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Griechenlands Wirtschaft schöpft Hoffnung

29. April 2013

Schlechte Wirtschaftsnachrichten aus Griechenland gehören zum Alltag wie die erste Tasse Kaffee am Morgen. Umso beeindruckender kommt nun das Aufbäumen gegen die langjährige Rezession.

Zwar sollte in diese Entwicklung nicht zu viel interpretiert werden – doch der Trend unter Griechenlands Unternehmern zeigt gemäß den jüngsten Umfragen der EU-Kommission deutlich nach oben. Der heute veröffentlichte Economic Sentiment Indicator, der wichtigste EU-Frühindikator für die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Europa, ist im April zum dritten Mal in Folge kräftig gestiegen und liegt mit nunmehr gut 89 Zählern sogar über dem Schnitt der Euro-Zone. Das gab es zuletzt in der Finanzkrise im Frühjahr 2009. Vor allem unter Einzelhändlern und Dienstleistern hat sich die Stimmung in den vergangenen sechs Monaten deutlich aufgehellt (siehe hier).

Hoffnung in Hellas

Zwar überwiegt freilich noch immer die Zahl der Pessimisten (darauf deuten die negativen Vorzeichen der Teilindikatoren). Anlass zur Hoffnung geben diese Zahlen aber allemal: Läuft der Tourismus in dieser Saison gut, ist die griechische Wirtschaft (insgesamt) vielleicht schon bald aus dem Allergröbsten raus.

Dann könnte auch das Steueraufkommen weiter zulegen – denn nicht vergessen: Das gesamtstaatliche Defizit ist von 2009 bis 2012 bereits von 15,6 Prozent des BIP auf 6,0 Prozent gefallen, wenn man die Bankenrekapitalisierung unberücksichtigt lässt. Dazu gab es am Freitag ein interessantes Papier der Berenberg-Ökonomen – wird bei Interesse gerne nachgereicht.

Mathias Ohanian auf Twitter: @mathiasohanian

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