<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	xmlns:georss="http://www.georss.org/georss" xmlns:geo="http://www.w3.org/2003/01/geo/wgs84_pos#" xmlns:media="http://search.yahoo.com/mrss/"
	>

<channel>
	<title>Wirtschaftswunder &#187; Konferenz</title>
	<atom:link href="http://neuewirtschaftswunder.de/tag/konferenz/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://neuewirtschaftswunder.de</link>
	<description>Alles über Konjunktur und Economics</description>
	<lastBuildDate>Wed, 22 May 2013 14:25:29 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>http://wordpress.com/</generator>
<cloud domain='neuewirtschaftswunder.de' port='80' path='/?rsscloud=notify' registerProcedure='' protocol='http-post' />
<image>
		<url>http://0.gravatar.com/blavatar/ce06f05a2de7cc62d5859da47538d3ce?s=96&#038;d=http%3A%2F%2Fs2.wp.com%2Fi%2Fbuttonw-com.png</url>
		<title>Wirtschaftswunder &#187; Konferenz</title>
		<link>http://neuewirtschaftswunder.de</link>
	</image>
	<atom:link rel="search" type="application/opensearchdescription+xml" href="http://neuewirtschaftswunder.de/osd.xml" title="Wirtschaftswunder" />
	<atom:link rel='hub' href='http://neuewirtschaftswunder.de/?pushpress=hub'/>
		<item>
		<title>INET 2012 &#8211; Junge Denker</title>
		<link>http://neuewirtschaftswunder.de/2012/04/15/inet-2012-junge-denker/</link>
		<comments>http://neuewirtschaftswunder.de/2012/04/15/inet-2012-junge-denker/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 15 Apr 2012 16:40:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Kaelble</dc:creator>
				<category><![CDATA[Chefökonom]]></category>
		<category><![CDATA[INET 2012]]></category>
		<category><![CDATA[Konferenz]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://wirtschaftswunder.ftd.de/?p=20241</guid>
		<description><![CDATA[Revolutionen werden meistens von den jungen Menschen getragen, nicht selten von den Studenten. So war es 1968, so war es jüngst im arabischen Frühling. Das hat auch das INET erkannt &#8211; und parallel zur Hauptkonferenz eine kleinere Konferenz für Young Scholars veranstaltet, die YSI Commons Conference. Fast 300 Studenten &#8211; die Hälfte davon aus Deutschland, [&#8230;]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=neuewirtschaftswunder.de&#038;blog=26970669&#038;post=20241&#038;subd=ftdwirtschaftswunder&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Revolutionen werden meistens von den jungen Menschen getragen, nicht selten von den Studenten. So war es 1968, so war es jüngst im arabischen Frühling. Das hat auch das INET erkannt &#8211; und parallel zur Hauptkonferenz eine kleinere Konferenz für Young Scholars veranstaltet, die YSI Commons Conference. <span id="more-20241"></span></p>
<p>Fast 300 Studenten &#8211; die Hälfte davon aus Deutschland, der Rest aus der ganzen Welt &#8211; bekamen die Gelegenheit zur Teilnahme. Im feinen Hotel Adlon, direkt neben der Konferenz-Location konnten sie die Hauptkonferenz zwar nur über Videostreams mitverfolgen. Nach jedem Talk kamen Speaker jedoch rüber zu den Studenten und diskutierten mit ihnen - darunter auch Größen wie Joseph Stiglitz. Offenbar fühlten die sich bei den Studenten recht wohl. Einige Teilnehmer berichteten, dass sich die Größen ungewöhnlich direkt und offen äußerten &#8211; offener  als bei den offziellen Talks nebenan auf dem Panel. Besonders wohl mit den  jungen Leuten fühlte sich offenbar der 81-Jährige George Soros. Er kam sogar gleich zweimal in den drei Tagen.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/ftdwirtschaftswunder.wordpress.com/20241/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/ftdwirtschaftswunder.wordpress.com/20241/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=neuewirtschaftswunder.de&#038;blog=26970669&#038;post=20241&#038;subd=ftdwirtschaftswunder&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://neuewirtschaftswunder.de/2012/04/15/inet-2012-junge-denker/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
	
		<media:content url="http://0.gravatar.com/avatar/3df3fdf3fb6dfeb703a4fd77a005cf0d?s=96&#38;d=http%3A%2F%2F0.gravatar.com%2Favatar%2Fad516503a11cd5ca435acc9bb6523536%3Fs%3D96&#38;r=G" medium="image">
			<media:title type="html">martinkaelble</media:title>
		</media:content>
	</item>
		<item>
		<title>INET 2012 &#8211; Germany under attack</title>
		<link>http://neuewirtschaftswunder.de/2012/04/14/inet-2012-germany-under-attack/</link>
		<comments>http://neuewirtschaftswunder.de/2012/04/14/inet-2012-germany-under-attack/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 14 Apr 2012 15:08:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Kaelble</dc:creator>
				<category><![CDATA[Chefökonom]]></category>
		<category><![CDATA[INET 2012]]></category>
		<category><![CDATA[Konferenz]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://wirtschaftswunder.ftd.de/?p=20236</guid>
		<description><![CDATA[Deutschland muss bei der INET-Konferenz ordentlich einstecken: Die deutsche Regierung, die Bundesbank, die deutschen Ökonomen &#8211; sie alle bekommen ihr Fett ab für Exportüberschüsse, geldpolitische Widerstände und das zögerliche Eurokrisen-Management. Immerhin: Auf jedem Panel findet sich mindestens ein Deutscher – auch wenn nicht jeder patriotisch sein Land verteidigt. Als es um Vor- und Nachteile des „Merkantilismus“ [&#8230;]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=neuewirtschaftswunder.de&#038;blog=26970669&#038;post=20236&#038;subd=ftdwirtschaftswunder&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Deutschland muss bei der INET-Konferenz ordentlich einstecken: Die deutsche Regierung, die Bundesbank, die deutschen Ökonomen &#8211; sie alle bekommen ihr Fett ab für Exportüberschüsse, geldpolitische Widerstände und das zögerliche Eurokrisen-Management. Immerhin: Auf jedem Panel findet sich mindestens ein Deutscher – auch wenn nicht jeder patriotisch sein Land verteidigt.</p>
