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… das Konsumklima

29. August 2007

Milch und Brot werden teurer. Die Börsen sind in Unruhe. Das lässt auch den Verbraucher nicht kalt: Das Konsumklima trübt sich ein. Wer sagt das?

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In den meisten Volkswirtschaften trägt der private Konsum mehr als zwei Drittel zum Bruttoinlandsprodukt bei. Wenn die Konsumenten nur etwas mehr oder weniger ausgeben, schlägt das direkt durch auf das Wirtschaftswachstum insgesamt.

Deshalb ist das Interesse groß an frühzeitigen Informationen über das Konsumverhalten. Dazu befragen Marktforschungsfirmen die Konsumenten über ihre Situation und ihre Erwartungen.

In Deutschland befragt die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) jeden Monat 2000 Verbraucher dazu, wie sich erwartungsgemäß ihr Einkommen in den kommenden 12 Monaten entwickeln wird, ob sie den Zeitpunkt für günstig halten, größere Anschaffungen zu tätigen, und wie sie die Konjunktur allgemein einschätzen. Ein spezieller Konsumklima-Indikator ergibt sich aus Einkommens- und Anschaffungsneigung. Da nach der realen Einkommensentwicklung gefragt wird, sollte der Wert bei steigenden Inflationserwartungen sinken.

In den USA veröffentlicht das Wirtschaftsforschungsinstitut Conference Board ähnliche Zahlen. 5000 Haushalte werden befragt zu ihrer Einschätzung über die gegenwärtige Lage und ihrer Erwatung über die kommenden sechs Monate. Spezieller Fokus hier: die Jobaussichten.

Ähnliche Erhebungen werden von der EU-Kommission monatlich für die Euro-Zone und die EU veröffentlicht.

Sagen Sie in der nächsten Diskussion zum Thema Konsumklima einfach, es kommt doch auf die Fragen an, die in den Umfragen gestellt werden.

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