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… die Arbeitslosenversicherung

20. August 2008

Auch in Zeiten historisch niedriger Arbeitslosigkeit ist sie Gegenstand von Diskussionen.

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Jeder Arbeitnehmer ist in Deutschland obligatorisch gegen Arbeitslosigkeit versichert. Dazu zahlt er derzeit 3,3 Prozent seines Gehalts, wobei formell davon die Hälfte der Arbeitgeber übernimmt, was aber im Endeffekt egal ist. Ab einem Gehalt von 5300 Euro (in Westdeutschland) bleibt der Beitrag pauschal bei 3,3 Prozent von 5300 Euro.
 
Dieser Beitrag war schon mal deutlich höher. Vor kurzem lag er noch über sechs Prozent. Von den Einahmen bezahlt die Bundesagentur für Arbeit vor allem das Arbeitslosengeld für Arbeitslose, die vorher versichert waren. Daneben gibt es aber noch viele darüber hinausgehende Leistungen wie Weiterbildung und andere Zuschüsse. Angesichts der guten Arbeitsmarktlage wird über eine weitere Absenkung der Beiträge diskutiert. 
 
Die eigentliche politische Diskussion geht aber darum, ob die Arbeitslosenversicherung wirklich eine Risikoversicherung ist oder eine Art Lebensversicherung mit Ansparfunktion. Es geht darum, ob die Leistung abhängig sein soll vom Umfang der Einzahlungen oder nicht.
 
Wenn Sie Ökonomen über die Arbeitslosenversicherung reden hören, sagen Sie einfach: Das Problem ist, dass die Deutschen Versicherungen oft als Sparbuch (miss-)verstehen.
 
 
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