<p><span id="more-20236"></span>Als es um Vor- und Nachteile des „Merkantilismus“ von Exportnationen wie Deutschland, Japan und China ging, übernahm Deutsche Bank Ex-Chefökonom Norbert Walter aber den Job des Heimatschutzes, und verteidigt sein Land gegenüber den „Attacken der angelsächsischen Ökonomen“ &#8211; so wie er es schon während der Ölkrise in den 70ern als Jungökonom getan habe. Gleich zu Beginn schiebt er dann aber doch noch entschuldigend vorweg, er sei definitiv nicht der „Erzbischof“ der deutschen ökonomischen Orthodoxie. Er sieht sich auf der Bühne dennoch als Einzelkämpfer, konfrontiert mit drei scharfen Deutschland-Kritikern: dem Post-Keynesianer Paul Davidson, Nobelpreisträger Joseph Stiglitz und dem deutschen UNCTAD-Chefökonom Heiner Flassbeck, der in seiner Heimat allerdings eher eine Art ökonomischer Renegade ist. Mit letzterem scheint Walter sich besonders gut zu verstehen. Jedenfalls bezieht er sich bei seinem Verteidigungsstatement für die deutsche Exportausrichtung vor allem auf Flassbecks kritische Vorrede. Der wiederum schüttelt währenddessen wiederholt den hochroten Kopf, als Walter immer wieder sein zentrales Argument vorbringt: Die Demographie. Wegen der rasanten Alterung der Deutschen, müsse man hierzulande aus Gründen der Vorsorge für die düstere Zukunft auf Exportüberschüsse setzen. Auf dem Podium erntet er dafür Widerspruch, im Publikum Schmunzeln. „Ich gebs auf“, sagt Walther schließlich am Ende der Diskussion entmutigt. Ein nachdrückliches Exempel für die große Kluft die sich in Zeiten der Eurokrise zwischen vielen deutschen und ausländischen Ökonomen auftut.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/ftdwirtschaftswunder.wordpress.com/20236/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/ftdwirtschaftswunder.wordpress.com/20236/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=neuewirtschaftswunder.de&#038;blog=26970669&#038;post=20236&#038;subd=ftdwirtschaftswunder&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://neuewirtschaftswunder.de/2012/04/14/inet-2012-germany-under-attack/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>4</slash:comments>
	
		<media:content url="http://0.gravatar.com/avatar/3df3fdf3fb6dfeb703a4fd77a005cf0d?s=96&#38;d=http%3A%2F%2F0.gravatar.com%2Favatar%2Fad516503a11cd5ca435acc9bb6523536%3Fs%3D96&#38;r=G" medium="image">
			<media:title type="html">martinkaelble</media:title>
		</media:content>
	</item>
		<item>
		<title>INET 2012 &#8211; Neue Töne aus der Festung der Orthodoxie</title>
		<link>http://neuewirtschaftswunder.de/2012/04/13/inet-2012-neue-tone-aus-der-festung-der-orthodoxie/</link>
		<comments>http://neuewirtschaftswunder.de/2012/04/13/inet-2012-neue-tone-aus-der-festung-der-orthodoxie/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 13 Apr 2012 16:28:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Fricke</dc:creator>
				<category><![CDATA[Chefökonom]]></category>
		<category><![CDATA[INET 2012]]></category>
		<category><![CDATA[Konferenz]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://wirtschaftswunder.ftd.de/?p=20229</guid>
		<description><![CDATA[Über ein paar Jahrzehnte galt die Pariser OECD als eine der großen Instanzen, die ökonomische Orthodoxie gepredigt hat. Das scheint sich zu wandeln. Zumindest wenn man zum Maßstab nimmt, was der Chef Angel Gurría auf der Konferenz der Neuen Denker heute von sich gegeben hat. Nach Gurrías Diagnose ist nicht die Frage, ob entschuldet werden [&#8230;]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=neuewirtschaftswunder.de&#038;blog=26970669&#038;post=20229&#038;subd=ftdwirtschaftswunder&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Über ein paar Jahrzehnte galt die Pariser OECD als eine der großen Instanzen, die ökonomische Orthodoxie gepredigt hat. Das scheint sich zu wandeln. Zumindest wenn man zum Maßstab nimmt, was der Chef Angel Gurría auf der Konferenz der Neuen Denker heute von sich gegeben hat. <span id="more-20229"></span></p>
<p>Nach Gurrías Diagnose ist nicht die Frage, ob entschuldet werden muss, sondern was das optimale Timing ist. Und da sei es offenbar kein guter Rat, den Ratingagenturen zu folgen, die mal dazu drängen die Schulden schnell zu reduzieren, dann aber klagen, dass das betreffende Land anschließend keine Wachstumsdynamik mehr hat &#8211; was dann schnell zum Grund genommen werde, das Land dann doch herunterzustufen. &#8220;Das Ergebnis ist eher eine Katastrophe&#8221;, sagt Gurría.</p>
<p>Allzu harsche Austerität könne zudem dazu führen, dass die Einkommensungleichheiten in den betreffenden Ländern noch größer werden &#8211; was auch die OECD seit Kurzem als gravierendes Problem entdeckt hat. Früher galt die (vornehmer ausgedrückt) Einkommensspreizung bei der OECD noch als tolle Idee, die zu mehr Leistung antreibt.</p>
<p>Gurrías Folgerung: &#8220;Austerität allein hilft nicht&#8221;. Und: die Notenbanken können uns helfen. Dabei sei es wichtig, mit unkonventionellen Maßnahmen Kreditklemmen zu verhindern. Zwar habe das sogenannte Quantative Easing, die Erhöhung der Liquidität, auch negative Nebeneffekte, etwa dadurch, dass der nötige Anpassungsprozess der Banken gebremst werde (bzw der Druck dazu geringer werde). Den Nutzen schätzt Gurría aber höher ein. Was er mit der netten Anfrage an die Europäische Zentralbank verbindet: &#8220;Im Zweifel bitte lieber die laxere Geldpolitik&#8221;.</p>
<p>Ziemlich eindeutig wird Gurría auch, wenn es um das Handling der Rettungsstragie in Europa geht. Tenor: die Europäer haben immer zu lang gewartet, um hinreichende Brandmauern aufzustellen. Um Märkte zu beeindrucken, müssten eher zuviel als zu wenig Mittel bereit gestellt werden. Durch das Ausbleiben sei die Rettung zu &#8220;eine der denkbar teuersten Experimente&#8221; geworden.  Gurrías Empfehlung: &#8220;never say never&#8221; &#8211; sonst nehmen die Märkte die Entscheidung ab.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/ftdwirtschaftswunder.wordpress.com/20229/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/ftdwirtschaftswunder.wordpress.com/20229/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=neuewirtschaftswunder.de&#038;blog=26970669&#038;post=20229&#038;subd=ftdwirtschaftswunder&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://neuewirtschaftswunder.de/2012/04/13/inet-2012-neue-tone-aus-der-festung-der-orthodoxie/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>2</slash:comments>
	
		<media:content url="http://0.gravatar.com/avatar/9551e61ee279f6234d456e35a1af22e0?s=96&#38;d=http%3A%2F%2F0.gravatar.com%2Favatar%2Fad516503a11cd5ca435acc9bb6523536%3Fs%3D96&#38;r=G" medium="image">
			<media:title type="html">frickethomas</media:title>
		</media:content>
	</item>
		<item>
		<title>INET 2012 &#8211; &#8220;Verrückte&#8221; Lösungsvorschläge für die Eurokrise</title>
		<link>http://neuewirtschaftswunder.de/2012/04/13/inet-2012-verruckte-losungsvorschlage-fur-die-eurokrise/</link>
		<comments>http://neuewirtschaftswunder.de/2012/04/13/inet-2012-verruckte-losungsvorschlage-fur-die-eurokrise/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 13 Apr 2012 16:16:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Kaelble</dc:creator>
				<category><![CDATA[Chefökonom]]></category>
		<category><![CDATA[INET 2012]]></category>
		<category><![CDATA[Konferenz]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://wirtschaftswunder.ftd.de/?p=20230</guid>
		<description><![CDATA[Natürlich ist sie Thema Nummer eins bei der INET-Konferenz: Die Eurokrise. Getreu dem Motto der Konferenz „Neues Denken“ laufen einige Ökonomen herum, die recht ungewöhnliche Ideen zur Lösung der Krise haben. Seit längerem tourt Richard Koo durch Europa und versucht Zentralbanker für einen wie er selber sagt, „verrückten Vorschlag“ zu begeistern. Auch auf der Konferenz warb [&#8230;]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=neuewirtschaftswunder.de&#038;blog=26970669&#038;post=20230&#038;subd=ftdwirtschaftswunder&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Natürlich ist sie Thema Nummer eins bei der INET-Konferenz: Die Eurokrise. Getreu dem Motto der Konferenz „Neues Denken“ laufen einige Ökonomen herum, die recht ungewöhnliche Ideen zur Lösung der Krise haben. Seit längerem tourt Richard Koo durch Europa und versucht Zentralbanker für einen wie er selber sagt, „verrückten Vorschlag“ zu begeistern. Auch auf der Konferenz warb Koo nun erneut leidenschaftlich für seine Idee.</p>
<p><span id="more-20230"></span>Der japanische Chefökonom von Normura warnte, dass Europa dieselben Fehler mache wie Japan in den 90er-Jahren. Wenn die gesamte Wirtschaft – Firmen wie Haushalte in einem Prozess der Entschuldung sei, dann führe Austerität in eine gefährliche Abwärtsspirale. Japan habe die Bereinigung dieses Fehlers aus den 90ern fast 15 Jahre gekostet. Nun da sich die Eurozone in einer ähnlichen <em>balance sheet recession</em> befinde, müsse man andere Maßnahmen ergreifen. Die beste Lösung für diese Situation wären Eurobonds, da diese aber politisch schwierig durchsetzbar sind, hat Koo hat eine andere Idee zur Lösung. Der Japaner fordert Kapitalkontrollen innerhalb der Währungszone. Er fordert eine Regelung, nach der Staatsanleihen nur noch von Akteuren des eigenen Landes, nicht mehr von ausländischen Anlegern gekauft werden dürften. Damit, so Koo, hätte man die jetzige Krise verhindern können. Ein kontroverser Vorschlag &#8211; der aber laut Koo bei auch in Europa immer mehr Policymakern zumindest auf „neugieriges Interesse“ stoße.</p>
<p>&nbsp;</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/ftdwirtschaftswunder.wordpress.com/20230/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/ftdwirtschaftswunder.wordpress.com/20230/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=neuewirtschaftswunder.de&#038;blog=26970669&#038;post=20230&#038;subd=ftdwirtschaftswunder&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://neuewirtschaftswunder.de/2012/04/13/inet-2012-verruckte-losungsvorschlage-fur-die-eurokrise/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
	
		<media:content url="http://0.gravatar.com/avatar/3df3fdf3fb6dfeb703a4fd77a005cf0d?s=96&#38;d=http%3A%2F%2F0.gravatar.com%2Favatar%2Fad516503a11cd5ca435acc9bb6523536%3Fs%3D96&#38;r=G" medium="image">
			<media:title type="html">martinkaelble</media:title>
		</media:content>
	</item>
		<item>
		<title>INET 2012 &#8211; Asmussen gibt sich moderat</title>
		<link>http://neuewirtschaftswunder.de/2012/04/13/inet-2012-asmussen-gibt-sich-moderat/</link>
		<comments>http://neuewirtschaftswunder.de/2012/04/13/inet-2012-asmussen-gibt-sich-moderat/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 13 Apr 2012 09:01:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Fricke</dc:creator>
				<category><![CDATA[Chefökonom]]></category>
		<category><![CDATA[INET 2012]]></category>
