Startseite > Chefökonom > Beschäftigungssubventionen in Deutschland

Beschäftigungssubventionen in Deutschland

11. Oktober 2007

Bei der Reduzierung der Ungleichheit in der Einkommensverteilung (zum Beispiel durch die Gewährung von Arbeitslosengeld) wird ungewollt die Effizienz am Arbeitsmarkt durch sinkende Anreize zu arbeiten, vermindert. Umgekehrt läuft man bei der Reduzierung der Ineffizienz in Arbeitsmärkten die Gefahr gleichzeitig die Ungleichheit zu erhöhen.

Die Ökonomen Alessio Brown, Christian Merkl und Dennis J. Snower ermitteln beschäftigungspolitische Maßnahmen in Deutschland, die Wohlfahrt und Beschäftigung generierend sind, ohne gleichzeitig die Einkommensungleichheit zu verstärken. Es gelingt den Autoren außerdem die optimale Größe dieser Maßnahmen festzustellen.

Im Detail stellen die Autoren folgende Maßnahmen gegenüber:

  1. Lohnsubventionen für Geringqualifizierte
  2. Einstellungsgutscheine für Langzeitarbeitslose
  3. Einstellungsgutscheine für Geringqualifizierte und
  4. Einstellungsgutscheine für gering qualifizierte Langzeitarbeitslose.

Die Größe der Maßnahmen hängt, unabhängig von der Art der Maßnahme, von der Finanzierung ab. Ab einem gewissen Punkt ist die Subvention, bzw. sind die Gutscheine nicht mehr selbstfinanzierend.

Beim Vergleich der einzelnen Beschäftigungsmaßnahmen stellen sich Gutscheine, die sich an Langzeitarbeitslose richten, als besonders effektiv heraus. Diese können sowohl die Beschäftigung als auch die Wohlfahrt erhöhen ohne zugleich die Einkommensungleichheit zu steigern. 

Insgesamt betrachtet können Einstellungsgutscheine, die auf die Arbeitslosendauer abzielen, Beschäftigung und Wohlfahrt stärker erhöhen, als die Gutscheine, die sich an Gering- oder Unqualifizierte richten.  Zwar gelingt es auch Lohnsubventionen die Einkommensungleichheit zu reduzieren, jedoch stellen sie sich als relativ ineffektiv und kostspielig heraus um die Arbeitslosigkeit zu vermindern.

Nähere Informationen finden Sie hier.

Von Laura Krische

Advertisements
Schlagwörter: ,
%d Bloggern gefällt das: