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Davos 2011 – Soros und die Euro-Krise

27. Januar 2011

Die Regierungen der Euro-Zone sollten den Abbau der inneren Spannungen mit den Einnahmen aus einer Finanztransaktionssteuer finanzieren. Diesen Vorschlag hat in Davos jetzt George Soros gemacht.

 

Es gebe derzeit die Gefahr, dass sich die Euro-Zone zu einer Region der zwei Geschwindigkeiten entwickle, so der Investor. Dies werde politisch schwer tragbar sein. Die natürliche Reaktion darauf wäre eigentlich, so Soros, dass die Länder mit Exportüberschüssen ihre Binnennachfrage ausweiten und den Anderen mit dieser Nachfrage bei der Überwindung der Krise helfen.

Dazu sei aber Deutschland nicht bereit, unter anderem mit Verweis auf die Schuldenbremse. Daher müsse die Euro/Zone nach gemeinsamen Lösungen und finanziellen Mitteln zur Stützung der Konjunktur suchen. Eine solche Möglichkeit wäre, sich sehr stark für die Einführung einer Finanztransaktionssteuer einzusetzen. Die Erlöse aus so einer Steuer könnten dazu beitragen, ein Europa der zwei Geschwindigkeiten zu verhindern.

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