Abschwung aus Überzeugung

10. Oktober 2014 1 Kommentar

Unsere Konjunkturauguren beweisen Mut zur Lücke. Wenn die Wirtschaft seit ein paar Monaten so unverhofft schlecht laufe, liege das am “Gegenwind von der Wirtschaftspolitik”, an Mindestlohngesetzen und Rente mit 63 für Langzeiteinzahler. So haben die führenden Wirtschaftsforschungsinstitute es gestern in die medialen Lautsprecher eingegeben. Kleiner Haken: So richtig belegen können sie das nicht. Sucht man nach einigermaßen soliden Beweisen für die steile These, stößt man im vorgelegten Herbstgutachten auf das eine oder andere Mutmaßen und im Grunde keinen solchen. Lücke halt. Weiterlesen…

David Milleker: Frühindikatoren und ihre Aussagekraft

6. Oktober 2014 Kommentare aus

Volkswirte greifen bei Prognosen gerne auf Befragungsdaten von Unternehmen oder Haushalten zurück. Das hat den Grund, dass sich hieraus Einschätzungen über Entwicklungen ableiten lassen, die in der offiziellen Statistik erst viel später sichtbar werden. Daher spricht man auch von Frühindikatoren. Dabei ist die Treffsicherheit meist umso höher, je näher die Befragten am tatsächlichen Geschehen sind. Einkaufsmanager sind hier etwa eine beliebte Befragungsgruppe, da sie aus dem eigenen Unternehmen gemeldet bekommen, was sie künftig an Vorleistungsgütern ordern müssen, um die eigene Produktion zu steuern.

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Konjunktursignale der nächsten Tage

5. Oktober 2014 Kommentare aus

Zwei Mal stehen in der kommenden Woche Zentralbanken im Fokus: Am Mittwoch veröffentlicht die US-Notenbank Fed ihr Sitzungsprotokoll, am Donnerstag berät die Bank of England über ihre Zinspolitik. Zuvor werden in Deutschland die Augustdaten für die Industrie veröffentlicht, die aufgrund der hohen Anzahl an Ferientagen schlecht ausgefallen sein sollten.

Die wichtigsten weltwirtschaftlichen Indikatoren der kommenden Tage lesen Sie hier: 2014-10-03 Wochenvorschau

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Jens Bastian: Braucht Griechenland ein drittes Programm?

4. Oktober 2014 Kommentare aus

Griechische Regierungsvertreter haben in den vergangenen Wochen wiederholt öffentlich betont, dass sie ein drittes Rettungsprogramm seitens der internationalen Kreditgeber für nicht notwendig halten. Als Premierminister A. Samaras vergangene Woche Kanzlerin A. Merkel in Berlin traf, unterstrich dieser wiederholt die Bereitschaft seiner Regierung, eine Exit Strategie möglichst bald umzusetzen.
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Exporthit Bröckelstaat

26. September 2014 1 Kommentar

Die aktuelle Kollektivaufregung über Deutschlands Infrastrukturnot (Stichwort Bröckelstaat) hat ein bisschen etwas von pathologischem Lernen – nur ohne Lernen. Es ist ja nicht so fernliegend, die Not als Folge irrer Stabilitätspaktwut und heilloser Kürzungen der Schröder- und Agenda-Jahre einzustufen. Statt jetzt aber die Glaubenssätze zu überprüfen und die Strategie zu ändern, wird letztere wie ein heiliger Gral gehütet – und, schlimmer noch, anderen Regierungen von unserer bitter-smarten Kanzlerin wie unbekümmert aufgedrängt. Mit ebenso absehbar dramatischen Folgen. Irre. Weiterlesen…

Konjunktursignale der nächsten Tage

25. September 2014 Kommentare aus

Diese Woche tagt der EZB-Rat. Eine Ankündigung von “Staatsanleihen” QE wird nicht erwartet. Darüber hinaus wird der US-Arbeitsmarktbericht veröffentlich. Der Stellenaufbau schreitet mit großen Schritten voran.

Die wichtigsten weltwirtschaftlichen Indikatoren der kommenden Tage lesen Sie hier: 2014-09-26 Wochenvorschau

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G. Soros & G. P. Schmitz: Wetten auf Europa – Warum Deutschland den Euro retten muss, um sich selbst zu retten

22. September 2014 Kommentare aus

WettenMan muss George Soros, den steinreichen Spekulanten und Profiteur des bestehenden Wirtschaftssystems, nicht mögen. Aber seine Äußerungen zur Eurokrise sollte man allein deshalb nicht einfach beiseiteschieben, weil er offen anspricht, was in der hiesigen Politik und Presse sonst nur wenig diskutiert wird: den bedeutenden Beitrag Deutschlands zur Nichtlösung der Krise. Soros wird interviewt von Spiegel-Redakteur Gregor Peter Schmitz, dessen Einleitungen zu den vier Gesprächsteilen aber nur schwer eine eigene, nachvollziehbare Argumentationslinie erkennen lassen; sie sind zum großen Teil eine Collage aus Presseartikeln und Äußerungen von Politikern. getAbstract empfiehlt das Buch allen Europa-Interessierten, die mit einem proeuropäisch orientierten Soros über den Tellerrand der deutschen Mainstream-Meinung hinausschauen möchten und ihre Hoffnung auf eine EU jenseits von Austeritätspolitik und nationalem Denken noch nicht aufgegeben haben. go to abstract

Über die Autoren
George Soros ist Finanzinvestor, Vorsitzender des Quantum Funds, Autor und Gründer der Open Society Foundation. Gregor Peter Schmitz ist EU-Korrespondent des Spiegels in Brüssel und ehemaliger Leiter des Brüsseler Büros der Bertelsmann Stiftung.

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