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Meine Welt von morgen: Norbert Walter

21. Juli 2009

Was kommt nach der Krise? Die FTD fragt prominente Ökonomen. Heute: Norbert Walter (64). Seit 1990 ist er Chefökonom der Deutschen Bank. Walter engagiert sich zudem im Gremium der „Sieben Weisen“ zur Regulierung der europäischen Wertpapiermärkte der EU-Kommission. Lesen Sie hier seinen kompletten Antwortbogen in Originallänge:   /* Style Definitions */ table.MsoNormalTable {mso-style-name:“Normale Tabelle“; mso-tstyle-rowband-size:0; mso-tstyle-colband-size:0; mso-style-noshow:yes; mso-style-parent:““; mso-padding-alt:0cm 5.4pt 0cm 5.4pt; mso-para-margin:0cm; mso-para-margin-bottom:.0001pt; mso-pagination:widow-orphan; font-size:10.0pt; font-family:“Times New Roman“; mso-ansi-language:#0400; mso-fareast-language:#0400; mso-bidi-language:#0400;}

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* Welche große Maßnahme würde die Klimakatastrophe am ehesten verhindern?

Eine internationale Umweltbehörde von der Statur der WHO – unterstützt von einer weltweiten Emission von Umweltzertifikaten.

* Haben die USA als wirtschaftliche Weltmacht ausgedient?

Selbstverständlich nein – der Riese ist nur wegen Drogenkonsums derzeit wegen Entzugs in geschwächter Verfassung. Die Vitalstatistik und das immer noch lernfähige Gesellschaftssystem sorgen ab 2015 für die Renaissance der (einzigen) Supermacht.

* Wird China 2020 die wirtschaftliche Weltmacht sein? Oder abgestürzt sein wie Japan und andere frühere Weltmachtkandidaten?

China wird noch ein Jahrzehnt als die neue Supermacht gehandelt, wird es aber nicht. Umweltprobleme und die dramatischen Folgen der „Ein-Buben-Politik“ machen die Chance auf Weltführung zunichte.

* Was ist die radikalste Veränderung, die Sie sich für das Weltwirtschaftssystem wünschen?

Ich wünsche mir die Familie mit Mann, Frau und Kindern, die Geschwister haben, zurück und eine Welt, die Gott sucht und vielleicht findet – damit klar ist, dass Menschenwürde für niemanden disponibel ist, nicht für die Wirtschaft und nicht für die Medien.     

* Wäre es besser, die Finanzmärkte wieder ähnlich stark zu regulieren wie in der Zeit vor 1980?

 Nein, aber intelligente und effiziente Regulierung auf internationaler Ebene, für alle Geschäfte, die grenzüberschreitend sind. 

* Welche wirtschaftspolitische Strategie würden Sie dem neuen US-Präsidenten Obama empfehlen?

 Keynes, for now, exit from it soon, Hayek’s und Schumpeter‘s Einsichten für die Antwort auf die großen Herausforderungen.

* Steht der Globalisierung in den nächsten Jahren ein großer Rückschlag bevor?

Es steht vor lauter wohlgemeinter Firmenrettungen mit Steuergeld und dem damit verbundenen Protektionismus leider zu befürchten.

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