors. getAbstract empfiehlt das Buch darum allen, die jenseits einfacher Parolen kompetent mitdiskutieren wollen. go to Abstract

Über den Autor

Frank Riedel studierte Mathematik und Philosophie in Freiburg und promovierte in Wirtschaftstheorie in Berlin. Er ist Professor an der Universität Bielefeld und leitet seit 2009 das Institut für mathematische Wirtschaftsforschung..

Wirtschaftsdienst exklusiv – Europas künftige Rentenkluft

19. Mai 2014 Kommentare aus

Es ist noch nicht lange her, da empfahl Angela Merkel anderen Ländern, ihre Bürger länger arbeiten zu lassen. Hilfsprogramme für andere Länder sollten nur für „Gegenleistungen“ zu bekommen sein, und dazu zählten nach deutscher Sicht offensichtlich auch eine Angleichung der Renteneintrittsalter nach oben. Inzwischen hat der Wind bei der Rente hierzulande etwas gedreht, und es geht (jedenfalls für einige) erst einmal wieder etwas runter mit dem Eintrittsalter, bevor es in ein paar Jahren wahrscheinlich wieder weiter nach oben gehen wird. Von Hubert Beyerle

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Chrystia Freeland: Die Superreichen. Aufstieg und Herrschaft einer neuen globalen Geldelite

24. April 2014 Kommentare aus

SuperreichenEine kleine Elite mit einem gigantischen Milliardenvermögen bildet eine neue globale Klasse und gestaltet zunehmend die Regeln in Politik und Wirtschaft – natürlich zu ihren eigenen Gunsten. Wie die technologische Revolution zusammen mit der Globalisierung und einer stark unternehmerorientierten Politik dieser Personengruppe zu ihrem zweifelhaften Aufstieg verhalf, während große Teile der Gesellschaft vom wachsenden Wohlstand abgehängt wurden, legt die Wirtschaftsjournalistin Chrystia Freeland außergewöhnlich überzeugend dar. In mehr als zwei Jahrzehnten Recherche hat sie eine immense Fülle von Informationen zusammengetragen, auf deren Basis sie jenseits jeglicher klassenkämpferischen Ambitionen eine harte, faktenbasierte Kritik dieser Entwicklung formuliert. So ist das Buch gleichzeitig Elitenpsychogramm, Wirtschaftsgeschichte und Grundkurs in Ökonomie und Politik. Auch wenn der Ausblick am Ende eher pessimistisch ausfällt: getAbstract empfiehlt das Buch jedem politisch Interessierten, weil es auf angenehm nüchterne und unideologische Weise darlegt, dass Staaten und Gesellschaften langfristig nicht auf Egoismus, Spaltung und rigoroser Interessendurchsetzung einer kleinen, reichen Oberschicht aufbauen können. go to Abstract

Über die Autorin

Chrystia Freeland ist Redakteurin bei Thomson Reuters Digital und ehemalige stellvertretende Herausgeberin der Financial Times. Außerdem schrieb sie für den Economist, die International Herald Tribune und die Washington Post.

Wirtschaftsdienst exklusiv – Europawahl: Demokratische Legitimität verbessern?

12. April 2014 Kommentare aus

Vor der Wahl zum Europäischen Parlament im Mai 2014 macht sich Sorge breit. Werden die Wahlberechtigten tatsächlich ihr Stimmrecht wahrnehmen? Werden sie es nutzen, um ihr Unbehagen an der EU durch Stimmen für EU-kritische Parteien zum Ausdruck zu bringen? Was wurde bisher getan, um die demokratische Legitimität zu stärken? Und wie sind diese Aktionen zu bewerten? Dazu diskutieren im aktuellen Zeitgespräch renommierte Ökonomen, Politologen und Juristen.

