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Wirtschaftsdienst exklusiv – Wie viel Bank braucht der Mensch?
Diese Woche verabschiedet der Bundestag gleich im Paket und Schnellverfahren die Finanzmarktreformen, die Finanzminister Wolfgang Schäuble im März vorgestellt hatte. Darunter auch das Trennbankengesetz. Dabei deutet eine Menge darauf hin, dass keine dieser Reformen tatsächlich künftige große Finanzkrisen verhindern würde. Was den Kern der Instabilität – die enorme Prozyklizität und den Herdentrieb der Finanzmärkte – beheben würde , beschreibt Thomas Fricke in der analytischen Kurzfassung seines Buchs “Wie viel Bank braucht der Mensch” im neuen Wirtschaftsdienst. Zu lesen vorab hier: WDMai2013BankenausstiegFricke. Eine Lesung in Hamburg folgt am 11. Juni.
Wirtschaftsdienst exklusiv – Warum der deutsche Anleger anders ist
Haben die konservativ orientierten deutschen Anleger am Ende gut getan, sich gar nicht erst für riskantere Finanzgeschäfte zu interessieren? Oder könnte es doch ein bisschen mehr Risikofreude sein? Der Frage geht der Soziologe Rolf von Lüde in einem Beitrag für das neue Heft des Wirtschaftsdiensts nach. Wie immer exklusiv vorab im WirtschaftsWunder: WDMai2013vonLüde.
Buchvorstellung: Fred Pearce: Land Grabbing – Der globale Kampf um Grund und Boden (2012)
Stellen Sie sich vor, ein Unternehmer würde an der Haustür klingeln und Ihnen mitteilen, die Regierung habe Ihr Haus und Ihren Garten konfisziert, damit er dort Mais anbauen könne. Außerdem habe man den Stadtwald gesperrt, um ihn in ein Wildreservat für zahlende Gäste zu verwandeln. Unvorstellbar? Für Millionen Menschen weltweit ist dieses Szenario bittere Realität. Fred Pearce ist ein Jahr lang um den Globus gereist und hat die Opfer dieses beispiellosen Landraubs besucht, ebenso wie Spekulanten und Investoren, missionarische Eiferer, idealistische Weltverbesserer und pragmatische Großlandwirte. Der Autor gibt dem Argument, nur die industrielle Landwirtschaft könne die Menschheit vor der drohenden Nahrungsmittelknappheit bewahren, eine faire Chance – und entlarvt es als Feigenblatt für profitgierige Konzerne und korrupte Regierungen. getAbstract legt das Buch allen ans Herz, die sich in Umwelt-, Ernährungs- und Entwicklungsfragen nicht allein auf das freie Spiel der Märkte verlassen möchten.
Über den Autor
Fred Pearce ist Umweltberater des Magazins New Scientist und schreibt als Wissenschaftsjournalist für renommierte Medien über Umwelt- und Entwicklungsfragen. 2001 wurde er zum britischen Umweltjournalisten des Jahres gewählt, 2011 wurde er für sein Gesamtwerk ausgezeichnet.
Wirtschaftsdienst exklusiv –
Vor ein paar Jahren noch großes Tabu, jetzt wird sie eingeführt, zumindest etwas: die Finanztransaktionssteuer. Im neuen “Wirtschaftsdienst” gibt Michael Heinrich einen Überblick über die Geschichte der Steuer. Er beschreibt die möglichen Gestaltungsparameter Bemessungsgrundlage und Besteuerungsort. Und nach seiner Einschätzung sind die Wachstumseinbußen durch die vermeintlich verzerrende Wirkung der Steuer sehr gering. Hier ist der Text: WDApril2013Heinrich
Buchvorstellung: Hans-Werner Sinn: Die Target-Falle – Gefahren für unser Geld und unsere Kinder (2012)
Die üblichen Refinanzierungskredite sind – von Bundesbank und Politik nahezu unbemerkt – verdrängt worden: durch so genannte Target-Forderungen. Der renommierte Wirtschaftswissenschaftler Hans-Werner Sinn sieht in diesem Phänomen den Hauptgrund der Krise.
