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… sozialversicherungspflichtig Beschäftigte

28. Februar 2007

Minijobs, Ein-Euro-Jobs, Praktika. Überall nur noch prekäre Arbeitsverhältnisse, könnte man meinen. Im Bundestagswahlkampf 2005 argumentierten die Parteien auf ihren Plakaten deshalb mit den Zahlen der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung.

In Deutschland haben derzeit knapp 39 Millionen Menschen eine entlohnte Beschäftigung. Darunter sind vor allem Angestellte und Arbeiter, aber auch Beamte und Selbständige und deren Familienmitglieder, die mithelfen, etwa in der Landwirtschaft.  Einen sozialversicherungspflichtigen Job haben davon in der Tat lediglich 26,7 Millionen Menschen, wie Schätzungen der Bundesagentur für Arbeit für Ende 2006 ergeben.

Anders sieht es bei Betrachtung der Dynamik aus. In den vergangenen Jahren gab es lange Zeit vor allem eine Ausweitung von Mini-Jobs, die als nicht sozialversicherungspflichtig gelten. Das hat sich 2006 umgedreht. Zuletzt gab es über eine halbe Million Beschäftigte mehr als vor einem Jahr, und diesen Zuwachs machen mittlerweile so gut wie ausschließlich sozialversicherungspflichtige Jobs aus. Die Zahl der Mini-Jobs ist zuletzt sogar merklich gesunken.

Die Anzahl dieser sozialversicherungspflichtigen Jobs ist im Jahresvergleich um 452000 gestiegen. In diese Kategorie gehören die meisten Arbeiter und Angestellte, die automatisch mit ihrer Beschäftigung auch in den staatlichen Sozialversicherungen versichert sind. Sie erhalten mit ihren Beiträgen Ansprüche auf Rente, Krankenversicherung und Arbeitslosenversicherung. 1992 gab es noch 29,3 Millionen, 2005 war die Zahl unter 26 Millionen gefallen. 

Nicht dazu gehören die etwa 4,4 Millionen Selbständigen, die Beamten, die Minijobber, die bis zu 400 Euro monatlich verdienen, und die so genannten Ein-Euro-Jobs.

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