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Wolfgang Streeck: Gekaufte Zeit. Die vertagte Krise des demokratischen Kapitalismus

23. März 2014 Kommentare aus

Gekaufte-zeitWie der Untertitel des Buches schon nahelegt, handelt es sich bei Gekaufte Zeit um pure Kapitalismuskritik. Wolfgang Streeck schickt seinen Ausführungen denn auch die Bemerkung vorweg, dass man ohne einige auf Karl Marx zurückgehende Schlüsselbegriffe die aktuellen Entwicklungen gar nicht verstehen könne. Den Großteil des Werks machen Bestandsaufnahme und Analyse aus. Die Finanz- und Staatsschuldenkrise der Jahre um 2010 erscheint als vorerst letzter Akt der neoliberalen Entwicklung, die bereits in den 1970er-Jahren begann. Die Institution EU wird als undemokratische Vollenderin genau dieser Entwicklung entlarvt. Am Ende bietet Streeck zwar auch einen Lösungsvorschlag für die Krise – nämlich den Rückbau der Europäischen Währungsunion –, den er selbst allerdings schon im Vorwort als nicht sehr realistisch einstuft. Lob gebührt Streecks klarer Sprache und seiner einleuchtend aufgebauten Analyse der Ursachen für die gegenwärtige Situation. getAbstract empfiehlt das Buch allen, die sich für eine soziologisch fundierte Darstellung der Krise des Kapitalismus interessieren.
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Über den Autor

Wolfgang Streeck ist Direktor am Max-Planck-Institut für Gesellschaftsforschung und Professor für Soziologie an der Universität Köln. Er ist unter anderem Mitglied der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften.

Wirtschaftsdienst exklusiv – Ökonomen als Ratgeber

13. März 2014 Kommentare aus

Die Wirtschafts- und Finanzkrise hat es der Öffentlichkeit vor Augen geführt: Der Rat von Experten ist dringend erforderlich. Aber sind die wirtschaftswissenschaftlichen Fachleute überhaupt fähig, die Politik zu beraten? Welche Ökonomen fanden in Politik und Medien Gehör? Was müsste bei dieser Kommunikation besser werden? Diesen Fragen widmen sich Justus Haucap und Tobias Thomas im aktuellen Wirtschaftsdienst.

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Anat Admati und Martin Hellwig: Des Bankers neue Kleider – Was bei Banken wirklich schiefläuft und was sich ändern muss

22. Februar 2014 2 Kommentare

Des Bankers neue Kleider Die Empörung der Autoren über die Zustände in der Finanzwirtschaft gut sechs Jahre nach dem Ausbruch der Finanzkrise ist groß: Nie konnten Banken sich billiger verschulden als heute, und schon drehen sie wieder am ganz großen Rad. Nach dem Motto: Bei Schwarz gewinnt die Bank, bei Rot verliert der Steuerzahler. Anat Admati und Martin Hellwig entlarven die Argumente der Banker gegen eine schärfere Regulierung als substanzlos und fordern die Erhöhung des erforderlichen echten Eigenkapitals auf 20 bis 30 Prozent. Bei den Betroffenen dürfte das akute Schnappatmung auslösen – würde es doch das Ende der märchenhaften Geldvermehrung einläuten. Uns allen aber könnte ein Revival der alten, konservativen Kleider der Banker jede Menge böse Überraschungen ersparen. getAbstract legt dieses aufschlussreiche Werk Finanzprofis wie auch Finanzbanausen ans Herz. Prädikat: höchst lesenswert.
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Über die Autoren

Anat Admati ist Professorin für Finanzwirtschaft an der Stanford University und Mitglied des Systemic Resolution Committee der Einlagensicherungsbehörde der USA.
Martin Hellwig ist Direktor am Max-Planck-Institut zur Erforschung von Gemeinschaftsgütern. Zudem ist er als Berater des Europäischen Ausschusses für Systemrisiken in Frankfurt tätig.

Wirtschaftsdienst exklusiv – Effiziente Familienpolitik?

