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Larry Summers gegen Emissionshandel

7. Juni 2007

Der frühere US-Finanzminister Larry Summers argumentiert in einem Gastbeitrag für die FTD, dass Selbstverpflichtungen der Industrieländer für eine Reduktion der CO2-Emission, wie sie Angela Merkel vorschweben, keine gute Idee sind – auch, wenn man den Klimawandel ernst nimmt.

 

Summers zufolge sind „Selbstverpflichtungen, die auf Jahrzehnte im Voraus enorme Emissionssenkungen vereinbaren, […] nicht realistischer als die Zusage, Kriege zu beenden“ unter dem Völkerbund in der Zwischenkriegszeit (die, wie wir wissen, im zweiten Weltkrieg endeten).

Statt nationaler CO2-Ziele mit Emissionshandel spricht Summers sich für einfache Politikmaßnahmen aus, wie einer höheren Benzinsteuer und einer großangelegten Forschungsoffensive für umweltfreundlichere Technologien aus. Solche Maßnahmen würden nicht nur wirkungsvoll den Ausstoß von Treibhausgasen verringern, sondern seien auch öffentlichkeitswirksam und könnten den Schwellen- und Entwicklungsländern zeigen, dass es die reiche Welt ernst meint mit dem Klimaschutz.

Was Summers neben den Benzinsteuern sonst noch vorschlägt, lesen Sie hier.

Von Sebastian Dullien

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