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Rezessionsbarometer für die USA verharrt erneut bei 45

18. Februar 2008

Einige Experten im WirtschaftsWunder-Konjunkturschattenrat sind vergangene Woche in ihrer Risikobeurteilung einer US-Krise skeptischer geworden. Andere Ökonomen senkten jedoch ihre Wahrscheinlichkeitseinschätzung. Das Rezessionsbarometer, dessen Wert wir wöchentlich via Blitzumfrage ermitteln, verharrte erneut bei 45 Prozent. Stand 17. Februar.

Zu einer höheren Risikoeinschätzung dürften auch die negativen US-Konjunktursignale vom vergangenen Freitag (Verbrauchervertrauen, Empire State Index für die Industrieaktivität im Bundesstaat New York) beigetragen haben. Das gab zum Beispiel Carsten Klude, Chefvolkswirt bei M M Warburg, an.

Er sagt jetzt eine Wahrscheinlichkeit einer Rezession in den USA von 75 Prozent für dieses Jahr voraus. Vor einer Woche lag er noch bei 65 Prozent. Um 10 Prozentpunkte auf 40 Prozent erhöhte Stefan Bielmeier von der Deutschen Bank. Dirk Schumacher liegt jetzt wieder bei 80 Prozent, nachdem er Anfang Februar bereits auf 66 Prozent runtergegangen war.

Etwas optimistischer blickt jetzt Holger Schmieding in die Zunkunft. Er senkte seine Wahrscheinlichkeit um 5 Punkte auf nunmehr 50 Prozent. Grund: die Einzelhandelszahlen von Januar, die einen leichten Zuwachs anzeigten. Ein weiterer Experten senkte von 75 auf 60 Prozent.

Unterm Strich blieb die Hälfte der Experten unter 45 Prozent – so der Median aller Antworten. Das arithmetische Mittel stieg diesmal nur sehr leicht von 48,3 auf 48,6 Prozent. Vor einer Woche gab es hier noch einen Anstieg um fast einen Prozentpunkt. 

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