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Regierung erwartet 2008 nur noch 2 Prozent Wachstum

24. Oktober 2007

Die Bundesregierung bleibt ihrem Motto treu, die Wachstumsperspektiven im Land eher pessimistisch einzuschätzen – um anschließend lieber positive Überraschungen zu feiern. Wie unsere Kollegen herausfanden, wird jetzt offiziell nur noch ein Wachstum von zwei Prozent für 2008 veranschlagt: zwei Zehntel weniger, als die Institute im Herbstgutachten letzte Woche vorher sagten.

Hier ist die entsprechende Meldung:

Die Bundesregierung rechnet für das kommende Jahr mit einem deutlich schwächeren Wirtschaftswachstum. Wie die „Financial Times Deutschland“ (Donnerstagausgabe) unter Berufung auf Regierungskreise berichtet, wird die Prognose für 2008 bei 2,0 Prozent und damit deutlich unter den bisherigen Erwartungen liegen. Darauf habe sich der interministerielle Ausschuss der Regierung am Dienstag verständigt. Die Experten begründen die Absenkung mit einer leicht nachlassenden Wachstumsdynamik. Auch der hohe Ölpreis, der starke Euro und die von von den USA ausgehenden Turbulenzen am Finanzmarkt hätten die Aussichten eingetrübt. Zudem habe das Finanzministerium auf eine konservative Prognose gedrungen. Bislang war die Regierung davon ausgegangen, dass die Wirtschaftsleistung im kommenden Jahr um 2,4 Prozent steigt.

Für das laufende Jahr will die Regierung hingegen ihre Prognose leicht anheben. Statt der bislang erwarteten 2,3 Prozent gehe man nun von 2,4 Prozent aus, erfuhr die FTD. Bundeswirtschaftsminister Michael Glos (CSU) will die Prognose am Donnerstag in Berlin vorstellen. 

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