		<category><![CDATA[Konferenz]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://wirtschaftswunder.ftd.de/?p=20208</guid>
		<description><![CDATA[Hoch ranging besetztes Podium am frühen Morgen: OECD-Chef Angel Gurría, EZB-Direktoriumsmitglied Jörg Asmussen &#8211; und ein paar angenehme Überraschungen. Dazu gehört, dass Asmussen Dinge gesagt hat, die vermuten lassen, dass er nicht bald wieder zurücktritt wegen der Krisenpolitik des EZB-Rats, in dem er jetzt sitzt. Was nach den Vorlagen von Ex-Bundesbankchef Axel Weber und Jürgen Stark sowie [&#8230;]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=neuewirtschaftswunder.de&#038;blog=26970669&#038;post=20208&#038;subd=ftdwirtschaftswunder&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Hoch ranging besetztes Podium am frühen Morgen: OECD-Chef Angel Gurría, EZB-Direktoriumsmitglied Jörg Asmussen &#8211; und ein paar angenehme Überraschungen.</p>
<p><span id="more-20208"></span>Dazu gehört, dass Asmussen Dinge gesagt hat, die vermuten lassen, dass er nicht bald wieder zurücktritt wegen der Krisenpolitik des EZB-Rats, in dem er jetzt sitzt. Was nach den Vorlagen von Ex-Bundesbankchef Axel Weber und Jürgen Stark sowie dem jüngsten Genöle von Bundesbankchef Jens Weidmann ja nicht mehr selbstverständlich ist.</p>
<p>Zwar ritt auch Asmussen darauf herum, dass die EZB ja ihr Mandat nicht überschreiten dürfe, wonach sie priorität die Preisstabilität garantieren müsse. Aber die Aufgabe der EZB sei auch, so Asmussen, für ,financial stability&#8217; zu sorgen, so wie das ein paar Sätze weiter in den Statuten der Bank geschrieben sei. Und: da selbst Asmussen die Inflationsgefahren für moderat hält und die EZB eine Inflation unter zwei Prozent für Anfang 2013 erwarte, spricht halt nichts dagegen, auch das zweite Ziel zu erfüllen. Klingt zwar nach einer arg komplizierten Bundesbank-Logik, bringt aber wenigstens ein vernünftiges Ergebnis.</p>
<p>Wie sehr er sich in solchen wichtigen Details von manchem Hardliner hierzulande abhebt, wollte Asmussen dann wohl auch nochmal etwas direkter ausdrücken: Anders als das in seinem Land gelegentlich gesehen worden sei, so Asmussen, halte er die jüngsten außergewöhnlichen Maßnahmen der EZB daher auch für richtig und durch das Mandat der EZB gedeckt. Nun müsse halt nur die Politik nachziehen und auch mal liefern (wobei man nicht so richtig weiß, was das jetzt genau für Länder heißt, die seit zwei Jahren ein Austeritätsprogramm nach dem anderen auflegen).</p>
<p>Bliebe für eifrige ECB-Deuter vielleicht noch die Beobachtung zu übermitteln, dass so ein Jörg Asmussen auf dem Podium genüsslich aus der Wasserflasche trinkt &#8211; statt das Glas zu nutzen, das gleich daneben steht. Ein Zeichen, wie einst die legendäre Tasche unter dem Arm von Alan Greenspan? Oder Demonstration neuer deutscher Lockerheit? Wer weiß? Fest steht nur: das hätte es bei Schlesingers und Tietmeyers nicht gegeben.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/ftdwirtschaftswunder.wordpress.com/20208/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/ftdwirtschaftswunder.wordpress.com/20208/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=neuewirtschaftswunder.de&#038;blog=26970669&#038;post=20208&#038;subd=ftdwirtschaftswunder&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://neuewirtschaftswunder.de/2012/04/13/inet-2012-asmussen-gibt-sich-moderat/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>3</slash:comments>
	
		<media:content url="http://0.gravatar.com/avatar/9551e61ee279f6234d456e35a1af22e0?s=96&#38;d=http%3A%2F%2F0.gravatar.com%2Favatar%2Fad516503a11cd5ca435acc9bb6523536%3Fs%3D96&#38;r=G" medium="image">
			<media:title type="html">frickethomas</media:title>
		</media:content>
	</item>
		<item>
		<title>INET 2012 – Der Soundtrack</title>
		<link>http://neuewirtschaftswunder.de/2012/04/12/jahrestagung-des-institute-for-new-economic-thinking-in-berlin-der-soundtrack/</link>
		<comments>http://neuewirtschaftswunder.de/2012/04/12/jahrestagung-des-institute-for-new-economic-thinking-in-berlin-der-soundtrack/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 12 Apr 2012 14:19:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mathias Ohanian</dc:creator>
				<category><![CDATA[Chefökonom]]></category>
		<category><![CDATA[INET 2012]]></category>
		<category><![CDATA[Konferenz]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://wirtschaftswunder.ftd.de/?p=20205</guid>
		<description><![CDATA[Vor seiner Lunch-Rede lässt INET-Chef Rob Johnson ein kurzes Video einspielen, begleitet von dem Song „Ready to Start“ der großartigen kanadischen Band „Arcade Fire“. Einen Auszug aus dem Text liest er ebenfalls vor: All the kids have always known // That the emperor wears no clothes // But they bow down to him anyway // [&#8230;]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=neuewirtschaftswunder.de&#038;blog=26970669&#038;post=20205&#038;subd=ftdwirtschaftswunder&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Vor seiner Lunch-Rede lässt INET-Chef Rob Johnson ein kurzes Video einspielen, begleitet von dem Song „Ready to Start“ der großartigen kanadischen Band „Arcade Fire“.<img title="Weiterlesen..." src="https://ftdwirtschaftswunder.wordpress.com/wp-includes/js/tinymce/plugins/wordpress/img/trans.gif" alt="" /><span id="more-20205"></span></p>
<p>Einen Auszug aus dem Text liest er ebenfalls vor: All the kids have always known // That the emperor wears no clothes // But they bow down to him anyway // It&#8217;s better than being alone</p>
