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… die saisonbereinigte Arbeitslosigkeit

8. November 2006

Die Saisonbereinigung von Wirtschaftsdaten ist international eine gängige Vorgehensweise, auch was die Arbeitsmarktzahlen angeht. Der Grund ist, dass gerade die Arbeitslosenstatistiken enorm von der jeweiligen Saison abhängen.
Im Winter gibt es witterungsbedingt mehr Arbeitslose etwa am Bau, dafür steigt die Beschäftigung dann im Frühjahr. Dies ist jedes Jahr so, ein Rückgang der Arbeitslosigkeit im April, also nach Ende der Winterzeit, sagt ziemlich wenig darüber, wie sich die Lage am Arbeitsmarkt konjunkturell oder strukturell tatsächlich entwickelt. Bei der Saisonbereinigung wird einfach statistisch jene Entwicklung herausgerechnet, die sich über viele Jahre als saisonüblich erwiesen hat; danach kommen im Schnitt alleine rund 500 000 Arbeitslose von September bis Januar alleine wegen der saisonalen Entwicklung dazu. Im Frühjahr sind es dann wieder entsprechend weniger. Die bereinigten Zahlen sind einfacher zu interpretieren, weil sie die jahreszeitlichen Schwankungen ausschließen.

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