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Archive for the ‘Exklusiv’ Category

Thomas Piketty: Das Kapital im 21. Jahrhundert

DasKapital „Eine Milliarde hier, eine Milliarde da – und bald läppert sich das zu richtigem Geld zusammen.“ In den 1960er-Jahren hatte US-Senator Everett Dirksen mit diesem Spruch noch die Lacher auf seiner Seite. Amerikanische Vorstandschefs verdienten da im Schnitt 20-mal mehr als ihre Mitarbeiter. Heute streichen sie 277-mal so viel ein. Und das oberste reichste Prozent der Menschheit besitzt heute die Hälfte aller Vermögen. Für Thomas Piketty hört der Spaß hier auf. Beim Studium von Datensätzen aus zwei Jahrhunderten ist er auf ein ökonomisches Gesetz gestoßen: Immer wenn Kapital mehr einbringt als Arbeit, wachsen die Vermögen in den Himmel. Sein Vorschlag einer globalen progressiven Kapitalsteuer wird zwar von vielen als utopisch belächelt. Doch es fragt sich: Wie lange noch? getAbstract legt dieses verständlich geschriebene Monumentalwerk allen ans Herz, die wissen möchten, wo sich die Milliarden im 21. Jahrhundert zusammenläppern. go to abstract

Über den Autor
Thomas Piketty ist Professor an der Paris School of Economics. Er forscht zu den Themen Einkommensverteilung, Vermögensverteilung und soziale Ungleichheit.

Wirtschaftsdienst exklusiv – Ungleiche Einkommensverteilung?

Das Buch von Thomas Piketty hat das Thema der Einkommens- und Vermögensverteilung schlagartig wieder in das Bewusstsein der Öffentlichkeit gerückt. Ist die Verteilung in Deutschland ungerecht? Oder ist eine ungleiche Verteilung für mehr Wachstum nötig? Wie wirken Einkommensdisparitäten auf den Zusammenhalt der Gesellschaft? Und welche Bedeutung hat die soziale Mobilität? Dazu diskutieren im aktuellen Zeitgespräch Wissenschaftler verschiedener Wirtschaftsforschungsinstitute und Universitäten.  Weiterlesen…

G. Soros & G. P. Schmitz: Wetten auf Europa – Warum Deutschland den Euro retten muss, um sich selbst zu retten

22. September 2014 Kommentare aus

WettenMan muss George Soros, den steinreichen Spekulanten und Profiteur des bestehenden Wirtschaftssystems, nicht mögen. Aber seine Äußerungen zur Eurokrise sollte man allein deshalb nicht einfach beiseiteschieben, weil er offen anspricht, was in der hiesigen Politik und Presse sonst nur wenig diskutiert wird: den bedeutenden Beitrag Deutschlands zur Nichtlösung der Krise. Soros wird interviewt von Spiegel-Redakteur Gregor Peter Schmitz, dessen Einleitungen zu den vier Gesprächsteilen aber nur schwer eine eigene, nachvollziehbare Argumentationslinie erkennen lassen; sie sind zum großen Teil eine Collage aus Presseartikeln und Äußerungen von Politikern. getAbstract empfiehlt das Buch allen Europa-Interessierten, die mit einem proeuropäisch orientierten Soros über den Tellerrand der deutschen Mainstream-Meinung hinausschauen möchten und ihre Hoffnung auf eine EU jenseits von Austeritätspolitik und nationalem Denken noch nicht aufgegeben haben. go to abstract

Über die Autoren
George Soros ist Finanzinvestor, Vorsitzender des Quantum Funds, Autor und Gründer der Open Society Foundation. Gregor Peter Schmitz ist EU-Korrespondent des Spiegels in Brüssel und ehemaliger Leiter des Brüsseler Büros der Bertelsmann Stiftung.

Wirtschaftsdienst exklusiv – Staatsbankrott möglich?

15. September 2014 1 Kommentar

Medien, Wissenschaft und auch die Politik meinten nach der Finanzkrise, dass Staaten insolvent werden könnten. Bloß was bedeutet das? Können Staaten wie Unternehmen beurteilt werden? Gibt es eine maximale Grenze für die Staatsverschuldung? Was hat wirklich zu der prekären Situation in den Euro-Krisenländern geführt? Und was sollte getan werden, um die Lage zu stabilisieren? Diesen Fragen geht Johannes Schmidt in seinem Aufsatz in der aktuellen Ausgabe des Wirtschaftsdienst nach.
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Al Gore: Die Zukunft – Sechs Kräfte, die unsere Welt verändern

