Startseite > Chefökonom > Wer ist eigentlich… Joachim Scheide, 58, Konjunkturchef des IfW?

Wer ist eigentlich… Joachim Scheide, 58, Konjunkturchef des IfW?

23. Oktober 2007

Als was Joachim Scheide, 58 Jahre, Leiter des Prognose-Zentrums am Institut für Weltwirtschaft an der Universität Kiel (IfW), in Kanada gearbeitet hat, erfahren Sie, wenn Sie weiter klicken. Im Fragebogen an den Konjunkturschattenrat, sagt der Ökonom, wie ihn sein Lehrvater Herbert Giersch beeinflusst hat und wohin er seine Kinder zum Studieren schicken würde und noch viel mehr.

Wo haben Sie vorher gearbeitet?
Nach dem Studienabschluss fing ich gleich beim IfW an.

Gibt es andere Länder, in denen Sie schon gelebt und gearbeitet haben?
In Kanada (an der University of Western Ontario als Visiting Associate Professor 1990/91).

Wer war ihr akademischer Lehrvater, der Sie am meisten beeinflusst hat und warum?
Herbert Giersch, der ein Weltökonom im wahren Sinne ist. Er hat stets versucht und andere dazu angeregt, aktuelle Vorgänge in der Welt oder in einzelnen Ländern mit einem konsistenten theoretischen Modell zu erklären. Vielen Kollegen geht es so wie mir: Nach jedem Gespräch mit Giersch wusste man mehr als vorher.

Mit welchem Thema haben Sie diplomiert, promoviert oder habilitiert?
Bei der Diplomarbeit ging es um die Produktivität des Geldes, bei der Dissertation um Geldpolitik, Konjunktur und rationale Erwartungen (Lucas und so).

Welche ökonomischen Webseiten nutzen Sie täglich, um sich auf dem Laufenden zu halten?
Diejenigen, die Informationen oder gute Artikel liefern; solche mit Meinungen eher nicht.

Was ist wichtiger, Geld oder Anerkennung unter Kollegen?
Wenn es mir hauptsächlich um das Geld ginge, würde ich woanders arbeiten.

Auf welche Uni würden Sie ihre Kinder heute zum Studieren schicken, wenn die auch Ökonomen werden wollen und Sie die freie Wahl hätten?
An eine gute Universität in Deutschland (in der Hoffnung, dass dort nicht nur Mathematik, sondern auch noch gute Ökonomie gelehrt wird) mit einem Zwischenstopp an einer amerikanischen Uni (am liebsten Chicago, aber man soll seine Kinder ja nicht allzu sehr beeinflussen!).

Was ist wichtiger für einen Konjunkturexperten, Intuition oder Ökonometrie?
Eigentlich ist die Theorie am wichtigsten, die man immer wieder empirisch testen sollte. Man braucht dann etwas Intuition, um zu erkennen, ob das so entstandene Weltbild geändert werden muss. Intuition allein reicht auf keinen Fall (wen interessiert schon mein „Gefühl“?)

Was würden Sie lieber machen, wenn Sie kein Ökonom wären?
Ganz ohne ginge es wohl doch nicht: Wirtschaftspolitisches Kabarett – täglich neu!

Werden wir mit Web2.0 wieder eine New Economy Blase wie vor 2000 erleben?
Kann ich das wissen?

%d Bloggern gefällt das: