Startseite > Chefökonom > Besser Mathe als mobil

Besser Mathe als mobil

12. Oktober 2007

Wie wird man Professor? Und was machen all diejenigen, die Volkwirtschaftslehre studiert haben, und nicht dauerhaft an der Uni landen? So manchen Teilnehmer der Jahrestagung dürfte das interessieren.

 

 
Kollegen der Universität Regensburg wollten es genauer wissen und haben sich mal angeschaut, was die akademischen Volkswirte in Deutschland so machen. Einschließlich Profs und Nachwuchswissenschaftlern kamen sie auf knapp 1000 Individuen. Mit etwas Nachhilfe ließen sich für immerhin etwa 60 Prozent brauchbare Lebensläufe ausfindig machen.
 
Einige Schlussfolgerungen: Es gibt unter den akademischen Volkswirten kaum Frauen (6 Prozent in der Stichprobe). Selbst beim wissenschaftlichen Nachwuchs ist das Verhältnis nicht viel ausgeglichener. 
 
Zweitens haben Quereinsteiger gute Chancen. Auf Deutsch: Viele Wirtschaftsprofs haben einmal Mathe studiert. 
 
Drittens: Die Berufungschancen sind in den vergangenen Dekaden jeweils schlechter geworden. 
 
Und viertens: Viele sind erstaunlich lange an einer Uni geblieben. Mobilität und Flexibilität fordert man zwar ganz gerne von den Menschen da draußen. In der Ökonomenwelt hilft sie offenbar nicht besonders. Das könnte allerdings auch mit einer Verzerrung bei der Auswahl zusammenhängen: Die guten bleiben da, die anderen müssen auf die Suche gehen.
 
Was aus all den anderen passiert ist, die nicht Professor werden, darüber lässt sich nur mutmaßen 
Advertisements
Schlagwörter: ,