1. September 2014 2 Kommentare

AlgoreEine Mammutaufgabe, der sich Al Gore da verschrieben hat. Schon viele Autoren sind am Vorhaben, einen Blick in die Zukunft der Menschheit zu werfen, gescheitert. Doch der ehemalige amerikanische Vizepräsident meistert diese Herausforderung hervorragend. Nüchtern und klar präsentiert Gore unzählige Fakten über die Strömungen, in denen  sich die Menschheit zurzeit bewegt. Wirklich interessant werden die Ausführungen durch Gores Fähigkeit, Verbindungen zu ziehen und Zusammenhänge aufzuzeigen. Der Kämpfer gegen den Klimawandel versteht es, das große Ganze zu sehen und es auch noch spannend darzustellen. Allerdings können die auf nahezu 500 Seiten zusammengetragenen Fakten (und der 120-seitige Anhang) auf den Leser auch erschlagend wirken und ihm das Gefühl geben, auf sich allein gestellt zu sein. Denn konkrete Antworten dazu, wie das von Gore geforderte Umdenken vollzogen werden kann, legt auch er nicht vor. getAbstract empfiehlt dieses Buch allen, die sich als Teil des Ökosystems Erde verstehen und Verantwortung für eine nachhaltige Zukunft übernehmen wollen, besonders allen Verantwortlichen in Wirtschaft und Politik. go to Abstract

Über den Autor
Al Gore ist ehemaliger Vizepräsident der USA und seit seiner Niederlage in den Präsidentschaftswahlen 2000 ein engagierter Kämpfer gegen den Klimawandel und für den Schutz der Umwelt. Im Jahr 2007 erhielt er für sein umweltpolitisches Engagement den Friedensnobelpreis. Zudem wurde ihm für seinen Film über die Gefahren des Klimawandels, Eine unbequeme Wahrheit, ein Oscar verliehen.

Wirtschaftsdienst exklusiv – Ökonomische Nachteile für Mütter reduzieren! Väter beteiligen!

11. August 2014 Kommentare aus

Die meisten jungen Väter und Mütter in Deutschland wünschen sich eine gleichberechtigte(re) Teilhabe beider Partner in der Erwerbs- und Familienarbeit. Die gelebte Arbeitsteilung vieler Paare sieht jedoch oft anders aus. Nun plant die Bundesregierung mit dem ElterngeldPlus und dem Partnerschaftsbonus eine gleichmäßigere Aufteilung der Aufgaben zwischen den Geschlechtern zu stimulieren. Die Hamburger Wissenschaftlerinnen Miriam Beblo und Christina Boll stellen in der aktuellen Ausgabe des Wirtschaftsdienst die Probleme dar und untersuchen, ob dies gelingen kann.
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David Pilling: Japan – eine Wirtschaftsmacht erfindet sich neu

30. Juli 2014 Kommentare aus

Pilling_Japan_U1.inddNach seiner Niederlage im Zweiten Weltkrieg entwickelte sich Japan in atemberaubendem Tempo zu einer der stärksten Wirtschaftsmächte. Doch seit Mitte der 1990er-Jahre scheint dieser Schwung gebremst, von „verlorenen Jahrzehnten“ ist die Rede. Erstaunlicherweise könnte sich aber gerade die Dreifachkatastrophe vom März 2011 – Erdbeben, Tsunami und Nukleardesaster in Fukushima – als Wendepunkt herausstellen und Japan wieder nach vorne bringen, so Journalist und Japankenner David Pilling. Denn schon öfter in seiner Geschichte hat Japan sich in schwierigen Situationen neu erfunden, um anschließend stärker als zuvor dazustehen. Diese These ist für die Vergangenheit  plausibel – aber auch für die Zukunft? Pilling bleibt eindeutige Aussagen oft schuldig, er bemüht sich um Ausgewogenheit und präsentiert zu fast jeder Meinung auch die gegenteilige Ansicht. Außerdem zeigt sich, dass Japan angesichts der großen Herausforderungen – steigende Staatsverschuldung, Überalterung, überlastete Rentensysteme – auch nur die gängigen Mainstream-Reformrezepte wie weniger Staat und mehr privates Engagement anwendet, ohne dass der Autor dies kritisch hinterfragt. Dennoch empfiehlt getAbstract das Buch wegen seiner atmosphärischen Beschreibung eines bekannten und doch so fremden Landes. go to Abstract

Über den Autor
David Pilling ist Journalist und Asienredakteur der Financial Times in Hongkong. Von 2001 bis 2008 berichtete er als Auslandskorrespondent der Zeitung in Tokio über Japan.

 

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