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Archive for the ‘Gästeblock’ Category

Fabian Fritzsche: Prozyklische Ratgeber

Wie erwartet haben die Wirtschaftsforschungsinstitute im ihrem Frühjahresgutachten die Prognose für das deutsche Wirtschaftswachstum für das laufende als auch das kommende Jahr deutlich nach oben angehoben. Angesichts des gesunkenen Ölpreises und der Euro-Abwertung war dies ebenso wenig eine Überraschung wie die erneuerte Kritik am Mindestlohn, der Mütterrente und der Rente mit 63. Weiterlesen…

David Milleker: Was steckt hinter der schwachen Lohnentwicklung in den USA?

Der US-Arbeitsmarkt hat sich unzweifelhaft deutlich verbessert. Die Arbeitslosenquote ist seit den Rekordständen des Jahres 2009 mit 10% deutlich in den „eher normalen“ Bereich von unter 6% zurückgekehrt. Die Quote der offenen Stellen notiert auf einem Boom-Niveau von 3,7%. In Umfragen beklagen sich Unternehmen über Schwierigkeiten, offene Stellen zu besetzen. Soweit die guten Neuigkeiten.

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Fabian Fritzsche: Griechisch-deutscher Sandkastenstreit

Seit bei den griechischen Parlamentswahlen Ende Januar die schlimmsten Befürchtungen Deutschlands wahr wurden und tatsächlich eine als linksradikal titulierte Partei gewonnen hat, vergeht nahezu kein Tag ohne Griechenland-Schlagzeile in den deutschen Medien. Auf den ersten Blick legt das schiere Volumen an Artikeln über Griechenland eine große Aufgeregtheit oder gar Angst vor einem Staatsbankrott, einem Auseinanderbrechen der Eurozone, Milliardenzahlungen für Deutschland nahe.  Weiterlesen…

Andre Wilkens – Die Grenzen von Digital

19. März 2015 Kommentare aus

metanalog-ist-das-neue-bio-3Zwischen Ende der 1940er bis Anfang der 1970er-Jahre erlebte die westliche Welt einen einzigartigen Wachstumsschub von durchschnittlichen 4,5 Prozent pro Jahr. In Deutschland (West) wuchs die Wirtschaft in dieser Zeit um jährlich 5 Prozent in Griechenland gar um durchschnittlich 6,2 Prozent. Es war die Zeit des Wirtschaftswunders. Man gewöhnte sich daran, dass es immer so weiter gehen würde, warum auch nicht?

Dieser 1972 stellte der Club of Rome unter Leitung von Dennis Meadow seine Studie „Die Grenzen des Wachstums“ vor, von der bis heute 30 Millionen Exemplare verkauft wurden. Die Studie hat eine Debatte angestoßen, die immer noch währt und gerade in den letzten Jahren wieder stärker geführt wird.

Es gibt unterschiedliche Auffassungen darüber, ob der Mensch ständiges Wachstum braucht, aber klar scheint mir, dass es immerwährendes Wachstum nicht gibt. Daran hat uns spätestens die große Finanzkrise seit 2008 erinnert. In Deutschland brach das Bruttoinlandsprodukt um 5 Prozent ein und hat sich davon erst vor kurzem erholt. Damit steht Deutschland in Europa noch sehr gut da, aber die USA und vor allem viele Schwellenländer haben die Finanzkrise viel schneller überwunden. 2014 hatte die Eurozone die Wirtschaftleistung von vor der Krise immer noch nicht erreicht.

Ähnlich wie Wissenschaftler 1972 auf einem Höhepunkt des wirtschaftlichen Wachstums fragten, ob es Wachstumsgrenzen gibt, stelle ich mir die Frage, ob es Grenzen von Digital gibt. Oder kann es gar sein, dass wir mit Digital diese ganze Wachstumsdebatte überwunden haben, dass wir sozusagen das Ende der Geschichte erreicht haben?

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Andre Wilkens ist Autor des gerade bei Metrolit Verlag erschienenen Buches “Analog ist das neue Bio”. Hier lesen Sie einen Auszug aus seinem Buch.

David Milleker: Sind die Inflationsziele der Zentralbanken in ihrer heutigen Form noch zeitgemäß?

In den letzten Jahren ist Geldpolitik nicht gerade einfacher geworden. Nullzinsschranke und unorthodoxe Maßnahmen sind da nur eine Seite. Auf der anderen Seite sind die Volkswirtschaften heute international vernetzter und damit auch offener für Einflüsse von außen als früher. Weiterlesen…

Fabian Fritzsche: Geldmengenwachstum im Vergleich

12. Februar 2015 2 Kommentare

Als EZB-Präsident Draghi am 22. Januar ein Anleihenkaufprogramm in Höhe von 60 Mrd. Euro pro Monat bekannt gab, schwante selbst grundsätzlichen Befürwortern des Euro und der EZB, dass nun die große Inflation nicht mehr weit sein könne. Summen im zweistelligen oder über die gesamte bislang geplante Laufzeit gare vierstelligen Milliardenbereich klingen offenbar einfach unvorstellbar groß, ein in Relation setzen scheint ausgeschlossen. Weiterlesen…

David Milleker: Wirtschaftshistorische Analogien und ihre Tücken

8. Februar 2015 Kommentare aus

Vor einem Monat habe ich mich in diesem Blog mit der Schwierigkeit beschäftigt, den jüngsten Verfall des Ölpreises korrekt zu interpretieren. Ist er nun für die Konjunktur etwas dezidiert Positives oder eine positive Kompensation einer eigentlich negativen Entwicklung? In den volkswirtschaftlichen Daten ist darauf bislang noch keine klare Antwort zu erkennen, da sich hier etwa eine stark verbesserte Stimmung der Verbraucher und schwache Auftragseingänge in der Industrie die Waage halten. Weiterlesen…

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