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Wie viel Bank braucht der Mensch?

18. Februar 2013

Bankenausstieg COVER neuDie Seiten sind geschrieben, die Druckmaschinen laufen. Am 12. März ist Erscheinungstag. Titel: Wie viel Bank braucht der Mensch? Botschaft: Wir werden erst dann wieder ruhig schlagen (und keine Angst vor immer neuen Finanzkrisen haben müssen), wenn die Finanzbranche in etwa auf das Niveau zurück schrumpft, das sie vor der irren Idee der großen Liberalisierung mal hatte. Immerhin haben die Deutschen ihr Wirtschaftswunder ja auch gänzlich ohne Derivate und Hedgefonds hinbekommen.

In den kommenden Wochen gibt es zum Buch hier schonmal den einen oder anderen Vorgeschmack. Am Donnerstag erscheint im neuen Capital-Heft (April) ein erster Vorabdruck – zur Frage, warum eigentlich die Trennbankenidee so populär ist, so eine Art Mutter aller Reformideen geworden ist und jetzt auch von der Bundesregierung angestrebt wird, obwohl das Trennen von Investment- und Geschäftsbanken noch keine Krise verhindert hat und auch nicht wirklich den Kern der manisch-depressiven Schwankungen an den Finanzmärkten trifft.

Was wirklich hilft? Fortsetzung folgt.

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  1. 25. Februar 2013 um 17:43

    Die Frage für mich ist die Herangehensweise. Banken sollten keinenfalls gezwungen werden ihr Investmentbanking abzutrennen. Investmentbanking kann jedoch durch z.B. höhere Kapitalanforderungen unatraktiver gemacht werden. Mann kann dies z.B. am Fall der Schweizer Bank UBS sehen, unter anderem aufgrund der höheren Kapitalanforderung und den entsprechend höheren Kosten hat sich die Bank entschieden, wichtige Teile ihres Investmentbankings aufzulösen und sich in Zukunft vor allem auf die Vermögensverwaltung zu fokusieren. Spannend hierbei war übrigens, dass die Sozialdemokraten, die die Verkleinerung und aufsplittung der Banken durch den Staat forderten die allerersten waren, die aufgrund des Stellenabbaus aufgeschriehen haben. Dies dürfte dann doch nicht vergessen werden. Der Prozess der aufsplittung und der Verkleinerung kostet kurz bis mittefristig auf jeden Wachstum und Stellen

  2. bienlein
    20. Februar 2013 um 19:44

    Solange das Schattenbank-System munter fortexistiert, läuft jede Bankentrennung ins Leere:
    die Politik tut mal wieder so, als ob sie was tut.
    Wir sind gespannt auf Herrn Frickes Werk !

  3. Very Serious Sam
    18. Februar 2013 um 21:50

    „…obwohl das Trennen von Investment- und Geschäftsbanken noch keine Krise verhindert hat…“

    Hat es aber nicht immerhin während der damaligen Krisen deren Auswirkungen auf die Steuerzahler deutlich niedriger gehalten?

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