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… Erzeugerpreise

19. September 2007

Milch, Fleisch und Brot werden massiv teurer. Die Erzeugerpreise steigen jedoch kaum. Wie geht das zusammen?

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Während die eigentliche  Inflationsrate aus den Preisen ermittelt wird, die man im Supermarkt bezahlt, kommt der Verbraucher mit den Erzeugerpreisen nur indirekt in Kontakt. Sie sind die Preise für Produkte, die vom Bergbau, dem verarbeitenden Gewerbe, und der Energie- und Wasserwirtschaft in Deutschland hergestellt und auch hierzulande verkauft wurden. Erfasst werden Produkte, die an Abnehmer anderer Wirtschaftsstufen verkauft werden, sowie Umsätze zwischen den Unternehmen des Gewerbes selbst.

Erhoben werden die Daten vom Statistischen Bundesamt jeweils am 15. jeden Monats bei rund 7100 Unternehmen für 1627 Güterarten.
Da der Erzeugerpreisindex nur die reinen Preisveränderungen messen soll, müssen alle Faktoren, die den Preis beeinflussen, konstant gehalten werden, nämlich Mengeneinheit, Qualität und Lieferbedingungen. Ändert sich hier etwas, werden diese Änderungen durch statistische Verfahren eliminiert.

Weil die Erzeugerpreise Preisveränderungen in einer recht frühen Phase des Produktionsprozesses erfassen, gelten sie als Indikator für künftige Inflationstendenzen auf der Verbraucherebene.

Wenn Sie wieder einmal die Klage hören, alles wird immer teurer, sagen Sie einfach, an den Erzeugerpreisen sieht man das aber noch nicht!

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