<p>In etwa so sehen er und seine Kollegen beim INET die heute führende Ökonomie. Allen ist eigentlich klar (vielleicht einigen wenigen VWL-Professoren in Deutschland noch nicht), dass die Handlungsempfehlungen der Zunft für Politik und Praktiker kaum eine Hilfe sind.</p>
<p>Noch immer genießen Ökonomen unter den Sozialwissenschaftler einen besonderen Nimbus. Dass sie Politik und Gesellschaft absolute Warheiten liefern können. Die müssen dann halt bitte richtig zuhören und die Ratschläge umsetzen. Kritik an der ökonomischen Selbstüberschätzung gibt es zwar immer häufiger. Weil es (noch) keine bessere Alternative gibt, wird der Status quo aber beibehalten&#8230;</p>
<p>Die Frage ist: Wie können Ökonomen überhaupt sinnvolle Empfehlungen geben, wenn eine Finanzkrise wie die letzte in ihren bis heute verwendeten Modellen eigentlich überhaupt nicht stattfinden darf? Und wie lange dauert es, bis ein neues Paradigma entstanden ist?</p>
<p>Den Song gibts <a href="http://www.youtube.com/watch?v=rNn6mimskt0" target="_blank">hier</a>.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/ftdwirtschaftswunder.wordpress.com/20205/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/ftdwirtschaftswunder.wordpress.com/20205/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=neuewirtschaftswunder.de&#038;blog=26970669&#038;post=20205&#038;subd=ftdwirtschaftswunder&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://neuewirtschaftswunder.de/2012/04/12/jahrestagung-des-institute-for-new-economic-thinking-in-berlin-der-soundtrack/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
	
		<media:content url="http://2.gravatar.com/avatar/e681fde3e2ff913bb73448e0fa731531?s=96&#38;d=http%3A%2F%2F2.gravatar.com%2Favatar%2Fad516503a11cd5ca435acc9bb6523536%3Fs%3D96&#38;r=G" medium="image">
			<media:title type="html">mathiasohanian</media:title>
		</media:content>

		<media:content url="https://ftdwirtschaftswunder.wordpress.com/wp-includes/js/tinymce/plugins/wordpress/img/trans.gif" medium="image">
			<media:title type="html">Weiterlesen...</media:title>
		</media:content>
	</item>
		<item>
		<title>INET 2012 – Der Startschuss</title>
		<link>http://neuewirtschaftswunder.de/2012/04/12/jahrestagung-des-institute-for-new-economic-thinking-in-berlin-der-startschuss/</link>
		<comments>http://neuewirtschaftswunder.de/2012/04/12/jahrestagung-des-institute-for-new-economic-thinking-in-berlin-der-startschuss/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 12 Apr 2012 10:20:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mathias Ohanian</dc:creator>
				<category><![CDATA[Chefökonom]]></category>
		<category><![CDATA[INET 2012]]></category>
		<category><![CDATA[Konferenz]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://wirtschaftswunder.ftd.de/?p=20197</guid>
		<description><![CDATA[Zum Auftakt der dritten Jahrestagung des INET hat Direktor Rob Johnson in Berlin eben den weiteren Expansionskurs des Instituts umrissen. Künftig soll es in Oxford und Kopenhagen zwei weitere Forschungseinrichtungen geben, um den Paradigmenwechsel in der Ökonomie voranzutreiben. Das Forschungszentrum an der Oxford Martin School wird in den kommenden fünf Jahren mit insgesamt 25 Mio. [&#8230;]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=neuewirtschaftswunder.de&#038;blog=26970669&#038;post=20197&#038;subd=ftdwirtschaftswunder&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Zum Auftakt der dritten Jahrestagung des INET hat Direktor Rob Johnson in Berlin eben den weiteren Expansionskurs des Instituts umrissen. Künftig soll es in Oxford und Kopenhagen zwei weitere Forschungseinrichtungen geben, um den Paradigmenwechsel in der Ökonomie voranzutreiben.<span id="more-20197"></span></p>
<p>Das Forschungszentrum an der Oxford Martin School wird in den kommenden fünf Jahren mit insgesamt 25 Mio. US-Dollar unterstützt, der Kernteil kommt vom INET. Insgesamt 40 Akademiker sollen dort den Umbau der Zunft vorantreiben. An Bord sind freilich nicht nur Wirtschaftswissenschaftler sondern auch Philosophen, Psychologen und Vertreter anderer Disziplinen.</p>
<p>Direktor der Einrichtung soll Eric Beinhocker werden, der als Forscher selbst untersucht hat, wie wirtschaftliches Wachstum entsteht. Dabei kritisierte er die statischen Modelle der VWL und plädierte dafür, die Ökonomie vielmehr als komplexes adaptives System zu verstehen – vielleicht vergleichbar mit der Entwicklung von Ökosystemen.</p>
<p>In Kopenhagen soll ein besonderer Forschungsschwerpunkt des INET entscheidend vorangetrieben werden. Die Dekonstruktion der Hypothese rationaler Erwartungen. Der große Denker hinter der sogenannten „Imperfect Knowledge Economics“ ist der New Yorker Roman Frydman, der bereits den theoretischen Unterbau dafür entwickelt hat.</p>
<p>Irgendwie klingt er erleichtert, wie er eben von seinen Ergebnissen erzählte. Und wieder geht es um den Elefanten im Raum, den die traditionelle Ökonomie nicht sehen will. Und darum, dass die VWL viel bescheidener werden müsse, weil es so vieles gibt was sie nicht exakt vorhersehen kann. Stichwort: Bescheidenheit. Einmal sagt er es dann tatsächlich: „Nach so vielen Jahren kann ich kaum glauben, dass wir das nun wirklich umsetzen.“</p>
<p>Die dänische Hauptsstadt ist für das INET übrigens vor allem deshalb interessant, weil die Ökonometrikerin Katarina Juselius dort in den vergangenen Jahren nützliche empirische Forschungen betrieben hat. Fortsetzung folgt…</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/ftdwirtschaftswunder.wordpress.com/20197/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/ftdwirtschaftswunder.wordpress.com/20197/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=neuewirtschaftswunder.de&#038;blog=26970669&#038;post=20197&#038;subd=ftdwirtschaftswunder&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://neuewirtschaftswunder.de/2012/04/12/jahrestagung-des-institute-for-new-economic-thinking-in-berlin-der-startschuss/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
	