18. Februar 2014 Kommentare aus

Die Kindertagesbetreuung und das Elterngeld sollen verbessert werden. Das plant die Große Koalition. Wie dies zu bewerten ist und was die Familienpolitik tatsächlich effizienter macht, diskutieren in der aktuellen Ausgabe des Wirtschaftsdienst familienpolitische Experten von DIW, ZEW, ifo Institut und der Universität Bochum.  Weiterlesen…

Wirtschaftsdienst exklusiv – Makroökonomische Folgen des Koalitionsvertrags

13. Januar 2014 Kommentare aus

Die große Koalition hat ihre Arbeit begonnen. Sie hat viel vor, doch können die vereinbarten Ziele wirklich erreicht werden? Um wie viel werden die Investitionsausgaben tatsächlich erhöht? Welche makroökonomischen Wirkungen haben Mindestlohn, Mütterrente und Rente mit 63? Diesen Fragen geht Sebastian Dullien in der aktuellen Ausgabe des Wirtschaftsdienst nach.

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Wirtschaftsdienst exklusiv – Sollten Zentralbanken unabhängig sein?

13. Januar 2014 1 Kommentar

Die Unabhängigkeit von Zentralbanken war nicht schon immer ein institutionelles Dogma – wie man heute meinen könnte. Der Status hat sich historisch entwickelt und die deutsche Bundesbank hat dabei eine Vorreiterrolle gespielt. Wie es dazu kam, welche Grundsätze zu beachten sind und warum das Dogma neuerdings in Zweifel gezogen wird, diskutiert Stefan Schäfer in der aktuellen Ausgabe des Wirtschaftsdienst.
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Buchvorstellung: Daniel Stelter: Die Billionen-Schuldenbombe – Wie die Krise begann und warum sie noch lange nicht zu Ende ist

20. Dezember 2013 Kommentare aus

die-billionen-schuldenbombe-stelter-de-20091 Die Schulden der Staaten, der privaten Haushalte und der Unternehmen in der westlichen Welt wachsen schneller als die Wirtschaft. Wenn es so weitergeht, droht die Insolvenz. Als mögliche Lösungen skizziert Daniel Stelter unter anderem Inflation und Schuldenschnitt, was besonders den Sparern nicht gefallen wird. Stelter betont, dass jeder Tag zählt: Mit detaillierten Fakten zeigt er, dass es nur schmerzhafter wird, je länger man die unausweichlichen Maßnahmen hinauszögert. Er spannt den Bogen vom Anbeginn des Geldes bis zur aktuellen Eurokrise und lässt dabei kaum einen Blickwinkel aus. Die Komplexität des Themas bringt die eine oder andere Wiederholung mit sich. Hinzu kommt, dass die skizzierten Lösungswege nicht neu sind und für die Politik nur Ausgangspunkte sein können. Es ist aber die vielschichtige Darstellung der Verzahnung von Staat, Notenbanken und dem privaten Sektor, die dieses Buch lesenswert macht. getAbstract empfiehlt es allen Bürgern, Sparern und Volksvertretern.
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Über den Autor

Daniel Stelter ist Managing Director und Mitglied des internationalen Executive Committee der Boston Consulting Group. Für dieses Buch erhielt er Unterstützung von Veit Etzold, Ralf Berger und Dirk Schilder. Für sein Werk Vor der Krise ist nach dem Aufschwung wurden er und sein Koautor mit dem getAbstract International Book Award 2010 ausgezeichnet.

Wirtschaftsdienst exklusiv – Wettbewerb wirtschaftspolitischer Modelle in der Europäischen Union

20. Dezember 2013 Kommentare aus

Planiert die Brüsseler Bürokratie die von den einzelnen Nationen geschätzten ganz eigenen Wirtschaftsmodelle? Gibt es in der Eurokrise einen Trend in Richtung auf eine Zentralisierung und einen Harmonisierungszwang? Die Gefahr, dass die Vielfalt der Wirtschaftsstile und der wirtschaftspolitischen Ansätze verloren geht, diskutierten die Autoren im Rahmen einer Panelsitzung, die der Wirtschaftsdienst  für die Jahrestagung des Vereins für Socialpolitik 2013 organisierte. In der aktuellen Ausgabe dokumentiert das Zeitgespräch die Beiträge von Bertram Schefold, Theresia Theurl und Gebhard Kirchgässner.
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