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US-Notenbank probt die eigene Offenheit

20. November 2007

Heute abend veröffentlicht die US-Notenbank erstmals ausdrückliche Prognosen zur Entwicklung der US-Wirtschaft. Und einiges deutet darauf hin, dass die Fed relativ zuversichtlich ist – und relativ wenig geneigt, ihre Zinsen weiter zu senken. Auf letzteres könnten ebenfalls heute die Protokolle der vergangenen Notenbanksitzung hindeuten.

Die Veröffentlichung der Prognosen ist Teil des Bemühens von Fed-Chef Ben Bernanke, mehr Transparenz in die Entscheidungen jener Notenbank zu bringen, deren Strategie sich lange Zeit durch nichts als den Namen Alan Greenspan auszeichnete. Zu der Umorientierung hat der britischen Ex-Notenbanker Willem Buiter am Wochenende einen lesenswerten Beitrag geschrieben – here.

Ob die Märkte ihre Notenbank jetzt besser verstehen? Eher fraglich. Immerhin lässt sich aus den Termingeschäften am Geldmarkt ablesen, dass die Marktakteure derzeit zu fast 90 Prozent mit einer raschen weiteren Zinssenkung rechnen, die von der Fed womöglich gar nicht angesteuert wird. Das sieht nach Crash aus, wie FT-Kollege Krishna Guha im Beitrag von gestern bereits schrieb.

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