		<media:content url="http://2.gravatar.com/avatar/e681fde3e2ff913bb73448e0fa731531?s=96&#38;d=http%3A%2F%2F2.gravatar.com%2Favatar%2Fad516503a11cd5ca435acc9bb6523536%3Fs%3D96&#38;r=G" medium="image">
			<media:title type="html">mathiasohanian</media:title>
		</media:content>
	</item>
		<item>
		<title>Davos 2012 &#8211; Nächste Halte: Lissabon und Dublin</title>
		<link>http://neuewirtschaftswunder.de/2012/01/30/davos-2012-nachste-halte-lissabon-und-dublin/</link>
		<comments>http://neuewirtschaftswunder.de/2012/01/30/davos-2012-nachste-halte-lissabon-und-dublin/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 30 Jan 2012 09:29:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gunnar Micheel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Chefökonom]]></category>
		<category><![CDATA[Davos]]></category>
		<category><![CDATA[Konferenz]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://ftdwirtschaftswunder.wordpress.com/?p=19229</guid>
		<description><![CDATA[Carmen Reinhart, die Expertin für historische Schuldenkrisen, hält weitere Schuldenschnitte in Europa für unvermeidlich. Für die Weltwirtschaft erwartet sie eine lange Durststrecke &#8211; und für die Sparer eine sanfte Form der Enteignung. Der kommende Schuldenschnitt für Griechenland dürfte nicht der letzte in der Eurozone sein. „Auch in Portugal und Irland ist eine Restrukturierung der Staatsschulden [&#8230;]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=neuewirtschaftswunder.de&#038;blog=26970669&#038;post=19229&#038;subd=ftdwirtschaftswunder&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Carmen Reinhart, die Expertin für historische Schuldenkrisen, hält weitere Schuldenschnitte in Europa für unvermeidlich. Für die Weltwirtschaft erwartet sie eine lange Durststrecke &#8211; und für die Sparer eine sanfte Form der Enteignung.</p>
<p><span id="more-19229"></span>
<p>Der kommende Schuldenschnitt für Griechenland dürfte nicht der letzte in der Eurozone sein. „Auch in Portugal und Irland ist eine Restrukturierung der Staatsschulden unumgänglich“, sagt die renommierte US-Ökonomin Carmen Reinhart, die sich wie nur wenige andere Wirtschaftswissenschaftler mit den Lehren aus Geschichte großer Finanz- und Schuldenkrisen beschäftigt hat.</p>
<p>In den Krisen der Vergangenheit sei es letztlich immer so gewesen, dass man untragbar gewordene Verbindlichkeiten gestrichen oder zu erheblich günstigeren Konditionen umgeschuldet habe. In Europa laufe jetzt eine Zeit der politischen Selbsttäuschung ab. </p>
<p>„Wenn sich für ein Land kein plausibles Szenario mehr darstellen lässt, in dem es seine Schulden auf ein tragfähiges Niveau bringen kann, dann muss eine Restrukturierung auf den Tisch“, so Reinhart im Gespräch mit der FTD. „Man kann sich mit heroischen Annahmen über Wachstum und Zinsen in die Tasche lügen. Aber am Ende muss man schlicht der Realität ins Auge sehen.“ Portugal und Irland seien auf Dauer genauso überfordert wie heute schon Griechenland.</p>
<p>Reinhart hat mit ihrem Kollegen Kenneth Rogoff ein wiederkehrendes Verlaufsmuster großer Schuldenkrisen ausgemacht: In einem Boom wird zunächst  immer sorgloser Kredit vergeben, bis es schließlich zu einer Bankenkrise und einem schweren Einbruch der Realwirtschaft kommt. In dieser Phase schnellen dann auch die Staatsschulden hoch, weil die Rezession zu hohen Budgetdefiziten führt und der Staat zudem oft für Schulden von Banken, Unternehmen und Privathaushalten einstehen muss. </p>
<p>„Wir sind heute noch immer in dieser Phase“ so Reinhart. „Die Panik ist vorbei, aber eine Panik ist immer nur kurz. Die anschließende Krise dauert sehr lange.“</p>
<p>Das Deleveraging, also der Abbau des Verschuldungsgrades in allen Sektoren der Volkswirtschaft, sei erfahrungsgemäß erst gut ein Jahrzehnt nach dem Ausbruch einer schweren Finanzkrise abgeschlossen. In der langen Phase des Schuldenabbaus bleibe das Wachstum gedämpft und die Arbeitslosigkeit verfestige sich auf hohem Niveau. </p>
<p>Die jüngste Wachstumsbeschleunigung in den USA muss deshalb nach Ansicht  von Reinhart relativiert werden: Der aktuelle US-Aufschwung sei im historischen Vergleich extrem schwach. Und die Sanierung des Staatshaushalts habe noch nicht einmal begonnen. „Es ist schwer, sich da ein Basisszenario mit kräftigem Wachstum vorzustellen“. </p>
<p>In Europa sieht Reinhart nach dem Scheitern der griechischen Sanierungsstrategie nicht nur eine psychologische Ansteckungsgefahr. „Man muss unterscheiden zwischen Ansteckung und der Tatsache, dass es weitere ähnlich gelagerte Fälle gibt.“ Die Ursachen der Krise seien von Land zu Land zwar sehr verschieden – im Ergebnis sei Schuldenlast aber auch in Portugal und Irland untragbar hoch geworden. </p>
<p>Während das Problem der Griechen fast ausschließlich  bei den Staatsschulden liegt, leidet Portugal auch unter hohen Schulden seines Privatsektors und einem seit Jahren schwachen Wirtschaftswachstum. Das Land sei in sehr hohem Maße von ausländischen Krediten abhängig, auch 2013 werde mit einem Leistungsbilanzdefizit von fast zehn Prozent gerechnet, so Reinhart. Dies sei auf Dauer nicht durchzuhalten.</p>
<p>Irland war mit exzellenten Staatsfinanzen in die Krise hineingegangen, leidet aber heute unter den gewaltigen Auslandsschulden seiner Banken, die vom Staat gestützt werden. </p>
