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Out of Wirtschaftsdienst – Süd-Euro gegen Währungscrash

18. März 2010

Mit der Verschuldung Griechenlands hat in der letzten Zeit eine Debatte über die Stabilität der europäischen Währungsunion begonnen. Kann sie tatsächlich von einer einzigen Staatspleite in die Knie gezwungen werden? Und mit welcher Lösung wäre das zu verhindern?

Heiner Flassbeck und Friederike Spiecker schreiben in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift „Wirtschaftsdienst“, Ratingagenturen und Spekulanten sollten als Berater der Regierungen abgelöst werden, denn sie argumentieren noch immer, dass ein Zahlungsausfall Südeuropas nur verhindert werden könne, wenn die Griechen ihre Zahlungsfähigkeit allein gewährleisteten. Dabei seien sie die eigentlichen Verursacher der Krise. Das Problem sei nicht allein die Staatsverschuldung, sondern die Vernachlässigung des Ungleichgewichts im Wettbewerb und der Auslandsverschuldung bei der Einführung des Euro. Schuldenstandsobergrenze und Zinsdifferenzen seien für die Märkte wenig relevant und das verordnete Sparprogramm der Griechen werde die Rezession nur weiter verschärfen. Der Vorschlag der beiden Autoren zur Wiederherstellung des Gleichgewichts ist eine eigene Währungsunion der Südeuropäer zusammen mit Frankreich. Daraufhin müsste der “Süd-Euro“ gegenüber dem „Nord-Euro“ um bis zu 40 Prozent abgewertet werden, was nach Ansicht der Autoren die Wettbewerbsfähigkeit der Regionen sehr schnell ausgleichen würde. Eine Finanzkrise würde auch dieses Manöver nach sich ziehen, allerdings hätte diese Krise eine positive Perspektive. Denn die Südländer könnten bei einer angemessenen Inflationsrate expansive Wirtschaftspolitik betreiben, „ohne sich für die nächsten Jahrzehnte um ein in Deflation und Stagnation verharrendes Deutschland kümmern zu müssen“, so die Autoren.

 

Den gesamten Text dieses Zeitgesprächs lesen Sie hier. Und hier geht es zur Zeitschrift Wirtschaftsdienst.

Von Philine Lietzmann

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