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Archiv für die Kategorie ‘Gästeblock’

David Milleker – Tarifabschlüsse nähern sich wieder dem Verteilungsspielraum

Etwa seit dem Jahr 2005 bessern sich in Deutschland Lohn- und Konsumentwicklung. Keine besonders bemerkenswerte Leistung, wenn man sich daran erinnert, dass durch die vorherige Phase der Stagnation die Messlatte extrem niedrig liegt. Festzustellen ist zudem, dass die Konsum- der Lohnentwicklung deutlich vorausgeeilt ist. Das lässt sich an der rückläufigen Sparquote der privaten Haushalte ablesen. Wie lässt sich also die Gesamtentwicklung bewerten?
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David Milleker – Warum Deflationsrisiken in Prognosen gerne unterschätzt werden

4. März 2014 Kommentare aus

Wenn das Gespräch auf die aktuell niedrigen Inflationsraten im Euro-Raum und potenzielle Deflationsrisiken kommt, wird die Angst vor „japanischen Verhältnissen“ häufig als übertrieben abgetan, denn Japan sei ein historischer Sonderfall. Auch wird ins Feld geführt, dass stagnierende und fallende Preise „nur“ in den Peripheriestaaten anzutreffen sind.

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Fabian Fritzsche – Asien, Euro-Peripherie, Schwellenländer – The same procedure every few years

20. Februar 2014 1 Kommentar

Nachdem die globalen Wachstumshoffnungen in den letzten Jahren, in denen sowohl die USA als auch Europa taumelten, auf den Schwellenländern lagen, hat sich die Einschätzung in den vergangenen Monaten radikal verändert. Brasilien, Indien, Südafrika, Indonesien und die Türkei gelten mittlerweile nicht mehr als Wachstumsstützen, sondern werden als die „fragilen Fünf“ bezeichnet. Weiterlesen…

Holger Schmieding – Der Irrtum der Richter

14. Februar 2014 1 Kommentar

Die Einwände des Bundesverfassungsgerichts gegen die Politik der EZB sind nicht stichhaltig. Sie zeigen ein Verständnis von Geldpolitik, das als wissenschaftlich überholt und durch die Ereignisse widerlegt gelten kann. Weiterlesen…

Jens Bastian – Kassandrarufe und Erfolgsmeldungen aus Griechenland

10. Februar 2014 1 Kommentar

Wer sich zu Anfang des Jahres in Griechenland darum bemüht, ein realistisches Bild von der wirtschaftlichen Situation und deren Perspektiven für 2014 zu zeichnen, riskiert entweder unter Kassandraverdacht zu geraten, oder als Weichspüler der wahren Probleme und Herausforderungen des Landes zu gelten. Weiterlesen…

David Milleker – Grenzüberschreitendes Bankgeschäft und internationale Ansteckung

7. Februar 2014 Kommentare aus

Die jüngsten Verwerfungen vieler Schwellenländerwährungen rücken erneut die Gefahren internationaler Zahlungsströme für einzelne Volkswirtschaften in den Vordergrund. Als Ansteckungskanal könnten sie andere Länder in einem Ausmaß und einer Breitenwirkung infizieren, die deutlich über das hinausgeht, was traditionelle Ansätze der Verflechtung von Volkswirtschaften über internationale Handelsbeziehungen erwarten lassen. Gegenwärtig scheinen wir am Beginn einer dritten Welle eines Prozesses zu stehen, den man als
Deglobalisierung des Finanzsystems bezeichnen könnte.

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Fabian Fritzsche – Eurozone wird Japan 2.0

25. Januar 2014 1 Kommentar

Zum Jahreswechsel erfreuen sich Rückblicke und Vergleiche allgemein großer Beliebtheit und der 100. Jahrestag des Beginns des Ersten Weltkrieges (ver-)führte offenbar zu Vergleichen der Situation 1913/14 kurz vor Ausbruch des Krieges mit der aktuellen Situation der Eurozone. Sicherlich findet man bei genauem Hinsehen einige Gemeinsamkeiten, doch ohne diesen speziellen Jahrestag wäre wohl niemand auf die Suche nach Parallelen zwischen 2014 und 1914 gegangen. Weiterlesen…

David Milleker – Meine elf Jahre mit Ben Bernanke

Ende Januar 2014 tritt Ben Bernanke als Chef der US-Notenbank ab. Bevor er im Februar 2006 dort den Chefposten übernahm, hatte er schon von 2002 bis 2005 als Mitglied im Offenmarktausschuss an der US-Geldpolitik mitgewirkt. Rückblicke auf Amtszeiten sind eigentlich Routine. Für mich hat dieser dennoch eine stark persönliche Note, da Bernanke beinahe meine gesamte Zeit als Konjunkturökonom (seit 2001) durch intellektuelle Anregungen und praktisch geprägt hat.

