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Archive for the ‘Exklusiv’ Category

G. Soros & G. P. Schmitz: Wetten auf Europa – Warum Deutschland den Euro retten muss, um sich selbst zu retten

WettenMan muss George Soros, den steinreichen Spekulanten und Profiteur des bestehenden Wirtschaftssystems, nicht mögen. Aber seine Äußerungen zur Eurokrise sollte man allein deshalb nicht einfach beiseiteschieben, weil er offen anspricht, was in der hiesigen Politik und Presse sonst nur wenig diskutiert wird: den bedeutenden Beitrag Deutschlands zur Nichtlösung der Krise. Soros wird interviewt von Spiegel-Redakteur Gregor Peter Schmitz, dessen Einleitungen zu den vier Gesprächsteilen aber nur schwer eine eigene, nachvollziehbare Argumentationslinie erkennen lassen; sie sind zum großen Teil eine Collage aus Presseartikeln und Äußerungen von Politikern. getAbstract empfiehlt das Buch allen Europa-Interessierten, die mit einem proeuropäisch orientierten Soros über den Tellerrand der deutschen Mainstream-Meinung hinausschauen möchten und ihre Hoffnung auf eine EU jenseits von Austeritätspolitik und nationalem Denken noch nicht aufgegeben haben. go to abstract

Über die Autoren
George Soros ist Finanzinvestor, Vorsitzender des Quantum Funds, Autor und Gründer der Open Society Foundation. Gregor Peter Schmitz ist EU-Korrespondent des Spiegels in Brüssel und ehemaliger Leiter des Brüsseler Büros der Bertelsmann Stiftung.

Wirtschaftsdienst exklusiv – Staatsbankrott möglich?

15. September 2014 1 Kommentar

Medien, Wissenschaft und auch die Politik meinten nach der Finanzkrise, dass Staaten insolvent werden könnten. Bloß was bedeutet das? Können Staaten wie Unternehmen beurteilt werden? Gibt es eine maximale Grenze für die Staatsverschuldung? Was hat wirklich zu der prekären Situation in den Euro-Krisenländern geführt? Und was sollte getan werden, um die Lage zu stabilisieren? Diesen Fragen geht Johannes Schmidt in seinem Aufsatz in der aktuellen Ausgabe des Wirtschaftsdienst nach.
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Al Gore: Die Zukunft – Sechs Kräfte, die unsere Welt verändern

1. September 2014 2 Kommentare

AlgoreEine Mammutaufgabe, der sich Al Gore da verschrieben hat. Schon viele Autoren sind am Vorhaben, einen Blick in die Zukunft der Menschheit zu werfen, gescheitert. Doch der ehemalige amerikanische Vizepräsident meistert diese Herausforderung hervorragend. Nüchtern und klar präsentiert Gore unzählige Fakten über die Strömungen, in denen  sich die Menschheit zurzeit bewegt. Wirklich interessant werden die Ausführungen durch Gores Fähigkeit, Verbindungen zu ziehen und Zusammenhänge aufzuzeigen. Der Kämpfer gegen den Klimawandel versteht es, das große Ganze zu sehen und es auch noch spannend darzustellen. Allerdings können die auf nahezu 500 Seiten zusammengetragenen Fakten (und der 120-seitige Anhang) auf den Leser auch erschlagend wirken und ihm das Gefühl geben, auf sich allein gestellt zu sein. Denn konkrete Antworten dazu, wie das von Gore geforderte Umdenken vollzogen werden kann, legt auch er nicht vor. getAbstract empfiehlt dieses Buch allen, die sich als Teil des Ökosystems Erde verstehen und Verantwortung für eine nachhaltige Zukunft übernehmen wollen, besonders allen Verantwortlichen in Wirtschaft und Politik. go to Abstract

Über den Autor
Al Gore ist ehemaliger Vizepräsident der USA und seit seiner Niederlage in den Präsidentschaftswahlen 2000 ein engagierter Kämpfer gegen den Klimawandel und für den Schutz der Umwelt. Im Jahr 2007 erhielt er für sein umweltpolitisches Engagement den Friedensnobelpreis. Zudem wurde ihm für seinen Film über die Gefahren des Klimawandels, Eine unbequeme Wahrheit, ein Oscar verliehen.

Wirtschaftsdienst exklusiv – Ökonomische Nachteile für Mütter reduzieren! Väter beteiligen!