<p>Deutlich optimistischer ist Reinhart allerdings für die großen Krisenländer Spanien und Italien, deren Pleite an den Finanzmärkten als der größte anzunehmende Unfall für den Euro gehandelt wird. Spanien habe dank seines niedrigen Schuldenstands zu Beginn der Krise noch immer ein bisschen fiskalische Luft. In Italien sei  zwar der Staat hoch verschuldet, das Land habe aber keinen Kreditboom im privaten Sektor erlebt. „Außerdem sind beide Länder schlicht zu groß, um sie fallen zu lassen. Die Politik wird deshalb alles tun, um eine Restrukturierung zu vermeiden.“</p>
<p>Dass die EZB einen harten Schuldenschnitt für Griechenland und andere kleine Länder strikt ablehnt, zeugt nach Ansicht der US-Ökonomin nur von Realitätsblindheit:  „Wir haben die Probleme jetzt schon sehr lange geleugnet. Es wird Zeit, endlich die Fakten zur Kenntnis zu nehmen.“ </p>
<p>Es helfe im Übrigen auch nicht weiter, die eigenen Probleme jeweils mit Verweis auf andere Krisenländer zu relativieren. </p>
<p>Beim Weltwirtschaftsforum in Davos hatte Finanzminister Wolfgang Schäuble angekündigt, man werde sich nach der Lösung der Eurokrise „den Schuldenproblemen in anderen Teilen der Welt zuwenden, die größer sind als die in der Eurozone.“ US-Finanzminister Tim Geithner hatte dagegen betont, dass Europa (neben dem Irankonflikt) das größte Konjunkturrisiko für Amerika sei. Und dass die USA ihre Schuldenkrise deutlich leichter bewältigen können als andere Länder.</p>
<p>Reinhart hält solche Vergleichsrechnungen für müßig. Der offizielle Schuldenstand in Europa sei zwar niedriger als der amerikanische  &#8211; aber das sei noch lange kein Zeichen der Stärke, schließlich sind die US-Schulden heute so hoch wie nie zuvor in Friedenszeiten.</p>
<p>Zudem habe man in Europa all die Belastungen noch gar nicht voll eingerechnet, die sich ergeben werden, wenn die Staaten weitere Banken stützen und Schulden des Privatsektors übernehmen müssen. „Es ist naiv, diese Risiken zu ignorieren.“ In allen Industrieländern kommen zu den Staatsschulden außerdem noch die ungedeckten Kosten der künftigen Alterung hinzu. </p>
<p>Die Chance, dass die Staaten aus ihren Schuldenproblemen einfach herauswachsen können, ist nach Ansicht Reinharts gering. Wirtschaftswachstum sei zwar ein Teil der Lösung, es sei werde aber bei Weitem nicht ausreichen. Letztlich dürfte die Politik deshalb zu jenem historisch bewährten Instrumentenkasten greifen, den Reinhart „finanzielle Repression“ nennt: Man werde dafür sorgen, dass die nominalen Zinsen für lange Zeit deutlich unter der Inflation bleiben und die Kapitalgeber dann „mit Zuckerbrot und Peitsche“ dazu bringen, diese schleichende Auszehrung ihres Vermögens zu akzeptieren. </p>
<p>Immerhin fahren die Investoren damit noch besser als diejenigen, die ihre Forderungen demnächst im Zuge eines offenen Schuldenschnitts abschreiben müssen. </p>
<p> </p>
<p>Christian Schütte berichtet für die FTD vom Weltwirtschaftsforum in Davos.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/ftdwirtschaftswunder.wordpress.com/19229/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/ftdwirtschaftswunder.wordpress.com/19229/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=neuewirtschaftswunder.de&#038;blog=26970669&#038;post=19229&#038;subd=ftdwirtschaftswunder&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://neuewirtschaftswunder.de/2012/01/30/davos-2012-nachste-halte-lissabon-und-dublin/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
	
		<media:content url="http://2.gravatar.com/avatar/5ba2f0b21b4427060c4bfecfdacefe87?s=96&#38;d=http%3A%2F%2F2.gravatar.com%2Favatar%2Fad516503a11cd5ca435acc9bb6523536%3Fs%3D96&#38;r=G" medium="image">
			<media:title type="html">gunnarmicheel</media:title>
		</media:content>
	</item>
		<item>
		<title>Davos 2012 &#8211; Don´t worry &#8211; be happy</title>
		<link>http://neuewirtschaftswunder.de/2012/01/27/davos-2012-don%c2%b4t-worry-be-happy/</link>
		<comments>http://neuewirtschaftswunder.de/2012/01/27/davos-2012-don%c2%b4t-worry-be-happy/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 27 Jan 2012 19:46:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gunnar Micheel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Chefökonom]]></category>
		<category><![CDATA[Davos]]></category>
		<category><![CDATA[Konferenz]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://ftdwirtschaftswunder.wordpress.com/?p=19231</guid>
		<description><![CDATA[Auch Davos hat einen Diogenes&#8230; Der weißhaarige ältere Herr sitzt mit ausgestreckten Beinen auf dem Boden, angelehnt an die Wand direkt neben dem Ausgang, durch den um diese Abendstunde die Teilnehmer hinaushasten. Fast stolpert man über ihn, aber in Seelenruhe studiert er das Tagungsprogramm.Es ist Lord Richard Layard, Ökonom an der London School of Economics. [&#8230;]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=neuewirtschaftswunder.de&#038;blog=26970669&#038;post=19231&#038;subd=ftdwirtschaftswunder&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Auch Davos hat einen Diogenes&#8230;</p>
<p><span id="more-19231"></span>
<p>Der weißhaarige ältere Herr sitzt mit ausgestreckten Beinen auf dem Boden, angelehnt an die Wand direkt neben dem Ausgang, durch den um diese Abendstunde die Teilnehmer hinaushasten. Fast stolpert man über ihn, aber in Seelenruhe studiert er das Tagungsprogramm.<br />Es ist Lord Richard Layard, Ökonom an der London School of Economics. Der 77-Jährige ist einer der führenden Köpfe der neuen &#8220;Happiness Economics&#8221;, die unter anderem nach Alternativen zum Wohlstandsmaß Bruttoinlandsprodukt suchen.</p>
