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Alternde Bevölkerung hat positive Auswirkungen auf die Arbeitslosigkeit in Deutschland

10. Oktober 2007

Zwei Forscher aus Rostock zeigten heute Morgen, welche Wirkungen eine alternde Arbeitsbevölkerung auf die Arbeitslosenrate hat. Dabei unterscheiden sich die Effekte in den USA und Deutschland von denen in Frankreich und Japan.

Pascal Hetze und Carsten Ochsen von der Uni Rostock basieren ihre Schlussfolgerungen auf zwei Annahmen: einer altersbedingten Trennungsrate und einem altersbedingtes Produktionsdifferential.

Durch die Schätzung ihres Modells für 12 OECD Länder, ist es den Autoren möglich die Auswirkungen der altersbedingten demographischen Veränderungen auf die Arbeitslosenraten vorauszusagen. Demnach können altersbedingte Veränderungen zu unterschiedlichen Effekten führen. Die Auswirkung auf die Arbeitslosigkeit hängt davon ab, wie die Schaffung und der Abbau von Jobs von den Trennungsraten, und dem Produktivitätsdifferential beeinflusst werden.

Es ergibt sich eine interessante Schlussfolgerung: Eine sinkende Anzahl jüngerer Arbeitnehmer führt demnach in Deutschland und den USA zu weniger Arbeitslosigkeit, dagegen in Ländern wie Frankreich und Japan zu mehr Arbeitslosigkeit.

Die vollständige Studie der beiden Forscher finden sie hier zum Download.

Laura Krische ist Assistentin vom Präsidenten des Kieler Instituts für Weltwirtschaft. Sie schreibt während der Jahrestagung an dieser Stelle.

Von Laura Krische

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