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Buchvorstellung: Thomas Fricke: Wie viel Bank braucht der Mensch?

25. Juni 2013

Cover-BuchMan stelle sich vor: Menschen laufen mit Goldsäcken beladen einen Berg hoch. Anfangs sind es noch wenige, dann werden es immer mehr. Sie müssen gar einen deftigen Wegzoll in Kauf nehmen. Aufseher argumentieren: Nur wenn möglichst viele mit ihrem Schatz hin- und herlaufen, lässt sich ein vernünftiger Preis dafür bestimmen. Das Gold scheint sich wie von selbst zu vermehren. Plötzlich jedoch kippt die Stimmung. In heilloser Panik rennen die Menschen den Berg hinab, viele bleiben auf der Strecke. Die Aufseher hingegen sammeln das fallen gelassene Gold auf und warten auf die ersten, die sich wieder den Berg hochwagen. Klingt absurd? Ist es auch. Und doch passiert in der globalisierten Finanzwelt seit 30 Jahren nichts wesentlich anderes, wie Thomas Fricke sehr anschaulich erklärt. Raus aus diesem verrückten Bankensystem, fordert Fricke, nachdem er in seinem Buch eine Kosten-Nutzen-Rechnung der Finanzmarktliberalisierung aufgestellt hat. Sein Appell: Die Banker müssen von ihrem hohen Ross gestoßen werden und zu einer Kleinfinanzwelt zurückkehren. Auch wenn Fricke sein Modell etwas zu euphorisch beschreibt, es bleibt schlüssig. getAbstract legt das Buch allen ans Herz, die sich jenseits von billiger Bankenschelte nach einem neuen Finanzsystem sehnen.

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Über den Autor

Thomas Fricke ist Journalist und wirtschaftspolitischer Kommentator und war bis 2012 Chefökonom der Financial Times Deutschland. Er leitet das Internetportal Wirtschaftswunder.

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