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… Zweitrundeneffekte

23. Juli 2008

Die Preise steigen weltweit. Noch scheinen die Konsequenzen begrenzt, weil es bislang kaum zu Zweitrundeneffekten kam. 

 
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Erst wenn Zweitrundeneffekte eintreten, dann wird die Inflation wirklich zum Problem, heißt es.  Bislang sind es vor allem die stark gestiegenen Energie- und Lebensmittelpreise, die die Inflation treiben.
 
Für die Verbraucher bedeutet das, dass sie Kaufkraft verlieren. Irgendwann holen sie sich die jedoch über höherer Löhne und Gehälter wieder. Fallen diese Lohnerhöhungen aber deutlich höher aus als die aktuelle Inflationsrate, dann können sie damit selbst wiederum die Inflation antreiben: Produzenten sind bei höheren Löhnen mit höheren Kosten konfrontiert, die sie selbst wiederum in höheren Güterpreisen hereinholen werden.
 
Die Inflation geht quasi "in die zweite Runde". Das Spiel kann sich natürlich weiter fortsetzen, darum auch "Lohn-Preis-Spirale" genannt.
 
Sagen Sie beim nächsten Gespräch über die Teuerung, wirklich ein Problem ist die Inflation ja erst in der zweiten Runde.
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