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Reinhard-Selten-Preis an Tübinger Nachwuchsforscher

12. Oktober 2007

Der erstmals verliehene Reinhard-Seltenpreis des Vereins für Socialpolitik geht an Gabriel Felbermayr von der Universität Tubingen. Durch die mit 3.000 € dotierte Auszeichnung wird ein Nachwuchsforscher unter 32 Jahren geehrt, der während der Jahrestagung das beste Paper präsentiert hat. Felbermayr lieferte eine Erklärung dafür, warum über Ländergrenzen hinweg weniger Produkte gehandelt werden als innerhalb eines Landes.

Mithilfe einer anspruchsvollen Methodik fand der Außenwirtschaftsexperte heraus, dass in der geografischen Mitte eines Staates mehr in Transportinfrastrukturen investiert wird als in Grenzregionen. Folglich ist es logistisch aufwändiger und damit teurer, Waren in Regionen mit schlechteren Infrastrukturen zu transportieren. Seine vorrangig theoretisch abgeleiteten Einsichten untermauerte der Nachwuchsforscher empirisch anhand von Frankreich.

Felbermayr erlangte im Jahr 2000 sein Diplom an der Universität Linz, ehe er an das Europäische Hochschulinstitut in Florenz wechselte. Anschließend arbeitete er ein Jahr für die Beraterfirma McKinsey in Wien. Seit 2005 ist er am Lehrstuhl für Internationale Wirtschaftsbeziehungen der Uni Tübingen tätig. Er hat bereits fünf Publikationen in angesehenen Fachzeitschriften vorzuweisen.

 

Von Harry Pannenbecker

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