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Konferenz der neuen Denker: Visonen für die Weltwirtschaft

10. Oktober 2011

Die Weltwirtschaft hat sich der Kontrolle der nationalen Regierungen entzogen und  zu einem eigenen System entwickelt. Damit seien wir nicht mehr mit einem, sondern mit zwei „liberalen Projekten“ konfrontiert, so Ulf Dahlsten, altgedienter schwedischer Politiker und für Jahre ein EU-Generaldirektor in Brüssel.

Da gibt es den Markt auf der einen Seite und die öffentlichen, liberalen Institutionen auf der anderen Seite. Die Krise zwinge nun zu neuen Antworten, so Dahlsten. Denn inzwischen drohe die Krise sich zu einer allgemeinen Vertrauenskrise auszuwachsen.

Er arbeitet an einem Konzept, das heißt World Market Governance (WMG). Dieses soll zeigen, wie die Weltmärkte besser kontrolliert werden können. Ziel sei es vor allem, ein langfristiges stabiles Umfeld für das System der globalen Marktwirtschaft zu schaffen. Dazu müssten zunächst die Finanzmärkte stabilisert werden. Eher langfristige Ziele sind dann eine eigene Gesetzgebung und Rechtsprechung, und auch eine eigenen Exekutive, neben der WTO, dem IWF und dem FSB.

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