Er beschreibt die Target-Kredite als reine Geldschöpfungskredite zu niedrigen Zinsen, die einer Lösung im Weg stehen. Sinn kritisiert die mangelnde demokratische Legitimation des EZB-Rats, auf dessen Initiative die Target-Kredite zurückgehen, und stellt die Funktionsweise des Europäischen Währungssystems infrage. Er bietet eine ausführliche Analyse der Finanzlage, stellt verschiedene Austrittsszenarien vor und zeigt Wege zur Eindämmung der Krise. Ein gut lesbares Buch, das wichtige finanzpolitische Zusammenhänge aufzeigt, erklärt und empirisch belegt – wenngleich nicht verschwiegen werden darf, dass andere Ökonomen Sinn heftig widersprechen und das Target-Problem für ein aufgebauschtes halten. getAbstract empfiehlt das Buch allen, die sich mit der Lage der europäischen Wirtschafts- und Währungsunion auseinandersetzen wollen.
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Über den Autor
Hans-Werner Sinn ist Präsident des Ifo Instituts für Wirtschaftsforschung und Ordinarius an der LMU München. Der renommierte Ökonom hat u. a. die Bestseller Das grüne Paradoxon und Ist Deutschland noch zu retten? geschrieben.
Joseph Stiglitz: Der Preis der Ungleichheit – Wie die Spaltung der Gesellschaft unsere Zukunft bedroht (2012)
Dieses Buch ist für jeden ein Muss. Denn die Probleme der USA sind auch die Probleme der anderen Industrienationen. Wenn man sie nicht versteht und nicht handelt, könnten die Folgen der wachsenden Ungleichheit in den USA alle führenden Volkswirtschaften mit in den Abgrund reißen. Nobelpreisträger Joseph Stiglitz ist seinem Ruf als Ökonom mit sozialem Gewissen wieder einmal gerecht geworden. Sehr detailliert beschreibt er die dramatische Misere der amerikanischen Gesellschaft. Auch seine heftigsten Kritiker werden nicht an der Tatsache vorbeikommen, dass die US-Demokratie in die Hände der Finanzbranche gefallen ist. Stiglitz hält den USA, aber auch uns allen, schonungslos den Spiegel vor. getAbstract empfiehlt dieses Buch allen, die die Entwicklungen in den USA verstehen möchten und die wissen wollen, wie wir einen Ausweg finden können.
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Über den Autor
Joseph Stiglitz lehrt als Professor für Volkswirtschaftslehre an der Columbia University in New York. Der ehemalige Wirtschaftsberater der Clinton-Regierung, Ex-Chefvolkswirt der Weltbank und Nobelpreisträger ist ein weltweit führender Experte zu den Themen Ökonomie, Politik und Gesellschaft. Er ist auch Autor der Bücher Die Schatten der Globalisierung und Die Chancen der Globalisierung.
Wirtschaftsdienst exklusiv – Nahrungssicherheit und Agrarspekulation
Als deutsche Banken im vergangenen Jahr wegen Agrarspekulationen in der Kritik standen, reagierte die Commerzbank mit dem Rückzug aus den Geschäften. Die Deutsche Bank hingegen ließ sich von den Vorwürfen, Lebensmittelpreise in die Höhe zu treiben und Hungersnöte zu verschärfen, nicht beirren. Zuletzt äußerte sich Ilse Aigner missbilligend zur anhaltenden Aktivität der Deutschen Bank auf Agrarrohstoffmärkten und nannte sie verantwortungslos. Nun relativiert ein Diskussionspapier, das im aktuellen Wirtschaftsdienst zu lesen ist, diese Vorwürfe und heizt die Debatte neu an. Weiterlesen…
Robert J. Shiller: Märkte für Menschen – So schaffen wir ein besseres Finanzsystem
Robert J. Shiller schmiert Balsam auf die geschundenen Seelen der Banker und Manager, Finanztechniker und Regulierer: Die Forderung, dass die Verantwortlichen für die Krise ins Gefängnis gehören, ist für ihn eine „fixe Idee“; Praktiken, die das weltweite Finanzwesen an den Rand des Zusammenbruchs brachten, hält er für „grobe Schnitzer“, die sich korrigieren lassen. Gemäß seinem Hohelied des Finanzkapitalismus ist alles gut und wird noch besser werden, sofern wir nicht auf das unaufgeklärte Demonstrantenvolk, sondern auf die Visionäre hören. Shiller argumentiert durchaus auch branchenkritisch und schlägt jede Menge Verbesserungen vor, fordert aber konsequenterweise nicht weniger, sondern mehr komplexe finanzielle Absicherungssysteme gegen Risiken aller Art. Seine Stoßrichtung, dass der Finanzkapitalismus dazu dienen soll, den Wohlstand zu mehren und gerecht zu verteilen, in allen Ehren – aber glaubt jemand ernsthaft daran, dass die Akteure im Finanzwesen aus diesen hehren Gründen ihrer Tätigkeit nachgehen?
