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September-Umfrage im Konjunkturschattenrat – alle Ergebnisse

26. September 2010

Hier ist die Auswertung der jüngsten Umfrage unter Deutschlands Top-Konjunkturexperten. 15 Chefökonomen und Institutschefs haben im September an der Schattenrat-Umfrage teilgenommen.

Die Prognosen werden immer optimistischer. Und auch die Reallöhne könnten künftig spürbar stärker steigen als bisher. So dürfte das Wachstum in Deutschland in den kommenden Jahren ausgeglichener sein – und nicht mehr so stark von den Exporten abhängen.

1. Wie restriktiv wird nach letztem Stand alles in allem die deutsche Finanzpolitik 2011 gemessen an der Veränderung des strukturellen Staatsdefizits? Welche Veränderung des Struktursaldos erwarten Sie (Durchschnitt der Antworten in Prozentpunkten)?
0,5
2. Unter dem Eindruck der tiefen Rezession sind viele Schätzungen zum Potenzialwachstum in Deutschland nach unten revidiert worden. Geben die jüngsten Wachstumszahlen Anlass zur Annahme, dass das Potenzialwachstum doch nicht so stark nachgelassen hat (als mit mindestens einem halben Punkt Rückgang gelegentlich angenommen, Antworten in Prozent)?
a) ja, das Potenzialwachstum hat gegenüber der Zeit vor der Krise kaum oder gar nicht nachgelassen 80,0
b) Nein, das Potenzialwachstum ist durch die Krise trotz konjunktureller Erholung nachhaltig geschwächt 20,0
3. Mit welcher BIP-Entwicklung in Deutschland rechnen Sie… (Veränderung gg Vorquartal in Prozent, Durchschnitt der Antworten in Prozent)
… im dritten Quartal 2010? 0,6
… im  vierten Quartal 2010? 0,4
4. In den südeuropäischen Krisenländern sind die Risikoprämien in den vergangenen Wochen wieder hochgeschnellt. Wie würden Sie die Entwicklung am ehesten interpretieren (Antworten in Prozent)?
a) die Regierungen haben in ihren Konsolidierungsbemühungen nachgelassen/nicht genug getan 8,3
b) die Konjunktur ist durch die Konsolidierung so stark gedämpft, dass dies die Defizite konjunkturbedingt wieder steigen/oder langsamer fallen lässt 25,0
c) die Ursachen liegen weniger in den Ländern, als in der Psychologie der Märkte (Wiederaufleben der allgemeinen Risikoscheu) 58,3
d) andere Erklärung 8,3
5. Welche Folgen wird die stark gesunkene Arbeitslosigkeit in den nächsten Jahren in Deutschland haben (Antworten in Prozent)?
a) die größere relative Knappheit an Arbeitskräften wird dazu führen, dass die Löhne im Schnitt spürbar stärker steigen als in den vergangenen Jahren 73,3
b) dies wird auf die Lohnentwicklung keine nennenswerte Auswirkung haben 26,7
6. Das Wachstum wird in Deutschland derzeit erstmals wieder stärker von der Binnennachfrage getragen, anders als in weiten Teilen der 2000er-Jahre, wo der steigende Außensaldo den Großteil des Wachstums trug. Welcher Aussage würden Sie am ehesten zustimmen (Antworten in Prozent)?
a) der höhere Beitrag der Inlandsnachfrage ist nur ein vorübergehendes Phänomen 2010/11. Danach dürfte das Wachstum in Deutschland wieder hauptsächlich vom Außenbeitrag getragen werden 20,0
b) hinter dem aktuellen Trend steckt eine dauerhaft angelegte Entwicklung. Inlands- und Auslandsbeitrag werden sich in den nächsten Jahren spürbar gleichgewichtiger entwickeln als in den 2000er-Jahren 80,0
7. Der Versuch vieler Krisenländer, ihre Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern, wird…(Antworten in Prozent)
a) …dazu führen, die Deutschen prozentual Marktanteile abgeben müssen 33,3
b) …kaum Einfluss auf die Wettbewerbsposition deutscher Exporteure haben (z.B. weil die Versuche nicht gelingen oder die betreffenden Länder zu wenig Gewicht für den deutschen Export haben) 66,7
8. Wie ist Ihre aktuelle Prognose für das Wirtschaftswachstum in Deutschland (nicht kalenderbereinigt, Durchschnitt der Antworten in Prozent)?
2010 3,4
2011 1,9
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