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… die Liquiditätsfalle

2. Februar 2009

Sie jagt den Notenbanken derzeit Angst und Schrecken ein. Denn wenn die Menschen das Geld nicht mehr investieren wollen, sind die Notenbanken machtlos.

Der Ökonom John M. Keynes hat darunter folgende Situation verstanden: Angenommen, die Menschen erwarten keine nennenswerte Rendite auf (festverzinsliche) Wertpapieranlagen.

Wer Wertpapiere hat, kann sie nur mit Verlust verkaufen. Besser ist es also, das Geld in bar zu halten.

Wenn die Zentralbank nun die Geldmenge ausweitet, führt das angesichts pessimistischer Renditerwartungen nicht zu Investitionen. Statt dessen wird das Geld von den Menschen nur gehortet.

Die Erhöhung der Geldmenge führt dann nicht zu einer Erhöhung der wirtschaftlichen Aktivität, sie verpufft. Dann muss die Politik zu anderen Instrumenten greifen.

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