getAbstract ist angesichts Shillers Brillanz erstaunt über die Naivität dieser Annahme, empfiehlt das Buch aber trotzdem allen, die wissen wollen, welchen gesellschaftlichen Nutzen Finanzinnovationen und Finanzspekulanten in einer idealen Welt haben könnten. [weiter]
Über den Autor
Robert J. Shiller ist Professor für Wirtschaftswissenschaften an der Yale University und Autor zahlreicher Sachbücher, darunter Irrationaler Überschwang und Animal Spirits.
Wirtschaftsdienst exklusiv – Erwartungen der Wirtschaft
Die Hauptgeschäftsführer der wichtigsten deutschen Industrieverbände melden sich zu Wort. Im aktuellen Wirtschaftsdienst kann man ihre Prognosen für das Geschäftsjahr 2013 nachlesen. Weiterlesen…
Lehrmeister: Abhijit V. Banerjee und Esther Duflo – Poor Economics
Armut ist eines der größten Probleme unserer Zeit und scheint sich weltweit auszubreiten. Viele Menschen halten den Kampf gegen die Armut für nahezu aussichtslos. Ein Hauptanliegen dieses Buches ist es, die Sache einmal anders zu betrachten, nämlich als ein Bündel von Problemen, die man nach und nach lösen kann, sobald man sie verstanden hat.
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Wirtschaftsdienst exklusiv – Stabile Allokationen und Matching-Märkte
Für ihre Theorie stabiler Verteilungen und ihre Forschung zum Marktdesign erhielten Lloyd Shapley und Alvin Roth im Oktober den Wirtschaftsnobelpreis. Dies nimmt Dorothea Kübler, Direktorin am Wissenschaftszentrum für Sozialforschung, zum Anlass, um sich im aktuellen Wirtschaftsdienst der vielgerühmten Arbeit der US-Ökonomen zu widmen. Weiterlesen…
Lehrmeister: Henrik Müller – Euro-Vision
Ist ein europäischer Superstaat die Loösung für die Krise der Eurozone? Nach Auffassung von Henrik Müller vom Manager Magazin ja. Für ihn ist eine Weiterentwicklung der Europäischen Wirtschafts- und Währungsunion eine unabdingbare Voraussetzung für die Wiederherstellung des Vertrauens der Finanzmärkte.
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Wirtschaftdienst exklusiv – Das Netzwerk deutscher Aufsichtsräte und Unternehmensvorstände
Ein Beitrag im aktuellen Wirtschaftsdienst präsentiert Ergebnisse einer statistischen Netzwerkanalyse zur Konzentration von ökonomischer Macht im deutschen Unternehmerbereich. Demnach existieren enge Verflechtungen von Akteuren in Aufsichtsräten und Vorständen. Eine Mandatsliste zeigt Ulrich Lehner an der Spitze der Personen im Kern der Konzernnetzwerke.
Lehrmeister: Loretta Napoleoni – China, der bessere Kapitalismus
China hat hierzulande ein negatives Image. Doch wenn man die Welt einmal durch die chinesische Brille betrachtet, sehen viele Dinge ganz anders aus. Loretta Napoleoni bietet einen erhellenden Perspektivwechsel: Sie erklärt die Erfolge und die positiven Aspekte des chinesischen Systems und legt die Defizite westlicher Gesellschaften offen – und das ebenso kenntnisreich wie fundiert.
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Wirtschaftsdienst exklusiv – Warum sich Deutschland der Rezession im Euroraum widersetzen kann
In einem Beitrag für den aktuellen Wirtschaftsdienst präsentieren Torsten Schmidt und Sebastian Breuer, stellvertretender Leiter und Mitarbeiter im Kompetenzbereich “Wachstum und Konjunktur” am Rheinisch-Westfälischen Institut für Wirtschaftsforschung in Essen, Einsichten aus Simulationen mit dem RWI-Mehrländermodell zur deutschen Konjunktur. Weiterlesen…



