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April-Umfrage im Konjunkturschattenrat – alle Ergebnisse

26. April 2010

Wie gut läuft trotz Griechenland-Drama die Konjunktur? Hier sind die Details der jüngsten Umfrage unter den Konjunkturchefs und Chefökonomen im Schattenrat der FTD. Befragt wurden die Experten in der Zeit vom 21. bis 24. April.

1. Mit welcher BIP-Entwicklung in Deutschland rechnen Sie (Durchschnittliche Erwartung; Veränderung ggü. Vorquartal in %)?
… im ersten Quartal 2010? 0,0
… im zweiten Quartal 2010? 1,0
2. Welche Folgen hat Griechenlands Schuldenkrise nach jetzigem Stand auf die deutsche Konjunktur 2010? (Antworten in %)
a) spürbar negative Folgen 6,7
b) geringe negative Folgen 53,3
c) keine negativen Folgen 40,0
3. Wie hoch schätzen Sie das Risiko ein, dass es 2010 in Deutschland
… zu einer spürbaren Kreditklemme kommt? (in %)
a) sehr hoch 0,0
b) eher hoch 13,3
c) eher niedrig 60,0
d) sehr niedrig 26,7
… die Arbeitslosigkeit im Verlauf 2010 noch auf (saisonbereinigt) vier Millionen steigt? (Antworten in %)
a) sehr hoch 0,0
b) eher hoch 6,7
c) eher niedrig 40,0
d) sehr niedrig 53,3
4. Angesichts nachlassender Risiken in Sachen Kreditklemme und auf dem Arbeitsmarkt: wie hoch schätzen Sie die Wahrscheinlichkeit ein, dass die Wirtschaft 2010/11 stärker wächst …. (jeweils 0-100% Wahrscheinlichkeit)
a) … als in ihrer eigenen Prognose derzeit unterstellt? 28,5
b) … als es die Bundesregierung mit rund 1,5 Prozent für beide Jahre unterstellt 57,7
5. Wie hoch schätzen Sie das Risiko eines Staatsbankrotts in folgenden Staaten ein? (0-100%)
Griechenland 11,1
Spanien 1,4
Portugal 2,9
Irland 1,1
Großbritannien 0,8
6. Das griechische Konsolidierungsprogramm wirkt nachfrageseitig dämpfend auf die Wirtschaftsleistung. Wie hoch schätzen Sie die Wahrscheinlichkeit ein, dass dieser Effekt durch positive Gegeneffekte nennenswert (teil-)kompensiert wird? (0-100%) 28,3
7. In den Euro-Defizitländern werden derzeit Konsolidierungsprogramme aufgelegt. Wird dies in den nächsten zwei, drei Jahren zu einem spürbaren Abbau der Ungleichgewichte innerhalb der Euro-Zone führen? (Antworten in %)
a) die Chancen darauf stehen auf Basis der avisierten Programme der Defizitländer gut 54,5
b) um die Ungleichgewichte nennenswert abzubauen, müssten die Programme viel ehrgeiziger sein 9,1
c) um die Ungleichgewichte nennenswert abzubauen, müssten auch die Überschussländer aktiver für Nachfrage sorgen 36,4
8. Wann sollte die EZB ihren Leitzins wieder erhöhen? (Antworten in %)
a) Mitte 2010 0,0
b) bis Ende 2010 28,6
c) in der ersten Hälfte 2011 50,0
d) in der zweiten Hälfte 2011 21,4
e) später 0,0
9. Wie ist Ihre aktuelle Prognose für das Wirtschaftswachstum in Deutschland (nicht kalenderbereinigt)? (Durchschnittliche Prognose der Schattenräte in %)
2010 1,7
2011 1,6

Zusatzfragen in einer Blitzumfrage nach der Zuspitzung der Griechenland-Krise am Freitag morgen:

A. Droht die Zuspitzung der Griechenlandkrise von Ende dieser Woche spürbare Folgen für die deutsche Konkjunktur haben? (Antworten in %)
a) ja, mit hoher Wahrscheinlichkeit 12,5
b) die Wahrscheinlichkeit ist begrenzt 50,0
c) das ist unwahrscheinlich 37,5
B.  Wie hoch schätzen Sie Wahrscheinlichkeit ein, dass es nach der Zuspitzung der Griechenlandkrise zu einem Überspringen auf andere Euro-Staaten kommt? (Durschnittliche Angabe 0-100%) 30,0
C. Wie hoch schätzen Sie nach aktuellem Stand die Wahrscheinlichkeit ein, dass Griechenland sein Staatsdefizit…  (durchschnittliche Angabe 0-100%)
… 2010 um vier Prozentpunkte senken kann? 40,6
… 2012 unter drei Prozent senkt? 20,1
D. Wie hoch würden Sie ganz grob den spekulativen Anteil an der Zuspitzung der Staatsschuldenkrise in Griechenland einschätzen? (Antworten in %)
a) sehr hoch 28,6
b) hoch 28,6
c) gering 42,9
d) sehr gering 0,0

Insgesamt Teilnehmer: 14.

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