11. August 2014 Kommentare aus

Die meisten jungen Väter und Mütter in Deutschland wünschen sich eine gleichberechtigte(re) Teilhabe beider Partner in der Erwerbs- und Familienarbeit. Die gelebte Arbeitsteilung vieler Paare sieht jedoch oft anders aus. Nun plant die Bundesregierung mit dem ElterngeldPlus und dem Partnerschaftsbonus eine gleichmäßigere Aufteilung der Aufgaben zwischen den Geschlechtern zu stimulieren. Die Hamburger Wissenschaftlerinnen Miriam Beblo und Christina Boll stellen in der aktuellen Ausgabe des Wirtschaftsdienst die Probleme dar und untersuchen, ob dies gelingen kann.
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David Pilling: Japan – eine Wirtschaftsmacht erfindet sich neu

30. Juli 2014 Kommentare aus

Pilling_Japan_U1.inddNach seiner Niederlage im Zweiten Weltkrieg entwickelte sich Japan in atemberaubendem Tempo zu einer der stärksten Wirtschaftsmächte. Doch seit Mitte der 1990er-Jahre scheint dieser Schwung gebremst, von „verlorenen Jahrzehnten“ ist die Rede. Erstaunlicherweise könnte sich aber gerade die Dreifachkatastrophe vom März 2011 – Erdbeben, Tsunami und Nukleardesaster in Fukushima – als Wendepunkt herausstellen und Japan wieder nach vorne bringen, so Journalist und Japankenner David Pilling. Denn schon öfter in seiner Geschichte hat Japan sich in schwierigen Situationen neu erfunden, um anschließend stärker als zuvor dazustehen. Diese These ist für die Vergangenheit  plausibel – aber auch für die Zukunft? Pilling bleibt eindeutige Aussagen oft schuldig, er bemüht sich um Ausgewogenheit und präsentiert zu fast jeder Meinung auch die gegenteilige Ansicht. Außerdem zeigt sich, dass Japan angesichts der großen Herausforderungen – steigende Staatsverschuldung, Überalterung, überlastete Rentensysteme – auch nur die gängigen Mainstream-Reformrezepte wie weniger Staat und mehr privates Engagement anwendet, ohne dass der Autor dies kritisch hinterfragt. Dennoch empfiehlt getAbstract das Buch wegen seiner atmosphärischen Beschreibung eines bekannten und doch so fremden Landes. go to Abstract

Über den Autor
David Pilling ist Journalist und Asienredakteur der Financial Times in Hongkong. Von 2001 bis 2008 berichtete er als Auslandskorrespondent der Zeitung in Tokio über Japan.

 

Wirtschaftsdienst exklusiv – Dauerkritik an der EZB

8. Juli 2014 Kommentare aus

Nach den EZB-Beschlüssen vom 5. Juni mit weiteren unkonventionellen Maßnahmen hat die schon seit langem vorgebrachte Kritik in Medien und Wissenschaft neuen Anlauf genommen. Beklagt wird, dass die EZB nicht darauf abzielt, die Preissteigerung zu bekämpfen, sondern die Konjunktur in den EU-Schuldnerländern an der Peripherie zu stimulieren. Diese Kritik findet Adalbert Winkler, Professor an der Frankfurt School of Finance & Management, falsch – wie er in seinem Aufsatz in der aktuellen Ausgabe des Wirtschaftsdienst darlegt.
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Hans-Werner Sinn: Gefangen im Euro

21. Juni 2014 Kommentare aus

Gefangen im EurogetAbstract: Der deutsche Starökonom Hans-Werner Sinn zeigt sich konsterniert: „Absurd“ findet er die Zeitungsmeldungen, die die vermeintliche Rettung des Eurosystems bejubeln, wo dieses doch an allen Ecken und Enden kranke, der deutsche Steuerzahler für den Schaden aufkommen müsse und der Sparer enteignet werde. Um die Zusammenhänge zu erklären, hat der Publizist Jens Schadendorf die Gespräche mit Sinn aufgezeichnet, woraus dieses – leider etwas unstrukturierte – Manifest entstanden ist. Sinn appelliert darin vor allem an die Politik, die bisher wenig Neigung zu den seiner Meinung nach notwendigen schmerzhaften Einschnitten zur dauerhaften Sanierung des Eurosystems gezeigt hat. Neue Ideen finden sich in dem Büchlein daher kaum. Kritikwürdig ist auch, dass Sinn die Bewältigung der Krise auf die für die Geberländer bequemsten Lösungen aufbaut. Die Analyse der Gründe der Krise und der Vorbedingungen für die „Vereinigten Staaten von Europa“ meistert er jedoch, wie gewohnt, exzellent. getAbstract empfiehlt dieses Buch allen, die sich für die Zukunft der Währungsunion interessieren. go to Abstract

 

Über den Autor
Hans-Werner Sinn ist Präsident des Ifo Instituts in München und Professor an der volkswirtschaftlichen Fakultät der Ludwig-Maximilians-Universität München. Von ihm stammen unter anderem die Titel Die Target-Falle, Kasino-Kapitalismus und Das Grüne Paradoxon.

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