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Global Economic Symposium – Die Debatte geht weiter

5. September 2008

Experten suchen Antworten auf die dringendsten Probleme der Welt. Einige haben sie gefunden. Lesen Sie Genaueres.

Am zweiten Arbeitstag des Global Economic Symposiums (GES) geht die Diskussion weiter, wie wichtige globale Probleme gelöst werden können. Am Vormittag standen unter anderem auf der Tagesordnung: die Minimierung systemischer Risiken auf den Finanzmärkten, Wassermanagement, Terrorismus, wie mehr Beschäftigung geschaffen werden kann und wie die ärmsten Länder besser unterstützt werden. „Das GES hat das Potenzial, eine bedeutende Plattform für den Gedankenaustausch zwischen Wissenschaftlern, Politikern und der Zivilgesellschaft zu werden“, sagte Barry Eichengreen, renommierter US-Ökonom an der Universität Berkeley.  Der Professor wirkt mit an Reformvorschlägen für die Regulierung des Finanzsektors. Diese Expertengruppe einigte sich in mehreren Punkten. Die Finanzaufsicht etwa müsse sich daran anpassen, dass die traditionellen Grenzen zwischen Banken, Wertpapierhandel und Versicherungen immer mehr verwischen und sich große länderübergreifende Finanzkonglomerate gebildet haben. International sollten die Regulierungsstandards einheitlicher werden, und die Verantwortlichen stärker zusammen arbeiten. Das mache aber keine globale Aufsichtsbehörde erforderlich. Die Fachleute plädierten ebenfalls dafür, innovative Finanzinstrumente stärker zu kontrollieren, und die entsprechenden Buchhaltungs- und Offenlegungsregeln zu verschärfen. 

 

Von Ulrike Heike Müller

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