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Mai-Umfrage im Konjunktur-Schattenrat

30. Mai 2011

Hier ist die vollständige Auswertung der jüngsten Umfrage unter Deutschlands Top-Konjunkturexperten.

1. Welcher der folgenden Einschätzungen zur aktuellen weltwirtschaftlichen Entwicklung würden Sie am ehesten zustimmen? (a-d)
a) der globale Aufschwung setzt sich trotz aller Turbulenzen so gut wie ungebremst fort 18,75
b) es gibt derzeit eine Abschwächung der Dynamik, der allerdings in Kürze ein erneutes Anziehen des Wachstums folgen wird 18,75
c) die Dynamik des globalen Aufschwungs hat ihren Höhepunkt überschritten und wird jetzt über längere Zeit spürbar schwächer sein 56,25
d) der Weltwirtschaft droht in den kommenden Monaten ein regelrechter konjunktureller Einbruch (sehr starker Rückgang des Wachstums gegenüber dem Schnitt der vergangenen Quartale) 6,25
2. Nach der Katastrophe in Japan kursierten Ängste vor den globalen wirtschaftlichen Folgen. Welcher der folgenden Einschätzungen würden Sie am ehesten zustimmen (a-c)
a) die Katastrophe hat weltweit höchstens kurzzeitig zu Lieferschwierigkeiten geführt, die aber den Konjunkturtrend nicht beeinträchtigen 88,2
b) die Lieferschwierigkeiten werden erst in diesen Wochen (Mai, Juni) zu spürbaren konjunkturellen Einbußen führen 11,8
c) die Katastrophe hat spürbar negative konjunkturelle Auswirkungen auf die Weltwirtschaft in diesem Jahr 0,0
3. Öl- und Rohstoffpreise sind in den vergangenen Wochen wieder deutlich gesunken. Wie werden sich die Kurse in den nächsten Wochen und Monaten Ihrer Einschätzung nach entwickeln? (a-d)
a) die Preise dürften weiter spürbar fallen 6,25
b) die Preise dürften sich auf dem jetzigen Niveau stabilisieren 81,25
c) die Preise dürften bald wieder deutlich anziehen 12,5
4. Die deutsche Wirtschaft dürfte 2011 im zweiten Jahr in Folge mit (mehr als) drei Prozent wachsen. Ist dies auch (neben vorübergehenden Faktoren) als mögliches Indiz dafür zu werten, dass das Potenzialwachstum der deutschen Wirtschaft höher ist als bis vor Kurzem mit rund 1,5 bis 1,7 Prozent angenommen?
a) ja, das ist auf jeden Fall so 17,65
b) das ist möglich, muss sich in nächster Zeit allerdings noch bewahrheiten 23,53
c) nein, die aktuellen Raten sind ausschließlich vorübergehenden Faktoren zuzumessen (Aufholen krisenbedingter Ausfälle, Konjunkturpakete, extreme Niedrigzinsen) 58,82
6. Der Konsum ist im ersten Quartal in Deutschland um 0,4 Prozent gewachsen. Dies ist mehr als nichts, aber noch kein wirklicher Boom. Wie hoch schätzen Sie die Wahrscheinlichkeit ein, dass es in den nächsten Quartalen noch zu einer deutlichen Beschleunigung kommt (mit annualisierten Raten von durchschnittlich mehr als zwei Prozent)? (0-100%) 27,50%
7. Die EZB hat ihre Zinsankündigung im April sehr stark mit der Befürchtung begründet, die jüngsten Anstiege bei Rohstoffpreisen könnten gefährliche Zweitrundeneffekte (vor allem bei den Löhnen) mit sich bringen. Für wie berechtigt halten Sie diese Sorge vor dem Hintergrund der jüngsten Rohstofftrends? (a-d)
a) völlig berechtigt 6,25
b) eher berechtigt 50
c) eher unberechtigt 25
d) unberechtigt 18,75
8. Wann sollte die EZB ihren Leitzins weiter erhöhen? (a-d)
a) auf ihrer nächsten Sitzung im Juni 5,88
b) auf ihrer Sitzung im Juli 58,82
c) im Laufe des zweiten Halbjahres 2011 23,53
d) nicht vor 2012 11,76
9. Welche Folgen hat eine Erhöhung des Leitzinses auf die Euro-Krisenländer? (a-d)
a) das Risiko einer weiteren Inanspruchnahme des Rettungsschirms erhöht sich dadurch stark 6,25
b) dieses Risiko erhöht sich dadurch nennenswert 18,75
c) dieses Risiko erhöht sich dadurch kaum 56,25
d) dieses Risiko bleibt davon unberührt 18,75
10. Wie ist Ihre aktuelle Prognose für das Wirtschaftswachstum in Deutschland (nicht kalenderbereinigt)?
2011 3,4
2012 2,2
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