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Holger Schmieding – Mit Zuversicht ins Jahr 2014

Nach einem erfolgreichen Jahr 2013 blicken wir mit relativ großer Zuversicht in die Zukunft. Auch in den vergangenen zwölf Monaten ist keine der großen Katastrophen eingetreten, die manche Kassandren der Märkte immer wieder heraufbeschworen hatten. Die US-Wirtschaft ist nicht an einer Fiskalklippe zerschellt, Chinas Konjunktur hat keine Bruchlandung hingelegt, der Euro ist nicht geplatzt und von einer echten Inflation ist in der westlichen Welt keine Spur zu entdecken.

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Jens Bastian – Athen 2014

Seit Anfang des Jahres hat Griechenland die EU-Ratspräsidentschaft für sechs Monate übernommen. Was für Risiken und Möglichkeiten birgt dies für das Land?

Zuletzt hatte Griechenland die Ratspräsidentschaft vor einer Dekade inne. Die Ausgangsbedingungen waren damals völlig andere, getragen von teurem EU-Gipfeltourismus in Athen, Saloniki und auf Rhodos. Ebenso waren die inhaltlichen Schwerpunkte von einem außenpolitischen Optimismus gekennzeichnet, der sich vornehmlich auf die diplomatische Stärke Griechenlands auf dem westlichen Balkan konzentrierte. Ein Beitritt sämtlicher Nachbarstaaten bis 2014 wurde ehedem als zentrales Politikziel formuliert. Weiterlesen…

Jens Bastian – Erzwungener Rückzug aus Südosteuropa für griechische Banken?

16. Dezember 2013 Kommentare aus

Zu Beginn des Jahres wurden die vier systemrelevanten Banken in Griechenland – National Bank of Greece (NBG), Alpha Bank, Piraeus Bank und Eurobank – umfassend rekapitalisiert. Die dazu notwendigen Mittel in Höhe von 41 Milliarden Euro wurden dem Hellenic Financial Stability Fund (HFSF) durch den European Stability Mechanism (ESM) zur Verfügung gestellt. Weiterlesen…

David Milleker – Quo vadis China?

4. Dezember 2013 Kommentare aus

Mitte November fand die dritte Plenarsitzung der Kommunistischen Partei Chinas statt, wobei bis Ende der Dekade weitreichende Reformen insbesondere für die Staatsunternehmen und die Finanzierung der Lokalregierungen angekündigt wurden. Zwar können wir hier nicht im Detail auf die Pläne eingehen, wollen aber zumindest kurz skizzieren, vor welchen enormen Herausforderungen China generell in seinem Entwicklungsprozess steht.

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Jens Bastian – Trendwende am griechischen Arbeitsmarkt?

18. November 2013 Kommentare aus

Nichts Neues am griechischen Arbeitsmarkt? Von wegen. Hier kommt die Auftaktanalyse von Jens Bastian, bis vor Kurzem in der Task Force for Greece der EU-Kommission – und von jetzt an regelmäßiger Gastautor im WirtschaftsWunder. Motto: was hinter den Klischees über die griechische Wirtschaft wirklich steckt. Weiterlesen…

Fabian Fritzsche – Die Kosten der Überschüsse

18. November 2013 2 Kommentare

Als Deutschland kürzlich erneut von USA und IWF für seine extrem hohen Leistungsbilanzüberschüsse kritisiert wurde,  setze wie auch schon bei ähnlicher Kritik in den letzten Jahren ein Sturm der Entrüstung los. Deutschland solle für seinen Erfolg bestraft werden, die Exporte künftig wohl über bürokratischen Erlass gedrosselt werden, so die schlimmsten Befürchtungen. Leider war im deutschen Sprachraum kaum sachlich begründete Kritik zu hören, Politik und Wirtschaftsverbände sprachen allenfalls von „völligem Unsinn“. Dabei scheint eine ganze Reihe von Missverständnissen weit verbreitet, etwa dass Deutschland schon immer Überschüsse erzielt habe und dass diese nun über weniger Exporte verringert werden sollen. Insbesondere jedoch scheint es in Deutschland kaum Zweifel hinsichtlich der Vorteilhaftigkeit der Überschüsse zu geben.

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David Milleker – Abenomics: Eine Zwischenbilanz

5. November 2013 3 Kommentare

Vor einem knappen Jahr kam Shinzo Abe zurück auf die Bühne der japanischen Politik mit dem Versprechen, die japanische Wirtschaft mit einem revolutionären Programm aus expansiven Fiskalmaßnahmen, expansiver Geldpolitik und Strukturreformen umzukrempeln. Seit seiner Amtseinführung kurz vor Weihnachten 2012 konnte er sein Programm Schritt für Schritt umsetzen. Er startete unmittelbar mit einem ambitionierten Konjunkturprogramm höherer öffentlicher Ausgaben. Im April 2013 berief er mit Haruhiko Kuroda einen neuen Chef an die Spitze der Bank of Japan, die sogleich ein höheres Inflationsziel und eine Verdoppelung der Zentralbankbilanz verkündete.

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