<p>Christian Schütte berichtet für die FTD vom Weltwirtschaftsforum in Davos.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/ftdwirtschaftswunder.wordpress.com/19231/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/ftdwirtschaftswunder.wordpress.com/19231/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=neuewirtschaftswunder.de&#038;blog=26970669&#038;post=19231&#038;subd=ftdwirtschaftswunder&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://neuewirtschaftswunder.de/2012/01/27/davos-2012-don%c2%b4t-worry-be-happy/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
	
		<media:content url="http://2.gravatar.com/avatar/5ba2f0b21b4427060c4bfecfdacefe87?s=96&#38;d=http%3A%2F%2F2.gravatar.com%2Favatar%2Fad516503a11cd5ca435acc9bb6523536%3Fs%3D96&#38;r=G" medium="image">
			<media:title type="html">gunnarmicheel</media:title>
		</media:content>
	</item>
		<item>
		<title>Davos 2012 &#8211; Starauflauf im Schnee</title>
		<link>http://neuewirtschaftswunder.de/2012/01/27/davos-2012-starauflauf-im-schnee/</link>
		<comments>http://neuewirtschaftswunder.de/2012/01/27/davos-2012-starauflauf-im-schnee/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 27 Jan 2012 15:13:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gunnar Micheel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Chefökonom]]></category>
		<category><![CDATA[Davos]]></category>
		<category><![CDATA[Konferenz]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://ftdwirtschaftswunder.wordpress.com/?p=19233</guid>
		<description><![CDATA[Die Prominenten aller Länder vereinigen sich in Davos  &#8211; aber das heißt keineswegs, dass sie dort auch alle miteinander reden. Vor allem die wirtschaftspolitischen Veranstaltungen in der Haupthalle gleichen 2012 mehr denn je einer Nummernrevue. Seit der Eröffnungsrede der Kanzlerin am Mittwoch ziehen die Weltlenker der Reihe nach über die Bühne, spielen dort ihr jeweiliges [&#8230;]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=neuewirtschaftswunder.de&#038;blog=26970669&#038;post=19233&#038;subd=ftdwirtschaftswunder&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Die Prominenten aller Länder vereinigen sich in Davos  &#8211; aber das heißt keineswegs, dass sie dort auch alle miteinander reden. Vor allem die wirtschaftspolitischen Veranstaltungen in der Haupthalle gleichen 2012 mehr denn je einer Nummernrevue. Seit der Eröffnungsrede der Kanzlerin am Mittwoch ziehen die Weltlenker der Reihe nach über die Bühne, spielen dort ihr jeweiliges Programm ab und machen dann Platz für den nächsten Top-Act. Man redet nicht miteinander, aber immerhin recht offen übereinander.</p>
<p><span id="more-19233"></span>
<p align="left">Das führt zu skurrilen Situationen. Am Freitagmorgen etwa sang ein Euroquartett aus Wolfgang Schäuble, seinen Kollegen aus Frankreich und Spanien sowie EU-Währungskommissar Olli Rehn in schönster Eintracht das Hohelied einer &#8220;Währungsunion 2.0&#8243;, die gerade im Aufbau sei. Richtig munter wurde es aber erst, als eine schwedische Europaabgeordnete aus dem Saal forderte, alle Reformen müssten gemeinschaftlich erfolgen, jede Spaltung der EU sei inakzeptabel. </p>
<p align="left">Wolfgang Schäuble ließ es sich nicht nehmen, diese Frage kurz und knackig zu beantworten: Er werde der Kollegin gerne die Handynummer von David Cameron zukommen lassen. </p>
<p align="left">Der Briten-Premier, der sich im Dezember aus den Plänen für den EU-Fiskalpakt ausklinkte, hatte erst tags zuvor in Davos auf derselben Bühne gestanden. Von dort allerdings die Finanztransaktionssteuer, die auch von Deutschland unterstützt wird,  als einen &#8220;Wahnsinn&#8221; bezeichnet.</p>
<p align="left">Als Kronzeugen für seine Finanzpolitik führte Schäuble den US-Finanzminister Timothy Geithner an, der Deutschlands Kurs ja ausdrücklich als vorbildlich bezeichnet habe. Geithner selbst konnte dazu aber leider keine Stellung nehmen &#8211; denn er wartete noch hinter den Kulissen auf seinen Auftritt im nächsten Programmpunkt. </p>
<p align="left">Eine Debatte zwischen beiden hätte richtig spannend werden können. Schließlich sieht jeder die größten Gefahren jeweils beim Anderen: Sobald die Eurokrise entschärft sei, &#8220;werden wir uns den Schuldenproblemen in anderen Teilen der Welt zuwenden, die größer sind als die in der Eurozone&#8221;, kündigte Schäuble an. Zwanzig Minuten später erläuterte Geithner von derselben Stelle aus, dass Europa (neben dem Irankonflikt) das größte Konjunkturrisiko für Amerika sei. Und dass die USA ihre Schuldenkrise deutlich leichter bewältigen können als andere Länder.</p>
<p align="left">Da war Schäuble allerdings schon wieder hinter den Kulissen verschwunden. </p>
<p align="left">Christian Schütte berichtet für die FTD vom Weltwirtschaftsforum in Davos.</p>
<p align="center"> </p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/ftdwirtschaftswunder.wordpress.com/19233/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/ftdwirtschaftswunder.wordpress.com/19233/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=neuewirtschaftswunder.de&#038;blog=26970669&#038;post=19233&#038;subd=ftdwirtschaftswunder&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://neuewirtschaftswunder.de/2012/01/27/davos-2012-starauflauf-im-schnee/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
	
		<media:content url="http://2.gravatar.com/avatar/5ba2f0b21b4427060c4bfecfdacefe87?s=96&#38;d=http%3A%2F%2F2.gravatar.com%2Favatar%2Fad516503a11cd5ca435acc9bb6523536%3Fs%3D96&#38;r=G" medium="image">
			<media:title type="html">gunnarmicheel</media:title>
		</media:content>
	</item>
	</channel>
</rss>